Regionale Kooperation zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in den Andenländern

Cooperación regional en el fomento a la exploración minera sostenible en los Países Andinos

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2228.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: L-AMERIKA ECLAC, Bolivien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Peru

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die länderübergreifende Zusammenarbeit in der Andenregion hat zu wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigeren Gestaltung und Nutzung des Bergbaus beigetragen.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:2 720 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2013.2231.2

    Regionale Kooperation zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in der Andenregion

Nachfolger-Projekt

  • 2019.2157.6

    Regionale Kooperation zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in den Andenländern

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    17.06.2013 - 30.06.2025
  • Aktuelles Projekt:01.10.2016 - 30.10.2019

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Der Bergbau kann einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in den Andenländern leisten. Die traditionell hohe wirtschaftliche Bedeutung des Bergbaus, seine Relevanz auf dem Beschäftigungsmarkt sowie signifikante Investitionen sind in diesem Zusammenhang besonders ausschlaggebend. Den Chancen stehen jedoch ebenfalls Risiken für einzelne Nachhaltigkeitsziele (SDG) und für die Umsetzungsprinzipien der Agenda 2030 gegenüber. Wichtige Herausforderungen sind: Umweltbelastungen, immense wirtschaftliche Aufwendungen und soziale Auswirkungen sowie soziale Konflikte.
Zunehmendes Umweltbewusstsein und steigende Erwartungen an verantwortungsvolle Rohstoffförderung und -nutzung bei Produzenten und Konsumenten erfordern eine transparentere, sozialverträgliche und partizipative Verwaltung des Bergbausektors.
Nach einer Phase niedriger Rohstoffpreise erwartet die Andenregion einen neuen Rohstoffboom. Dieser geht insbesondere auch auf die steigende Nachfrage nach Rohstoffen, wie Lithium, Kupfer, Gold und Silber zurück, die für die Energie- und Transportwende nötig sind. Die Etablierung nachhaltiger Lieferketten, eine vertiefte Ausrichtung des Sektors an der Agenda 2030 und damit sowohl umwelt- als auch sozialverträgliche Rohstoffproduktion sind zentrale Themen in der Region. Die Bedeutung der Andenländer in diesem Themenfeld spiegelt sich auch in Deutschlands Rohstoffpartnerschaften mit Peru und Chile wider.
Erste Schritte zu einer Orientierung des Bergbaus an Kriterien der Nachhaltigkeit liegen vor. Die strategische Diskussion über den möglichen Beitrag dieses Wirtschaftssektors zur Erfüllung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in den Andenländern steht jedoch noch am Anfang.

Ziel
Die Andenländer verfügen über konzeptionelle Voraussetzungen, um ihre Bergbauindustrie an ausgewählten Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu orientieren.

Vorgehensweise
Das Programm unterstützt die Andenländer dabei, das Potenzial und die Risiken des Bergbausektors für die nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 zu identifizieren. Es unterstützt Maßnahmen, die die regionale Kooperation und den Austausch zwischen den Andenländern im Themenbereich des Bergbaus mit dem Ziel stärken, positive Beiträge zur Agenda 2030 zu fördern und Risiken zu reduzieren.
Gemeinsam mit einem Vorhaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) arbeitet die GIZ mit dem regionalen Träger, der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) der Vereinten Nationen, in drei Themen zusammen:
• Politik- und Strategien
• Gute Regierungsführung der beteiligten Interessensgruppen aus Staat, Privatsektor und Zivilgesellschaft- Stakeholdergovernance
• Technologietransfer und Innovation
Das Programm arbeitet exemplarisch in einzelnen Ländern, um den regionalen Austausch zu bestimmten Themen anzuregen. Der Austausch basiert sowohl auf aufbereiteten Erfahrungen der Andenländer sowie internationalen Erfahrungen. Das Programm verfolgt als wesentliches Element den Multistakeholder-Ansatz. Das heißt, es arbeitet mit staatlichen Akteuren, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmen zusammen. Durch die enge Kooperation von GIZ und BGR können zentrale Themen des Bergbaus fachlich und entwicklungspolitisch umfassend bearbeitet werden.

Wirkungen
Mit Unterstützung des Vorhabens konnte das Thema nachhaltige Gestaltung des Bergbaus regional verankert werden. In Netzwerken unterschiedlicher Akteure zu Nachhaltigkeitsthemen im Bergbau diskutieren mehr als 800 Personen.
Über 150 Personen wurden zu unterschiedlichen Nachhaltigkeitsthemen im Bergbau fortgebildet (z.B. EITI-Umsetzung, Bekämpfung von Steuervermeidung und Steuerhinterziehung, Altlastenmanagement).
Über Entwicklungspartnerschaften mit der Privatwirtschaft konnte die Entwicklung innovativer Technologien für den Bergbau gefördert werden.
Die Ressourcen zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie regionaler und nationaler Netzwerke für Analysen und zur Vernetzung sind gestärkt.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Mining makes an important contribution to fulfilling the 2030 Agenda for Sustainable Development in Andean countries. The sector, which has traditionally played a major role in the country’s economic development, its relevance to the employment market and significant investments are particular important in this respect. However, these opportunities are also accompanied by risks associated with achieving the individual Sustainable Development Goals (SDGs) and implementing the principles of the 2030 Agenda. Key challenges include pollution, immense expenditure, social impacts and conflicts.
Increasing environmental awareness and rising expectations regarding responsible mining and use of natural resources by producers and consumers require more transparent, socially acceptable and participatory management of the mining sector.
Following a phase of low mineral prices, the Andean region is expecting another mineral boom. This is due to the growing demand for minerals such as lithium, copper, gold and silver in particular, which are necessary for the transition to clean energy and transport. The establishment of sustainable supply chains, a more thorough alignment of the sector to the 2030 Agenda, and both environmentally friendly and socially responsible mineral production are key issues in the region. The importance of the Andean countries in this area is also reflected in Germany’s mineral partnerships with Peru and Chile.
The first steps have been taken towards aligning the mining sector to with the criteria for sustainability. However, the strategic discussion on the possible contribution of this sector of the economy to fulfilling the 2030 Agenda for Sustainable Development in the Andean countries is still in its infancy.

Objective
Andean countries have the conceptual frameworks for aligning the mining industry with selected SDGs in the 2030 Agenda.
Approach
The program supports Andean countries in identifying the potential and risks of the mining sector for sustainable development in accordance with the 2030 Agenda. It supports measures that strengthen regional cooperation and dialogue between the Andean countries in the thematic area of mining, with a view to encouraging positive contributions to the 2030 Agenda and reducing risks.
Together with a project by the Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), GIZ cooperates with the regional executing agency, the United Nations Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC), in three thematic areas:
• Policies and strategies
• Stakeholder governance - good governance of the stakeholder groups involved from the state, private sector and civil society
• Transfer of technology and innovation
The program works on a pilot basis in individual countries to encourage regional dialogue on specific issues. The exchange is based on documented experience from the Andean countries and international learning experiences. A key element of the program is the multi-stakeholder approach. This means that it works together with state actors, civil society organizations and businesses. Close cooperation between GIZ and BGR means that key issues of the mining industry can be comprehensively addressed by technical and development experts.

Results
The issue of sustainable mining management has been regionally embedded thanks to the program’s support. More than 800 people are discussing sustainability issues in the mining industry in networks involving various stakeholders.
Over 150 people have received training on a range of sustainability issues within the sector, such as implementing the Extractive Industries Transparency Initiative (EITI), combating tax fraud and evasion, as well as hazardous waste management.
The development of innovative mining technologies has been promoted through partnerships with the private sector.
The capacities of civil society organizations and regional and national networks for analysis and networking have been increased.