Förderung der ländlichen Elektrifizierung durch erneuerbare Energien (PERER) III
Projektdetails
- Projektnummer:2017.2074.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Madagaskar
Zusammenfassung
- Ziele:
Der rechtliche und administrative Rahmen für öffentliche und private Investitionen in die Stromversorgung durch Erneuerbare Energien ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Energie und Kohlenwasserstoffe
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:11 045 268 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2014.2281.5
Förderung der ländlichen Elektrifizierung durch erneuerbare Energien
Nachfolger-Projekt
2021.2079.8
Förderung der ländlichen Elektrifizierung durch erneuerbare Energien (PERER) III
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 18.12.2014 - 31.03.2026 - Aktuelles Projekt:01.04.2019 - 30.01.2023
Sonstige Beteiligte
- GOPA International Energy
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Hauptziel
CRS-Schlüssel
23210 Energieerzeugung, erneuerbare Quellen – verschiedene Technologien
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Nur 15 Prozent der Bevölkerung in Madagaskar haben Zugang zu Elektrizität. In ländlichen Regionen, in denen mehr als zwei Drittel der Bevölkerung leben, sind es nur 6 Prozent.
Um ihren Energiebedarf zu decken, verwenden die meisten Haushalte Brennholz, Petroleumlampen, Kerzen, Kohle oder Dieselgeneratoren. Wegen des eingeschränkten Energiezugangs ist die soziale Infrastruktur nur zeitweise sichergestellt. Das betrifft beispielsweise Schulen oder Gesundheitszentren. Ohne Zugang zu Strom kann sich auch die Wirtschaft nicht ausreichend entwickeln. Unzureichender Zugang zu Elektrizität und nicht ausreichende Strommengen hemmen die Entwicklung des Landes somit deutlich.
Ziel
Akteure des Energiesektors nutzen die verbesserten institutionellen und finanziellen Rahmenbedingungen für Investitionen in die Elektrifizierung durch erneuerbare Energien.
Vorgehensweise
Um den Stromsektor Madagaskars für öffentliche und private Investoren attraktiver zu gestalten und Investitionen abzusichern, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden. Die GIZ arbeitet mit dem Ministerium für Energie, Wasser und Kohlenwasserstoff (MEEH), dem Regulierungsbüro Elektrizität (ORE) und der Agentur zur Förderung der ländlichen Elektrifizierung (ADER) sowie mit weiteren öffentlichen und privaten Akteuren zusammen. Mit dem Programm PERER trägt sie zu Effizienz, Wirksamkeit und vor allem zur Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen im Sektor bei:
- Verbesserung von Transparenz- und Regulierungsmechanismen im Energiesektor durch die Verbesserung des gesetzlichen Rahmens, die Einführung eines Energieinformationssystems, die Digitalisierung von Prozessen, sowie durch die Entwicklung von Netzanschlussbedingungen (Grid Code).
- Verbesserung der Vergabemechanismen von Konzessionen und Finanzmittel für die ländliche Elektrifizierung durch Optimierung der Ausschreibungsverfahren und die Unterstützung bei der Einrichtung des Nationalen Fonds für nachhaltige Energie (FNED).
- Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft und ausgewählten Bildungsinstitutionen für die Ausbildung von Fachkräften und die Weitergabe von Kenntnissen und Fähigkeiten zum wirtschaftlichen Einsatz erneuerbarer Energien, um technisch exzellente und kreditwürdige Projekte zu entwickeln.
Wikungen
Ein öffentlich zugängliches Energieinformationssystem ermöglicht seit August 2019 den Zugang zu Sektorinformationen, unterstützt Investitionsentscheidungen und trägt zu einer erhöhten Transparenz im Energiesektor bei.
Das Investitionsklima im Sektor wurde bei der Überarbeitung des Elektrizitätsgesetzes verbessert. Seitdem konnten mehr als 100 neue Unternehmensgründungen im Energiesektor verzeichnet werden.
Seit 2019 können unabhängige Stromproduzenten ihre Geschäftsmodelle über die Regionale Liquiditätsunterstützungsfazilität (RLSF) der African Trade Insurance Agency (ATI) versichern.
Durch die ersten zwei Ausschreibungsrunden zur ländlichen Elektrifizierung, welche von ADER durchgeführt und von PERER unterstützt wurden, konnten Entwicklungsrechte für insgesamt 8 Mini-Grid Konzessionen (solar PV und Wasserkraft) in verschiedenen Regionen des Landes vergeben werden. Insgesamt sollen hierdurch mehr als 60.000 Haushalte in den nächsten drei Jahren nachhaltig mit Strom versorgt werden.
Die Konzessionsverhandlungen zwischen madagassischem Staat und privaten Projektentwicklern für zwei netzgekoppelte Wasserkraftwerke (120 MW und 192 MW) stehen kurz vor dem Abschluss. Sie werden entscheidend zur geplanten Verdoppelung der Produktionskapazität von derzeit 550 MW beitragen.
Externe Links
www.energie.mg