Förderung von Multi-Akteurs-Projekten für nachhaltige Textillieferketten

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.1000.3
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Kooperation zwischen privaten, staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zur Verbesserung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Arbeits- und Lebensbedingungen entlang der Textil-Lieferkette in Partnerländern ist wirksam.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:6 463 099 Euro

Kombifinanzierung

  • KiK Textilien und Non-Food GmbH: 71 239Euro

  • Otto GmbH & Co. KG: 80 000Euro

  • TCHIBO GmbH; Hamburg: 80 000Euro

  • Hugo Boss AG: 80 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2020.1008.0

    Förderung von Multi-Akteurs-Projekten für nachhaltige Textillieferketten

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    16.05.2017 - 30.07.2023
  • Aktuelles Projekt:01.02.2017 - 07.09.2021

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    32163 Textilien, Lederwaren und Ersatzprodukte

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Textil- und Bekleidungsindustrie hat sich in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt, der insgesamt mehr als 75 Millionen Menschen, dabei vor allem Frauen, Arbeitsplätze und Einkommen bietet. Gleichzeitig prägen prekäre Arbeitsbedingungen die Branche und menschenrechtliche, soziale und ökologische Standards werden nur unzureichend eingehalten. Die Arbeitslöhne sind niedrig und decken zumeist nicht das Existenzminimum der Arbeiter*innen ab. Soziale Sicherungssysteme sind selten vorhanden und arbeitsrechtliche Bestimmungen werden häufig umgangen oder nur unzureichend kontrolliert. Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder gar deren Gründung führt häufig zu Repressionen oder Entlassungen. Außerdem entstehen Umweltbelastungen, beispielsweise durch die unsachgemäße Entsorgung von Chemikalien oder durch die Einleitung von verschmutztem Produktionswasser in Flüsse. Dies alles hat negative Auswirkungen auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Angestellten und auch der Menschen, die in der Nähe von Produktionsbetrieben leben.
Aufgrund der wachsenden Komplexität und der mangelnden Transparenz in den Lieferketten kann keiner der Akteure diese Herausforderungen alleine bewältigen. Dementsprechend setzt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf die Bündelung von Aktivitäten in sogenannten Multi-Akteurs-Projekten (MAP), in denen Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam Projekte planen und realisieren.

Ziel
Die sozialen, ökologischen und ökonomischen Arbeits- und Lebensbedingungen entlang der Textil-Lieferkette sind verbessert.

Vorgehensweise
Die praktische Umsetzung der MAP erfolgt zum einen innerhalb des Bündnisses für nachhaltige Textilien (BnT) durch sogenannte Bündnisinitiativen. Hierbei berät das Vorhaben das BMZ hinsichtlich seines organisatorischen und finanziellen Beitrags zur Umsetzung. Aktuell gibt es drei Bündnisinitiativen: „Verbesserung der Sozialstandards in Tamil Nadu", „Reduktion gefährlicher Chemikalien in Nassprozessen durch Chemikalien- und Umweltmanagement" und „Zahlung existenzsichernder Löhne entlang der textilen Lieferkette".
Zum anderen treibt das Vorhaben auch außerhalb des BnT Projekte entlang der Textil-Lieferkette in Kooperation mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und strategischen Partnern voran. Dabei werden Projekte über die institutionelle Förderung von Partnern (wie Stiftungen oder Nichtregierungsorganisationen) oder in Kooperation mit Partnern vor Ort umgesetzt.
Darüber hinaus erhalten MAP-interessierte Akteure aus Deutschland und den Partnerländern sowie der Auftraggeber (BMZ) Zugang zu Beratungsleistungen für die Entwicklung und Umsetzung von MAP.

Wirkungen
- Durch die Bündnisinitiative „Verbesserung der Sozialstandards in Tamil Nadu" wurden bisher mehr als 10.000 Arbeiter*innen (davon fast 70 Prozent Frauen) durch Schulungen über ihre Arbeitsrechte aufgeklärt.
- De Bündnisinitiative „Reduktion gefährlicher Chemikalien in Nassprozessen durch Chemikalien- und Umweltmanagement" hat in China, Pakistan und der Türkei jeweils ein Basic Training zum Chemikalienmanagement für Mitarbeiter*innen von Zuliefererbetrieben durchgeführt. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The textile and clothing industry has become a key sector of the economy in many developing countries and emerging economies, providing jobs and income for more than 75 million people, primarily women. However, at the same time, precarious working conditions are common in the sector and human rights and social and environmental standards are insufficiently upheld. Wages are low and in most cases do not enable the employees to maintain the minimum subsistence level. Social security systems are rarely in place and labour law provisions are frequently circumvented or only inadequately monitored. Membership in a trade union, or simply the founding of such a union, often results in reprisals or dismissal. There are also environmental impacts, for example as a result of improper disposal of chemicals or the discharge of polluted production water into rivers. All of this has negative effects on the employees’ working and living conditions and those of people who live close to production facilities.
The increasing complexity and lack of transparency in the supply chains mean that none of the stakeholders can master the challenges alone. Accordingly, the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) places an emphasis on bundling activities in what are known as multi-stakeholder projects (MSPs), in which stakeholders from politics, business and civil society plan and implement projects together.

Objective
The social, ecological and economic working and living conditions along the textile supply chain are improved.

Approach
MSPs are being implemented within the Partnership for Sustainable Textiles, through its Partnership Initiatives. For this, the project advises BMZ with regard to its organisational and financial contribution to implementation. There are currently three Partnership Initiatives: ‘Improving social standards in Tamil Nadu’, ‘Reduction of hazardous chemicals in wet processes through chemical and environmental management’ and ‘Payment of living wages along the textile supply chain’.
The project also cooperates with German development cooperation and strategic partners to drive forward other projects along the textile supply chain outside the Partnership for Sustainable Textiles. Here, projects are implemented by means of institutional support for partners (such as foundations or non-governmental organisations) or in cooperation with partners on the ground.
In addition, the commissioning party (BMZ) and stakeholders from Germany and the partner countries with an interest in MSPs receive access to advisory services for developing and implementing MSPs.

Results
- Through the Partnership Initiative ‘Improving social standards in Tamil Nadu’, more than 10,000 workers (of whom almost 70 per cent are women) have so far been made aware of their labour rights through training sessions.
- The Partnership Initiative ‘Reduction of hazardous chemicals in wet processes through chemical and environmental management’ has held basic training courses on chemical management for the employees of supplier companies in China, Pakistan and Turkey.