Stärkung der beschäftigungsorientierten Berufsbildung II in Botsuana
Projektdetails
- Projektnummer:2017.2184.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Botsuana
Zusammenfassung
- Ziele:
Ausgewählte Berufsbildungseinrichtungen bieten bedarfsorientierte Aus- und Weiterbil-dungsmaßnahmen in ausgewählten Berufsfeldern an
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Finance
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 700 000 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 2 700 000Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 13.08.2018 - 30.04.2023 - Aktuelles Projekt:13.08.2018 - 30.04.2023
Sonstige Beteiligte
- GFA Consulting Group GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11330 Berufliche Bildung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Botsuana hat sich seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1966 von einem der ärmsten Länder der Welt zu einem Land mit mittlerem Einkommen im höheren Bereich entwickelt. Trotz dieser Entwicklung bestehen nach wie vor große Herausforderungen. Vielfach fehlt es an qualifizierten Arbeitskräften. Die Berufsbildung muss sich in Qualität und Quantität stärker an dem Bedarf des Arbeitsmarktes orientieren. Das ist notwendig, um die Wirtschaftsstruktur des Landes zu verbessern und Risiken abzubauen. Botsuana ist abhängig vom Diamanten-Export. Um diese Abhängigkeit zu reduzieren, sollte das Land eine international wettbewerbsfähige Volkswirtschaft auf der Basis von hochqualifizierten Arbeitnehmer*innen entwickeln. Dafür braucht das Land beschäftigungsorientierte Berufsbildungsprogramme, die höchsten Qualitätsstandards genügen. Aktuell sind allerdings weder die koordinierenden Fachabteilungen in den Ministerien noch die Berufsbildungsinstitutionen organisatorisch und personell angemessen ausgestattet, um dies zu gewährleisten.
Ziel
Die Leistungsfähigkeit zuständiger Ministerien und Berufsbildungsbehörden zur Steuerung und Umsetzung einer bedarfsorientierten Berufsbildung ist erhöht. Ausgesuchte Berufsbildungseinrichtungen bieten bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in ausgewählten Berufsfeldern an.
Vorgehensweise
Die Kernelemente des Vorhabens sind Beratungsleistungen und Qualifizierungsmaßnahmen für Schlüsselakteure im Bereich Berufsbildung. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter*innen in den Ministerien und in den Berufsbildungseinrichtungen, aber auch von Akteuren in der Privatwirtschaft, erhöht. Insbesondere Absolvent*innen sowie der Arbeitsmarkt profitieren von diesen Maßnahmen.
Zwei Ministerien in Botsuana sind hauptverantwortlich für den Bereich Berufsbildung: Das Ministry of Tertiary Education, Research, Science and Technology (MOTE) und das Ministry of Employment, Labour Productivity and Skills Development (MELSD). Das Projekt unterstützt beide dabei, ihre Ziele zur effektiven Steuerung und Umsetzung von Berufsbildungsangeboten zu erreichen.
Konkret werden die zuständigen Abteilungen für die Lehrerfortbildung und Programmentwicklung bei verschiedenen Aktivitäten unterstützt. Zum Beispiel sollen bedarfsorientierte, moderne und dynamische Lehrpläne sowie Unterrichts- und Prüfungsmaterialien entstehen. Das Vorhaben nutzt einen etablierten Ansatz, der die systematische Einbeziehung von Vertretern der Privatwirtschaft bei der Lehrplanentwicklung vorsieht. Darüber hinaus werden Mitarbeiter*innen der Partnerinstitutionen dazu befähigt, Trainings zu den neu entwickelten Standards und Lehrplänen durchzuführen. Bereits zuvor eingeführte Instrumente und Ansätze der Bedarfsorientierung werden ausgeweitet. Dazu zählen beispielsweise Praxishospitationen des Lehrpersonals in Betrieben und Gastvorträge. Es ist geplant, diese Instrumente an möglichst vielen Berufsbildungseinrichtungen in Botsuana einzuführen.
Ein weiterer Schlüsselaspekt des Vorhabens ist die Einführung von Analyse- und Auswertungsverfahren auf verschiedenen Ebenen, um die erzielten Ergebnisse zu dokumentieren und zu verankern.
Das Projekt knüpft an ein Vorgängervorhaben (2015 bis 2018) an. Dessen Ergebnisse werden ausgeweitet und verankert. Erfolgreich getestete Instrumente weitet das Vorhaben jetzt auf neue Regionen, Beschäftigungsfelder, Berufsbildungseinrichtungen, und Kooperationen mit der Privatwirtschaft aus.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Since gaining independence in 1966, Botswana has transformed from one of the world’s poorest nations to an upper middle-income country. Despite this development, the country still faces major challenges. It lacks skilled workers in many areas. Vocational education and training needs to focus more on labour-market realities in terms of both quality and quantity. This is necessary in order to improve the country’s economic structure and reduce risks. Botswana relies on diamond exports. With a view to reducing this dependence, the country needs to develop an internationally competitive economy supported by a highly skilled workforce. Botswana needs employment-oriented TVET programmes that meet the highest quality standards. At present, however, neither the coordinating divisions in the ministries nor the TVET institutions have the organisational capacities or personnel required to achieve this.
Objective
The capacities of the responsible ministries and TVET authorities to manage and implement demand-led vocational education and training have been strengthened. Certain TVET institutions offer demand-oriented training and further education measures in selected occupational fields.
Approach
The core elements of the project are advisory services and qualification measures for key stakeholders in the area of vocational education and training. This develops the capacity not only of staff in the ministries and in the TVET institutions, but also of actors in the private sector. The measures benefit graduates and the labour market, in particular.
Two ministries in Botswana, namely the Ministry of Tertiary Education, Research, Science and Technology (MoTE) and the Ministry of Employment, Labour Productivity and Skills Development (MELSD), are chiefly responsible for vocational education and training. The project supports both of them in achieving their goals of effectively managing and implementing vocational education and training courses.
Specifically, it supports the divisions responsible for teacher training and programme development in various activities. For example, it aims to create demand-oriented, modern and dynamic curricula, as well as teaching and assessment materials. The project adopts an established approach that systematically involves representatives from the private sector in curriculum design. In addition, staff are empowered to provide training courses on the newly developed standards and curricula. Previously introduced instruments and approaches for demand orientation, including placements of teaching staff in industry and guest lectures, will be expanded. There are plans to introduce these instruments at as many of Botswana’s TVET institutions as possible.
A further key aspect of the project is the introduction of analysis and evaluation procedures at different levels in order to document and consolidate the results achieved.
The project builds on a predecessor project (2015 to 2018), the results of which are being evaluated and consolidated. The project is now extending successfully tested instruments to new regions, occupational fields, TVET institutions and cooperation arrangements with the private sector.