Nachhaltige ländliche Wirtschaftsenwicklung II (PRODES II)
Desarrollo economico rural sostenible
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2197.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kolumbien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die nachhaltige und inklusive Wirtschaftsentwicklung in ausgewählten Sektoren auf regionaler Ebene ist in Zusammenarbeit mit relevanten nationalen und regionalen Programmen gestärkt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Agencia Presidencial de Cooperación Internacional de Colombia
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 000 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 19.12.2017 - 30.01.2020 - Aktuelles Projekt:19.12.2017 - 30.01.2020
Sonstige Beteiligte
- GFA Consulting Group GmbH
- denkmodell GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
25010 Geschäftspolitik und -verwaltung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Der ländliche Raum Kolumbiens in großen Teilen von der sonst dynamischen Wirtschaftsentwicklung des Landes abgeschnitten. Denn die potenzielle Wirtschaftskraft größerer Städte als Dienstleister und Absatzzentrum wird kaum wahrgenommen, obwohl diese wichtige Impulse für die Entwicklung des ländlichen Raums vermitteln könnten. Daher sind lokale und regionale Märkte wenig entwickelt.
Auf der anderen Seite sind Kleinproduzenten in der Regel nicht hinreichend organisiert und deshalb kaum in Wirtschaftskreisläufe eingebunden. Denn die Kleinproduzenten können die lokale und regionale Nachfrage kaum bedienen und werden von möglichen Abnehmern daher häufig gar nicht erst in Betracht gezogen. Hinzu kommt, dass für Jugendliche in ihrer Heimatregion Arbeitsperspektiven fehlen. Viele wandern in die Städte ab – zurück bleiben ältere Menschen. Der fehlende Generationswechsel bei den Betrieben und Höfen schwächt langfristig die ländlichen Wirtschaftskreisläufe und wirkt sich auf die Nahrungssicherheit des Landes aus.
Ziel
Eine nachhaltige ländliche Wirtschaftsentwicklung ist in ausgewählten Sektoren und Regionen gestärkt und bezieht wirtschaftlich benachteiligte Bevölkerungsgruppen ein.
Vorgehensweise
Allianzen zwischen lokalen, regionalen und nationalen Akteuren in den Hauptregionen Meta, Norte de Santander und Caquetá zeigen anhand konkreter Beispiele, wie eine grüne und inklusive wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum aussehen kann. Es geht darum, Einkommen und Beschäftigung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu steigern und gleichzeitig natürliche Ressourcen schonend zu nutzen. Konkret gehören dazu z.B. Bauernmärkte als Möglichkeit der Direktvermarktung, alternative Produktionsmethoden in Pufferzonen von Naturparks, lokale Ökotourismus-Initiativen und nachhaltige Vieh- sowie Fischzucht.
Um die wirtschaftlichen Perspektiven der Jugendlichen in ländlichen Räumen zu verbessern, arbeitet das Vorhaben mit staatlichen Programmen zur Beschäftigungsförderung und Unternehmensgründung zusammen. Im Vordergrund steht dabei, die Programme stärker an den Bedarfen der Jugendlichen und der Privatwirtschaft auszurichten.
In der derzeitigen Projektphase liegt der Fokus darauf, dass die staatlichen und privatwirtschaftlichen Partner die gemeinsam entwickelten Vorgehensweisen in weiteren Gemeinden der Projektregionen und in anderen Landesteilen umsetzen. Dies bietet auch neue Chancen in der Umsetzung des Friedensvertrags. Denn für die stark vom Konflikt betroffenen Regionen eröffnen sich z.B. durch neue Tourismusziele Einkommensmöglichkeiten.
Wirkung
Einkommen und Beschäftigung steigen: Die Milchproduzent/innen haben mit der Einführung „Guter Viehwirtschaftlicher Praktiken" ihre Milchqualität gesteigert und konnten so von 2017 auf 2018 ihr Einkommen um 77% steigern. In der Obst- und Gemüseproduktion ermöglichen Zertifizierungen, die Herstellern "gute landwirtschaftliche Praktiken" attestieren, nicht nur Preissteigerungen sondern auch langfristige Lieferbeziehungen mit regionalen Abnehmern. Damit stieg ihr Einkommen um 28%. An ersten Schritten der Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte beteiligen sich vor allem auch Jugendliche, für die sich dadurch berufliche Perspektiven eröffnen.
Verschiedene Partner replizieren die seit 2014 in dem Vorgängervorhaben entwickelten erfolgreichen Modelle in insgesamt 22 neuen Gemeinden, von denen einige sogar in neuen Regionen liegen. Zum Beispiel hat das Umweltministerium in Zusammenarbeit mit den regionalen Umweltbehörden in zwei neuen Regionen „grüne Fenster" eingerichtet, welche lokale Firmen dabei beraten, ihre grünen Geschäftsideen an den Markt zu bringen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Rural areas in Colombia are largely cut off from the otherwise dynamic economic development of the country. The economies of larger cities could provide important impulses for the development of rural areas as a service providers and distribution centers. Yet, local and regional markets are underdeveloped. Small producers are generally not sufficiently organized and therefore hardly involved in economic cycles. They can hardly satisfy local and regional demand and are therefore hardly considered by potential customers. In addition, there is a lack of job prospects for young people in their home region. Many go to the cities - older people stay behind. The lack of generational change in the farms and farms weakens the rural economic cycles in the long term and has an impact on the food security of the country.
Objective
Sustainable rural economic development is strengthened in selected sectors and regions and involves economically disadvantaged groups.
Approach
Alliances between local, regional and national actors in the main regions Meta, Norte de Santander and Caquetá showcase examples of what green and inclusive economic development in rural areas can look like. It is about increasing income and employment for disadvantaged groups while at the same time using natural resources with care. Specifically, these alliances include e.g. Farmers markets as a possibility of direct marketing, alternative production methods in buffer zones of nature parks, local ecotourism initiatives and sustainable livestock and fish farming.
In order to improve the economic prospects of young people in rural areas, the project works together with government programs to promote employment and start a business. The emphasis is on aligning the programs more closely with the needs of young people and the private sector.
In the current phase of the project, it encourages government and private sector partners to implement these jointly developed practices in other communities in the project regions and other parts of the country. This also offers new opportunities in the implementation of the peace treaty, as in regions strongly affected by the conflict, it creates, for example, income opportunities through new tourism destinations.
Results
Income and employment are rising: Dairy producers have increased their milk quality with the introduction of "good livestock practices", increasing their income by 77% from 2017 to 2018. In fruit and vegetable production, certifications attesting producers their application of "good agricultural practices" allow not only for price increases but also long-term supply relationships with regional customers. This increased their income by 28%. New career prospects for young people open up, for example, in processing agricultural products.
Several partners are replicating the successful models developed in the predecessor project since 2014 in a total of 22 new communities, some of which are even located in new regions. For example, the Ministry of the Environment, in cooperation with the regional environmental authorities, has set up "green windows" in two new regions to advise local companies on how to bring their green business ideas to market.