Politikberatung in der Kommunal- und Stadtentwicklung

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.2015.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G430 Cities
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Kolumbien, Indien, Mexiko, Südafrika

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Kapazitäten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von Durchführungsorganisationen und strategischen Partnern sind im Hinblick auf die Umsetzung der New Urban Agenda (NUA) im Rahmen der Agenda 2030 gestärkt. Verringerte Treibhausgas-Emissionen und erhöhte Klimaresilienz in Städten durch erschlossene Finanzierung für klimarelevante Investitionen.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:8 198 289 Euro

Kombifinanzierung

  • Department for Energy Security & Net Zero (bis 02/2023 BEIS): 1 373 372Euro

  • US Agency for International Development: 694 729Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2013.2099.3

    Politikberatung in der Kommunal- und Stadtentwicklung

Nachfolger-Projekt

  • 2020.2146.7

    SV Stadt

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    20.12.1999 - 30.09.2027
  • Aktuelles Projekt:01.10.2017 - 30.10.2020

Sonstige Beteiligte

  • Arge GOPA Infra GmbH-adelphi

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Welt von morgen wird städtisch sein. Schon heute leben 55 Prozent der Menschen in Städten, bis 2050 werden es mehr als drei Viertel, rund sieben Milliarden Menschen, sein. Schnelligkeit und Ausmaß der Urbanisierung schaffen große globale Herausforderungen: Beispielsweise leben aktuell etwa 880 Millionen Menschen in Slums und drei Viertel der globalen Treibhausgasemissionen entstehen in Städten. Städte bieten aber auch viele Lösungen und Chancen für eine nachhaltige Welt. Sei es Klimaschutz, Armutsbekämpfung oder Sicherheit: Schon kleine Veränderungen können hier große Wirkungen erzielen und viele Menschen gleichzeitig erreichen. Die Gestaltung von Urbanisierung und die Förderung nachhaltiger Stadtentwicklung sind deshalb entscheidend, um die globalen Entwicklungsziele zu erreichen. Nur mit, durch und in Städten sind diese Ziele erreichbar.
Ziel
Die deutsche Entwicklungspolitik zur Kommunal- und Stadtentwicklung setzt die international vereinbarte Neue Urbane Agenda im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren Partnern erfolgreich um.
Vorgehensweise
Das Vorhaben berät das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei der Verankerung nachhaltiger Urbanisierung und integrierter Stadtentwicklung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Es unterstützt dazu die strategische Aufbereitung von Kernthemen wie nachhaltiges Bauen, Kommunalfinanzierung und Städte im Klimawandel. Um den Wissensaustausch über gute Praktiken, Herausforderungen und Chancen nachhaltiger städtischer Entwicklung, lokaler Regierungsführung und Dezentralisierung zu fördern, betreibt das Vorhaben im Auftrag des Ministeriums den Weblog URBANET.
Gleichzeitig unterstützt das Vorhaben das BMZ bei der Positionierung eines zeitgemäßen Verständnisses von Stadtentwicklung in entwicklungspolitischen Leitprozessen, beispielsweise bei Klimaverhandlungen und der Umsetzung der Entwicklungsziele. Die drei übergeordneten Ziele des Ministeriums stehen dabei im Zentrum: 1) Städte sind handlungsfähig und gestalten nachhaltige Entwicklung aktiv. 2) Städte sind für alle Bewohner*innen lebenswert. 3) Städtische Entwicklung vollzieht sich innerhalb der ökologischen Grenzen unseres Planeten.
Um diese Ziele in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und international zu verankern, arbeitet das Vorhaben seit vielen Jahren eng mit strategischen Partnern – der Cities Alliance, UN-Habitat und den Städteverbänden C40 und ICLEI – zusammen.
Wirkungen
Die umfassende Beratung zur Ausarbeitung und Umsetzung von Kernthemen nachhaltiger Stadtentwicklung verbessert die Fähigkeit der deutschen Entwicklungspolitik, ressort- und branchenübergreifende Themen im städtischen Raum systematisch und ganzheitlich zu bearbeiten. Durch die konzeptionelle Arbeit und den Dialog mit deutschen wie internationalen Partner*innen und Expert*innen werden wirkungsvolle Ansätze zur nachhaltigen Stadtentwicklung verbreitet. Die kontinuierliche Einbindung von Vertreter*innen aller Interessensgruppen, vor allem von Städten und zivilgesellschaftlichen Akteuren, befördert ihre Anerkennung und Beteiligung in internationalen Politikprozessen. Die regelmäßige Zusammenarbeit beim World Urban Forum, der weltweit bedeutendsten Konferenz zu Urbanisierung und Stadtentwicklung, ist dafür zentral.
Durch die Kooperation mit der Cities Alliance fördert das Vorhaben die Verankerung einer armutsorientierten Stadtentwicklungspolitik. Auf diesem Weg stärkt das Vorhaben Beteiligungs- und Zugangsrechte benachteiligter Bevölkerungsgruppen und ihre Teilhabe an städtischer Entwicklung.
Durch Mittel des britischen Ministeriums für Unternehmen, Energie und Industrie (BEIS) werden Partnerstädte von C40 bei der Einführung von Klimaaktionsplänen unterstützt. Das hilft, den Ausstoß von Treibhausgasen in den Partnerstädten bereits bis zum Jahr 2020 drastisch sinken. Die Pläne ermöglichen den Städten außerdem ein kontinuierliches Monitoring ihrer Emissionen und Klimarisiken.
Die Kooperation mit C40 führte zu Beginn des Jahres 2017 zur Bildung der C40 Cities Finance Facility (CFF) als Bestandteil des Vorhabens. Diese Partnerschaft unterstützt Städte bei der Projektvorbereitung und Anbahnung von Finanzierungen für klimafreundliche Projekte. Die CFF hat mit USAID, der US-amerikanischen Behörde für Internationale Entwicklung, und BEIS neben dem BMZ weitere zentrale Geber gewonnen. Sie wurde Ende des Jahres 2018 in ein eigenständig tätiges Globalvorhaben überführt.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Tomorrow’s world will be urban. Today, 55 per cent of people already live in cities, and by 2050 this will have risen to more than three quarters – around seven billion people. The speed and scale of urbanisation is creating huge global challenges. For example, some 880 million people currently live in slums, and three quarters of global greenhouse gas emissions are produced in cities.
Nevertheless, cities also offer many solutions and opportunities for a sustainable world. Even small changes in cities, be it climate change mitigation, fighting poverty or improving safety, can have a great impact and reach large numbers of people simultaneously. That is why the shaping of urbanisation and the promotion of sustainable urban development are crucial to achieving global development goals. These goals are only achievable with, through and in cities.
Objective

German development cooperation in the field of municipal and urban development is successfully implementing the internationally agreed New Urban Agenda with its partners, in line with the 2030 Agenda for Sustainable Development.
Approach

The sector project provides advice to the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) on mainstreaming sustainable urbanisation and integrated urban development in German development cooperation. It also supports the strategic development of core topics such as sustainable construction, municipal funding and cities in times of climate change. To encourage the sharing of knowledge on good practices, challenges and opportunities in sustainable urban development, local governance and decentralisation, the project runs the weblog URBANET on behalf of the ministry.
At the same time, the project supports BMZ in implanting a modern understanding of urban development in key development policy processes, such as climate change negotiations and the achievement of the Sustainable Development Goals (SDGs). In doing so, it bases its work on the Ministry’s three major objectives: 1) Cities have the capacity to take action and actively shape sustainable development. 2) Cities are liveable for everyone. 3) Urban development takes place within our planet’s ecological boundaries.
In order to embed these objectives in German development cooperation as well as internationally, the project has for many years been collaborating closely with the strategic partners the Cities Alliance and UN-Habitat, and with the cities networks C40 and ICLEI.
Results
The comprehensive advice on developing and implementing the core topics of sustainable urban development is improving the potential of German development policy to address cross-departmental and cross-sectoral issues in urban areas, systematically and holistically. The project shares effective approaches to sustainable urban development by means of conceptual work and dialogue with German and international partners and experts.
Continuous and close cooperation with representatives of all interest groups, particularly cities and civil society stakeholders, promotes their recognition and involvement in international policy processes. Regular collaboration at the World Urban Forum, the most important conference on urbanisation and urban development in the world, is of central importance in this regard.
Through cooperation with the Cities Alliance, the project encourages the mainstreaming of a pro-poor urban development policy. In this way, it strengthens the right of disadvantaged social groups to participate in and access urban development.
Funding from the British Department for Business, Energy and Industrial Strategy (BEIS) is used to support partner cities of C40 in the implementation of climate action plans, intended to contribute to substantial reductions in their greenhouse gas emissions by 2020. The plans also enable these cities continuously to monitor their greenhouse gas emissions and climate risks.
In early 2017, the cooperation with C40 led to the creation of the C40 Cities Finance Facility (CFF) as part of the project. This partnership supports cities in preparing climate-friendly projects and identifying sources of financing for them. Besides BMZ, the CFF has attracted further key donors in the shape of the United States Agency for International Development (USAID) and BEIS. At the end of 2018, the CFF became an independent global project.