Programm zur Unterstützung der Dezentralisierungsprozesse im Bildungssektor in Honduras

Apoyo a los procesos de descentralización del sector educativo de Honduras

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2242.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Honduras

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Im Rahmen der Umsetzung des neuen Bildungsgesetzes erbringen Bildungsmanagement und -Verwaltung auf zentraler und dezentraler Ebene ihre Leistungen für Grundbildung und Vorschule in guter Qualität

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Secretaría de Relaciones Exteriores y Cooperación Internacional

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 258 983 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2013.2109.0

    Unterstützung der Dezentralisierungsprozesse im Bildungssektor

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    22.10.2014 - 30.08.2023
  • Aktuelles Projekt:01.01.2019 - 30.08.2023

Sonstige Beteiligte

  • GFA Consulting Group GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitehttps://www.giz.de/de/weltweit/77459.html

 

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Das Bildungssystem in Honduras steht vor großen Herausforderungen. Trotz einiger Fortschritte werden die gesteckten Ziele bezüglich Einschulungsquoten, Qualität des Unterrichts und Lernleistungen bisher nicht erreicht.
Den Schulen im ländlichen Raum fehlt es häufig an aktuellen Lehrmaterialien und partizipativen Lernmethoden. Die Bildungsreform und Dezentralisierung des Bildungssystems sind zwar gesetzlich verankert, werden jedoch bisher nur lückenhaft umgesetzt. Zentrale und dezentrale Bildungsverwaltungen erfüllen ihre Aufgaben für Vorschulerziehung und Grund- und Sekundarschulbildung nicht zufriedenstellend. Den verschiedenen Ebenen fehlen Kompetenzen und Ressourcen, um ihren Aufgaben nachzukommen. Korruption und mangelnde Transparenz verringern zudem die Qualität und Effizienz der Bildungsangebote. Die Zusammenarbeit muss auf allen institutionellen Ebenen verbessert werden, um die Bildungsreform umzusetzen.

Ziel

Die Bildungsqualität hat sich durch individuelle und institutionelle Maßnahmen verbessert.
Kinder und Jugendliche in den schwach entwickelten Regionen im Westen des Landes haben Zugang zu einem qualitativ hochwertigen und diskriminierungsfreien Schul- und Berufsbildungsangebot, das qualifizierte Abschlüsse ermöglicht.

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät das honduranische Bildungsministerium auf zentraler Ebene und in sechs Bezirksschulverwaltungen im strukturschwachen Westen des Landes. Ziel ist es, das Bildungsmanagement zu dezentralisieren und Bildungsprozesse transparenter und pädagogisch hochwertiger zu gestalten. Die Ebene der Schulverwaltungen in den Kommunen sowie der Schulnetzwerke sind für die Umsetzung in der zweiten Phase von besonderer Bedeutung.

Auf der Grundlage von Leitfäden der vorangegangenen Projektphase werden Prozesse in der Bildungsverwaltung umgesetzt. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft soll die Transparenz im System gestärkt werden. Das Vorhaben fördert die Digitalisierung von Prozessen, insbesondere in den Bereichen der Informationsvermittlung und der Transparenz gegenüber der Gesellschaft.

Das Vorhaben entwickelt in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Universität und regionalen Fortbildungszentren E-Learning-Fortbildungsangebote für Lehrer*innen. Diese werden beispielsweise in administrativen Prozessen des Bildungssystems (zum Beispiel Einstellung von Dozent*innen) geschult.
Darüber hinaus stärkt das Vorhaben Dialogräume, Gremien und Schulnetzwerke und verbessert damit die Beteiligungschancen von Schüler*innen, Elternverbänden sowie der Zivilgesellschaft. Besondere Schwerpunkte liegen in der Förderung von Mädchen und indigenen Kindern sowie der Inklusion von Kindern mit Behinderungen.
Außerdem ist die Aktualisierung der digitalen Plattform SIARED (Sistema Integrado de Administración de las Redes Educativas) geplant. Auf ihr werden die Fortschritte in den Schulnetzwerken dokumentiert.


Die Allianzen zwischen Akteuren im Bereich Bildung mit der Privatwirtschaft und den Kommunalverwaltungen werden ausgebaut. So können Investitionen im Bildungssystem wirkungsorientierter eingesetzt werden.

Synergieeffekte lassen sich mit dem Berufsbildungsvorhaben FOPRONH (GIZ) und dem Vorhaben zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur, PROMINE (KfW), erzeugen. Dadurch werden der Übergang vom 9. ins 10. Schuljahr und der Aufbau von zwei Modell-Berufsschulzentren in Schulnetzwerken unterstützt.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

The education system in Honduras faces great challenges. Despite some progress, the targets set for school enrolment rates, the quality of lessons, and learning performance have not yet been achieved.
Schools in rural areas often lack up-to-date teaching materials and do not make enough use of participatory learning methods. Although educational reform and the decentralisation of the education system are enshrined in law, implementation to date has been patchy. Central and decentralised education authorities are not executing their duties in the pre-school, primary and secondary education sector in a satisfactory manner. The various levels responsible for the sector do not have the skills and resources to perform their duties. Corruption and a lack of transparency also reduce the quality and efficiency of education services. Cooperation must be improved at all institutional levels if the educational reform is to be implemented.

Objective

Individual and institutional measures have improved the quality of education. Children and young people in the poorly developed regions in the west of the country have access to high-quality, discrimination-free school and vocational education services that allow them to achieve qualifications.

Approach

The project advises the Ministry of Education of Honduras at the central level and in six district school authorities in the economically underdeveloped west of the country. The objective is to decentralise education management and to improve the quality of education processes and make them more transparent. The municipal school authorities and the school networks are particularly important for implementation in the second phase.

Based on guidelines from the preceding project phase, processes will be implemented in educational administration. Transparency in the system is to be strengthened in cooperation with civil society. The project supports the digitalisation of processes, particularly in the areas of information provision and transparency towards society.
The project is working with the National Pedagogical University and regional training centres to develop e-learning training courses for teachers. They include, for example, training in administrative processes within the education system (e.g. hiring teachers).
In addition, the project strengthens dialogue spaces, committees and school networks, thereby improving the opportunities for pupils, parents’ associations and civil society to participate. Particular priority areas include supporting girls and indigenous children and promoting inclusion of children with disabilities.

The project also plans to update the digital platform SIARED (Sistema Integrado de Administración de las Redes Educativas). This is used to document progress made in the school networks.
Alliances between stakeholders in the education and training field and the private sector and municipal administrations are being expanded. This allows investment in the education system to be used more effectively.
Synergies can be generated with the vocational training project FOPRONH (GIZ) and the project for improving the school infrastructure, PROMINE (KfW Development Bank). This supports the transition from the ninth to the tenth year of school and the development of two model vocational school centres in school networks.