Programm Nachhaltige Agrarlieferketten und Standards

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2190.3
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G510 Agrarsysteme und Agrarlieferketten
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Kolumbien, Ecuador, Äthiopien, Ghana, Indonesien, Myanmar, Vietnam

Zusammenfassung

  • Ziele:

    In globalen Agrarlieferketten nutzen ausgewählte Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Lösungsansätze, um die Nachhaltigkeit zu erhöhen.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:39 116 096 Euro

Kombifinanzierung

  • Verein Forum nachhaltiger Kakao e.V.: 2 878 158Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2015.2029.5

    Programm für Nachhaltigkeitsgovernance in globalen Wertschöpfungsketten

Nachfolger-Projekt

  • 2019.2352.3

    Programm Nachhaltige Agrarlieferketten und Standards

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    17.09.2012 - 31.08.2027
  • Aktuelles Projekt:01.03.2017 - 30.08.2022

Sonstige Beteiligte

  • Super an der Spree GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Handelsentwicklung

    Hauptziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    31162 Anbau zur industriellen Weiterverarbeitung/ exportbestimmter Anbau

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern produzieren etwa 90 Prozent des Kakaos weltweit und weit über 70 Prozent des weltweiten Kaffees, der Baumwolle und des Kautschuks. Sie bilden den Anfang einer langen Lieferkette. Doch ausgerechnet sie können in aller Regel nicht von ihrer Arbeit im Anbau leben. Ganze Familien, auch Kinder, arbeiten täglich auf Feldern und Plantagen und erwirtschaften doch kein existenzsicherndes Einkommen. Ein Leben in Würde und eine sichere Existenz bleiben ihnen verwehrt. Soja, Palmöl, Kakao, Kaffee und Kautschuk gehören zu den größten Entwaldungstreibern weltweit. Die Rodung der Regenwälder befeuert den Klimawandel. Dieser beeinträchtigt vielerorts die Anbaubedingungen, was zu einer weiteren Verschärfung der Situation für die Bäuerinnen und Bauern führt. Landflucht und Migration sind immer häufiger die Folge. Die deutsche Bundesregierung hat in diesem Zusammenhang den Handlungsbedarf erkannt: „Entwaldungsfreie Lieferketten" sind Bestandteil des aktuellen Koalitionsvertrags. Dadurch hat sich die Relevanz des Programms weiter erhöht.

Ziel

Menschen in globalen Agrarlieferketten führen ein Leben in Würde und erwirtschaften ein existenzsicherndes Einkommen. Agrarprodukte werden produziert und fair gehandelt. Waldvernichtung wurde gestoppt und wir schützen unsere Ökosysteme und unser Klima. Der landwirtschaftliche Sektor ist ein attraktives Beschäftigungsfeld, das auch jungen Menschen eine Perspektive bietet.

Vorgehensweise

Das Programm Nachhaltige Agrarlieferketten und Standards arbeitet länderübergreifend im Bereich der Agrarrohstoffe Kaffee, Kakao, Banane, Soja, Kautschuk, Palmöl und Baumwolle. Weil sich viele Herausforderungen von Bäuerinnen und Bauern nicht auf eine Region oder einen Rohstoff allein beschränken, kann eine Verbesserung von Produktionsbedingungen nur rohstoffübergreifend und durch einen ganzheitlichen Ansatz erreicht werden.

So strebt das Projekt mehr Nachhaltigkeit in Agrarlieferketten an, indem es eine engere nationale und internationale Zusammenarbeit mit Akteuren der Privatwirtschaft sowie mit lokalen und nationalen Regierungen unterstützt. Über Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP) arbeitet das Vorhaben zusammen mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Industrie.

Fachberater*innen entwickeln strategische Ansätze für eine Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Löhnen in der Landwirtschaft und setzen diese gemeinsam mit allen Akteuren*innen entlang der Lieferketten um. Mit Hilfe von innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) werden Lösungen entwickelt, die in verschiedenen Gebieten und Situationen Anwendung finden können. Zudem beraten Spezialist*innen das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu Strategien, Konzepten und aktuellen Entwicklungen.

Wirkungen
—Das Thema Umweltverträglichkeit und Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft weltweit ist erfolgreich in internationalen und nationalen Austauschgremien vertreten.
—Die geförderten Multi-Akteurs-Partnerschaften setzen in den globalen Lieferketten Kaffee, Kakao und Bananen zunehmend Nachhaltigkeitsaspekte um. Zum Beispiel ist bei Kakao der Anteil zertifizierter Produkte im deutschen Markt deutlich gestiegen.
—Das Programm hat über eine Förderung von walderhaltenden Anbauformen zum Schutz von Wäldern in Indonesien und der Côte d‘Ivoire beigetragen. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zum Biodiversitätserhalt und zur Minderung von Treibhausgasen geleistet.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Smallholders produce about 90 per cent of cocoa worldwide and well over 70 per cent of the world's coffee, cotton and rubber. These people are the first link in a long supply chain, but despite this, they are all too often unable to make a living from their efforts in growing crops. Entire families, including children, work in fields and plantations day in, day out, but this is not enough to generate a living income. They are denied a dignified life and a secure existence. In many places, climate change is hampering growing conditions, which is making the situation for farmers even worse. The consequence, more and more often, is rural exodus and migration. In light of this, the German Government has identified a need for action, with ‘deforestation-free supply chains’ forming part of the current coalition agreement. This has made the programme even more relevant.

Objective

People in global agricultural supply chains are leading dignified lives and earning a living wage, and products are being grown and traded fairly . Forest destruction has been stopped and we are protecting our ecosystems and our climate. The agricultural sector is an attractive field of employment, which also offers young people prospects for the future.

Approach

The programme for sustainable agricultural supply chains and standards is a transnational project that focuses on agricultural resources such as coffee, cacao, bananas, soya, rubber, palm oil and cotton. Because many of the challenges facing farmers are not limited to one region or one resource, an improvement in production conditions can only be achieved across the board adopting a holistic approach.

That is why the project aims to boost sustainability in agricultural supply chains by supporting closer-knit national and international cooperation with actors from the private sector and with local and national governments. The project uses multi-actor partnerships (MAP) to work with representatives from the worlds of business, politics, science, civil society and industry.

Specialist advisors are developing strategic approaches to improving working conditions and wages in the agricultural sector and are implementing them along the supply chains together with all actors. With the help of innovative information and communication technology (ICT), solutions are being developed that can be used in different areas and situations. Specialists are also advising the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) on strategies, concepts and current developments.

Results
—The issue of environmental compatibility and production conditions in global agriculture is successfully represented in international and national dialogue bodies.
—The supported multi-actor partnerships increasingly implement aspects of sustainability in the global supply chains for coffee, cacao and bananas. For example, the proportion of certified cacao products on the German market has significantly increased.
—By supporting forms of farming that preserve forests, the programme has helped to protect forests in Indonesia and Côte d’Ivoire. This has made an important contribution to preserving biodiversity and reducing greenhouse gases.