Umsetzung von Kompensationsmechanismen zur Minderung von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung (REDD III)

Reduccion de gases efecto invernadero de deforestacion y degradacion en Centro América y Republica Dominicana

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.2179.4
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Zentralamerikanisches Integrationssystem SG-SICA, Belize, Costa Rica, Dominikanische Republik, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama, El Salvador

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Mitgliedsländer der Zentralamerikanischen Kommission für Umwelt und Entwicklung (Comisión Centroamericana de Ambiente y Desarrollo - CCAD) haben Finanzierungsmechanismen zur Forstwirtschaft und Waldbewirtschaftung mit robusten Qualitätsstandards konsolidiert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Sistema de la Integración Centroamericana

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:3 900 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2013.2267.6

    Reduktion von Treibhausgasemissionen aus Entwaldung und Walddegradierung in Mittelamerika und der Dominikanischen Republik

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    22.10.2009 - 08.04.2021
  • Aktuelles Projekt:01.04.2018 - 08.04.2021

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitewww.reddccadgiz.org

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Signifikantes Nebenziel

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    31210 Forstpolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)


Ausgangssituation

Auf einem Gebiet von nur 0,5 Prozent der Erdoberfläche befinden sich in Zentralamerika etwa acht Prozent der weltweiten biologischen Vielfalt an Land. Diese steht jedoch unter enormen Druck: Bodenzerstörung, Waldverluste und Monokulturen erhöhen die ohnehin schon hohe Anfälligkeit für die Folgen des Klimawandels in der Region. Auch das große Bevölkerungswachstum sowie Armut und schwache politische Strukturen führen zu erhöhtem Druck auf die forstlichen Ressourcen. Ursprünglich arten- und kohlenstoffreiche Waldgebiete werden immer weiter ausgedünnt und durch vorübergehende landwirtschaftliche Nutzung verödet. Die Mitgliedsländer des mittelamerikanischen Integrationssystems (Sistema de la Integración Centroamericana, SICA) möchten dieser Entwicklung entgegenwirken und befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Umsetzung von nationalen REDD+-Strategien. REDD+ steht für „Reducing Emissions from Deforestation and Degradation" (Reduzierung von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung). So sind bisher nicht alle Länder in der Lage, internationale und nationale Mittel für die nötige Umsetzung und das Monitoring von Maßnahmen des Waldschutzes zu akquirieren und umzusetzen.

Ziel

Die Mitgliedsländer der Zentralamerikanischen Kommission für Umwelt und Entwicklung (Comisión Centroamericana de Ambiente y Desarrollo, CCAD) haben Finanzierungsmechanismen gefestigt, mit denen Maßnahmen des Waldschutzes und der Waldbewirtschaftung mit Qualitätsstandards sowie deren Monitoring umgesetzt werden.

Vorgehensweise

Für die Durchführung des Vorhabens auf Partnerseite ist die CCAD verantwortlich. In den Ländern sind die entsprechenden Ministerien für Umwelt beziehungsweise Landwirtschaft zuständig. Das Vorhaben ist in den einzelnen Mitgliedsländern des SICA in unterschiedlicher Intensität tätig und arbeitet zu den drei Themen Finanzierungsmechanismen, Dialogplattformen und Monitoring.

Das Vorhaben arbeitet daran, die Partner in die Lage zu versetzen, Finanzierungen zu beantragen, Finanzierungsmechanismen umzusetzen und die Umsetzung von Waldmaßnahmen wie Walderhalt oder Aufforstung unter Einhaltung von Qualitätsstandards zu überwachen. Die Länder werden zudem zur Übereinstimmung von REDD+-Strategien und den national festgelegten Beiträgen zum Pariser Klimaabkommen (Nationally Determined Contributions, NDCs) beraten. Hierzu werden die Erfahrungen einzelner Länder aufgearbeitet und im Rahmen von Workshops den anderen Ländern präsentiert.

Des Weiteren unterstützt das Vorhaben bestehende Dialogplattformen beim Wissensmanagement. Diese Dialogplattformen sind Arbeitsgruppen aus Vertreter*innen der verschiedenen Länder und arbeiten konkrete Vorschläge zu spezifischen Themen aus. Es geht dabei vor allem darum, die Ergebnisse der Plattformen in den nationalen Politikdialog sowie den regionalen SICA/CCAD-Kontext einzubringen. Ein besonderer Fokus liegt auf den Themen Gender und der Berücksichtigung der Interessen und Rechte der indigenen Gruppen.

Das Vorhaben zielt außerdem darauf ab, ein Monitoringsystem zur Messung der Wirkungen von Waldschutz und Waldmanagement nachhaltig zu etablieren. Länder, die bereits ein solches System entwickelt haben, werden bei dessen Aktualisierung unterstützt. In anderen Ländern wird zunächst der Aufbau des Systems begleitet. Dabei wird vor allem auf die Erfahrungen des Vorgängerprojektes sowie auf den Austausch über die Dialogplattformen aufgebaut.

Wirkungen

In El Salvador und der Dominikanischen Republik wurde das für die Region entwickelte Protokoll für die Durchführung von Waldinventuren an die jeweiligen nationalen Rahmenbedingungen angepasst. Es wird nun ohne finanzielle Unterstützung des Vorhabens angewendet und regelmäßig mit den entsprechenden Daten zu Ausdehnung und Zustand des Waldes aktualisiert. Darüber hinaus wurde das technische Waldkomitee der CCAD dabei unterstützt, in den operativen Plan der regionalen Waldstrategie Aktivitäten zur Wiederherstellung von Waldökosystemen mit einem Fokus auf Gender und indigene Völker einzubringen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)




Context

An area in Central America constituting just 0.5 per cent of the Earth’s surface accounts for around eight per cent of worldwide biodiversity on land. However, it is subject to huge pressure. Already very susceptible to the consequences of climate change, the region is becoming even more vulnerable as a result of soil degradation, deforestation and monocultures. Rapid population growth, poverty and weak political structures are also increasing the pressure on forest resources. Forest areas that were originally rich in species and carbon-rich are being progressively depleted and degraded as a result of temporary agricultural use. The member states of the Central American Integration System (Sistema de la Integración Centroamericana, SICA) want to combat this development and are at different stages in the implementation of national REDD+ strategies. REDD+ stands for Reducing Emissions from Deforestation and Degradation. For example, not all countries are yet in a position to acquire and use international and national funds for the necessary implementation and monitoring of forest conservation measures.

Objective

The member states of the Central American Commission for Environment and Development (Comisión Centroamericana de Ambiente y Desarrollo, CCAD) have consolidated financing mechanisms for implementing forest conservation and forest management measures with quality standards and the associated monitoring.

Approach

CCAD is responsible for implementing the project on the partner side. In the various countries, the relevant ministries for the environment or agriculture are responsible. The project is operating with differing degrees of intensity in the individual SICA member states and is working on the three issues of financing mechanisms, dialogue platforms and monitoring.

The project is working on enabling the partners to request financing, implement financing mechanisms and monitor the implementation of measures such as forest conservation and reforestation while adhering to quality standards. It is also advising the countries on coordinating REDD+ strategies and the Nationally Determined Contributions (NDCs) to the Paris Climate Agreement. To this end, it is compiling the experiences of individual countries and presenting them to the other countries at workshops.

In addition, the project is supporting existing dialogue platforms with regard to knowledge management. These dialogue platforms are working groups consisting of representatives from the various countries and they develop concrete proposals for specific issues. The main aim here is to incorporate the results from the platforms into national political dialogue and the regional SICA/CCAD context. A particular emphasis is being placed on gender issues and consideration of the interests and rights of the indigenous groups.

The project also aims to establish a monitoring system in the long term to measure the impacts of forest conservation and forest management. Countries that have already developed such a system are receiving assistance in updating it. In other countries, the project is first supporting system development, in particular building on the experience gained in the previous project and on exchanges on the dialogue platforms.

Results

In El Salvador and the Dominican Republic, the protocol developed for the region for the implementation of forest inventories has been adapted to the respective national framework conditions. It is now applied without any financial support from the project and is regularly updated with the relevant data regarding the expansion and condition of the forest. Moreover, the project is supporting the CCAD’s technical forest committee in incorporating activities to restore forest ecosystems into the operational plan of the regional forest strategy with an emphasis on gender and indigenous peoples.