Development of the Urban Water and Sanitation Sector

Project details

  • Project number:2017.2060.6
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: South Sudan

Summary

  • Objectives:

    Access to water supply, sanitation and hygiene has improved for conflict affected internally displaced persons and host communities.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministry of Electricity, Dams, Irrigation and Water Resources

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:8 970 860 Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous project

  • 2013.2278.3

    Entwicklung des städtischen Wasser- und Sanitärsektors im Südsudan

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    19.11.2008 - 30.01.2021
  • Actual project implementation phase:01.08.2017 - 30.01.2021

other participants

  • not available

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

 

Project description (DE)

Ausgangssituation

Infolge des jahrzehntlangen Bürgerkriegs ist die Wasserinfrastruktur im Südsudan unterentwickelt. Investitionen bleiben aus und mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, noch weniger Menschen haben Zugang zu angemessener Sanitärversorgung. Der jüngste Konflikt (seit Juli 2016) verschärfte die Situation für die Bevölkerung zusätzlich, vor allem für über 2 Millionen intern Vertriebene und die Aufnahmegemeinden.
Im Wasser- und Sanitärsektor fehlen die institutionellen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung. Es herrscht gravierender Mangel an qualifiziertem Personal und Know-how auf allen Ebenen, von den Wasserbetrieben bis zu den verantwortlichen Verwaltungen und den zuständigen Ministerien. Die Bevölkerung ist größtenteils auf die Nutzung von unbehandeltem Wasser aus Flüssen, Brunnen und Quellen angewiesen.

Ziel

Vom Konflikt betroffene Binnenflüchtlinge und die Bevölkerung der aufnehmenden Gemeinden haben verbesserten Zugang zu Trinkwasser, Sanitärversorgung und Hygienemaßnahmen.

Vorgehensweise

Die GIZ unterstützt die Aufrechterhaltung des Betriebs der Trinkwasser- und Sanitärversorgung in den Städten Torit, Yambio und Yei. Das Vorhaben verfolgt einen armutsorientierten Ansatz und will bezahlbare Wasser- und Sanitärversorgung für die Bevölkerung sichern.
Das Vorhaben baut dazu auf vorherigen Phasen auf. So wurde das Wasserministerium bei einem Gesetz beraten, das einen umfassenden rechtlichen Rahmen zur institutionellen Reform des Wassersektors formuliert, sowie bei einer Investitionsplanung. Darüber hinaus wurden Partnerinstitutionen dabei unterstützt, erste Regulierungsinstrumente zu erarbeiten. Das Programm unterstützte den Aufbau von öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen und schaffte damit die Voraussetzungen für Investitionen der KfW Entwicklungsbank in die Wasser- und Sanitärinfrastruktur. Dies geschah im Rahmen eines Consultingvertrags mit der GFA Consulting Group und in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Gebietskörperschaften. Bis Dezember 2014 unterstütze die Agence Francaise de Developpement (AFD) weitere Aktivitäten über eine Kofinanzierung.
Aufgrund der Entwicklungen seit Juli 2016 und wiederkehrender Choleraepidemien werden Maßnahmen intensiviert und erweitert, um vor allem die Trinkwasserversorgung aufrechtzuerhalten. Die Wasserversorger werden beim Betrieb der Wasser- und Sanitärinfrastruktur finanziell und technisch weiterhin unterstützt. Die Grundversorgung der Bevölkerung wird durch den Verkauf von sauberem Wasser an Wasserkiosken zu bezahlbaren Preisen so mehrheitlich sichergestellt.
Wesentliche Voraussetzungen für eine verbesserte Hygiene- und Sanitärversorgung in Haushalten und Schulen sind so geschaffen, damit wasserinduzierte Krankheiten reduziert werden können. Selbst gesundheitlich unbedenkliches Wasser vom Wasserkiosk wird während des Transportes oder der Lagerung im Haushalt häufig verunreinigt. Geschulte Frauen, die sogenannten Safe Water Champions, vermitteln Wissen und leiten den sachgemäßen Umgang mit Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene an. Mit Unterstützung der Nichtregierungsorganisation AMREF werden derzeit 280 Frauen als Multiplikatorinnen ausgewählt und trainiert. Ferner werden Gesundheitszentren beim Monitoring von Durchfallerkrankungen und Cholera unterstützt.
Für ausgewählte Schulen in den Projektstädten erarbeitet die GIZ Konzepte für bessere Hygiene und Sanitärversorgung. Daraufhin werden Baumaßnahmen in den Schulen geplant, zum Beispiel die Instandsetzung oder der Neubau von Toiletten, vor allem Komposttoiletten, sowie von Handwaschstationen. Nach Möglichkeit werden Schulgärten eingerichtet, in denen die Nutzung des anfallenden Komposts gewährleistet werden kann. Weiterhin dienen die Gärten zur Wissensvermittlung, unterstützen die Schulernährung oder, durch den Verkauf der Erträge, die Finanzierung von Seife. Einfache Präventionsmaßnahmen werden zudem in den Schulalltag integriert, beispielsweise gemeinsames Händewaschen mit Seife und das regelmäßige Säubern der Sanitäranlagen.

Wirkungen

Mindestens 50.000 Personen profitieren vom Zugang zu sicherem Trinkwasser. 3 Wasserversorger wurden gegründet und in Betrieb und Instandhaltung der Anlagen geschult. Voraussetzungen für Investitionen der KfW Entwicklungsbank wurden in 3 Städten geschaffen. Das von der GIZ eingeführte Betreibermodell wird vom Wasserministerium als Reformmodell anerkannt. Die städtische Bevölkerung ist für Hygiene und den Umgang mit Trinkwasser sensibilisiert. Seit 2013 wurden 15.000 Schüler und Lehrkräfte und mehr als 6.600 Haushalte mit Hygienemaßnahmen erreicht. Etwa 4.000 Personen in Juba und Yei haben Zugang zu verbesserter Sanitärversorgung.
Ein nationales Wassergesetzt liegt seit 2013 zur Ratifizierung vor. Eine Strategie zur städtischen Wasser- und Sanitärversorgung sowie ein Investitionsplan für den Sektor wurden ebenfalls 2013 veröffentlicht. Wichtige Schritte zur institutionellen Reform des Wassersektors sind damit getan. 

 

Project description (EN)


Context

Decades of civil war have hampered development of the water infrastructure in South Sudan. Investments have not been made, over half of the population has no access to clean drinking water, and even fewer people have access to adequate sanitation. The latest conflict (since July 2016) has further exacerbated the situation for the population, especially for more than 2 million internally displaced persons and their host communities.
The water supply and sanitation sector lacks the institutional framework for sustainable development. There is a serious shortage of qualified personnel and know-how at all levels, from the water utilities to the responsible administrative bodies and ministries. Most of the population has to resort to using untreated water from rivers, wells and springs.

Objective

Conflict-affected internally displaced persons and the populations in host communities have better access to drinking water, sanitation and hygiene measures.

Approach

GIZ helps maintain the operation of drinking water and sanitation facilities in the cities of Torit, Yambio and Yei. The project adopts a pro-poor approach and aims to secure affordable water and sanitation for the population.

To this end, the project follows up on previous phases. It has, for example, advised the Ministry of Water and Irrigation on drafting legislation that creates a comprehensive legal framework for the institutional reform of the water sector, and on investment planning. It has also supported partner institutions in framing initial regulatory instruments. The project has assisted in establishing public water utilities, paving the way for investments by KfW Development Bank in the water supply and sanitation infrastructure. This was carried out under a consultancy contract with the GFA Consulting Group and in close cooperation with the local authorities. Until December 2014, the Agence Française de Développement (AFD) supported additional activities as part of a cofinancing arrangement.

In response to developments since July 2016 and recurrent cholera epidemics, measures have been stepped up and extended to maintain the drinking water supply in particular. The project continues to provide water utilities with financial support and technical assistance for operation of the water supply and sanitation infrastructure. This assures the basic supply to the majority of the population through the sale of clean water by water kiosks at affordable prices.

Major foundations have therefore been laid for improved hygiene and sanitation in households and schools to reduce the incidence of water-borne diseases. Even hygienically safe water from water kiosks is frequently contaminated during transport or storage in households. Trained women, called safe water champions, spread know-how and provide instruction on the proper handling of water and on sanitation and hygiene practices. With support from the non-governmental organisation AMREF, 280 women are currently being selected and trained as multipliers. Health care centres are also being assisted in monitoring diarrhoea and cholera.
GIZ designs schemes for improved hygiene and sanitation at selected schools in the project cities. Building measures are then planned in the schools, e.g. the repair or construction of toilets, primarily composting latrines, and hand-washing stations. Where possible, school gardens are created where the compost produced can be put to use. These gardens can also be used for learning purposes, contributing to school meals or financing the purchase of soap through the sale of produce. Simple preventive measures are also integrated into everyday school life, group hand-washing with soap and regular cleaning of sanitary facilities, for example.

Results

At least 50,000 people have benefited from access to safe drinking water. Three water utilities have been established and personnel trained in the operation and maintenance of facilities. Preparations have been made for investments by KfW Development Bank in the three cities. The operator model introduced by GIZ has been recognised by the Ministry of Water and Irrigation as a model for reform.
The urban population has been made aware of the importance of hygiene and how to handle drinking water. Since 2013, hygiene measures have reached 15,000 schoolchildren and teachers and more than 6,600 households, and about 4,000 people now have access to improved sanitation in Juba and Yei.
National water legislation has been awaiting ratification since 2013. A strategy for the urban water supply and sanitation and an investment plan for the sector were also published in 2013. Major steps have therefore been taken towards institutional reform in the water sector.