Inklusion von Roma und anderen marginalisierten Gruppen in Serbien
Projektdetails
- Projektnummer:2017.2208.1
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Serbien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Umsetzung der Nationalen Strategie für die soziale Inklusion von Roma, insbesondere Strukturen zur Implementierung sowie entsprechende Mechanismen und gesellschaftliche Einstellungen, ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Menschenrechte, Minderheiten und Sozialen Dialog
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:15 500 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2021.2148.1
Unterstützung der sozialen Inklusion in Serbien
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 28.09.2018 - 31.03.2026 - Aktuelles Projekt:08.10.2018 - 30.04.2023
Sonstige Beteiligte
- ARGE GFA Consulting-EuroPlus-GFA South
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitewww.ukljucise.org
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
15160 Menschenrechte
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Gemäß einem Bevölkerungszensus aus dem Jahr 2011 leben in Serbien 147.000 Roma. Das entspricht 2,1 Prozent der Bevölkerung. Schätzungen gehen jedoch von tatsächlich 500.000 oder mehr Menschen aus. Aus diesem Grund könnten eine erfolgreiche Inklusion der Roma in die Mainstream-Gesellschaft sowie eine Beseitigung der bestehenden Hürden umfassend zu Serbiens wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung beitragen.
Gegenwärtig gehören Roma– insbesondere die Frauen und Mädchen sowie binnenvertriebene Roma – zu den marginalisiertesten und am meisten ausgeschlossenen Bevölkerungsgruppen in Serbien. Oft verfügen Roma nicht über eine offizielle Schul- und Berufsausbildung und erleben weit verbreitete Diskriminierung. Dies führt zu Problemen wie dem Ausschluss vom Arbeitsmarkt, von staatlichen Leistungen, von Aus- und Weiterbildung oder Gesetzgebungsprozessen.
Ziel
Zivilgesellschaft, Politik, Privatwirtschaft und Verwaltung in Serbien setzen erfolgreich die nationale „Strategie zur gesellschaftlichen Inklusion von Roma" (Strategy for the Social Inclusion of Roma) um.
Vorgehensweise
Um die Inklusion von Roma zu verbessern, hat die serbische Regierung die „Strategie zur gesellschaftlichen Inklusion von Roma" verabschiedet. Das Projekt unterstützt die Umsetzung und verfolgt in unterschiedlichen Bereichen die folgenden Hauptziele:
Landesweit:
1. Zusammenarbeit und Netzwerkbildung zwischen den Akteuren in allen Bereichen unterstützen
2. Ein landesweites Monitoring- und Evaluierungssystem entwickeln
3. Landesweite Antidiskriminierungskampagnen und Antidiskriminierungsschulungen durchführen
Regional:
1. Die kommunalen Selbstverwaltungen bei Erarbeitung und Umsetzung von Integrations- und Aktionsplänen unterstützen
2. Finanzielle Unterstützung für lokalangesiedelte Integrationsmaßnahmen zur Verfügung stellen
3. Die Bedeutung der wirtschaftlichen und sozialen Reintegration von Rückkehrenden in den Vordergrund stellen
Individuell
1. Innovative und individuell zugeschnittene Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung von schwer vermittelbaren und marginalisierten Menschen zur Verfügung stellen
2. Zusammen mit einem Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Organisationen ein Maßnahmenangebot zur Beratung sowie psychosozialen und rechtlichen Unterstützung fördern
Während der noch andauernden Pandemie setzte das Projekt für die durch die Lockdownmaßnahmen am stärksten betroffenen Gruppen Notfallmaßnahmen um. Teil davon waren Cash-for-work-Maßnahmen, Zugang zu Trinkwasser, Fernunterricht, die Verteilung medizinischer Produkte und Informationskampagnen.
Roma und andere marginalisierte Menschen unterstützen die Projektmaßnahmen aktiv in ihrer Rolle als „Protagonisten des Wandels" (Protagonists of Change).
Projektbeschreibung (EN)
Context:
According to the 2011 population census, around 147,000 Roma live in Serbia. This is equivalent to 2.1 per cent of the population. Estimates, however, put the real figure at up to 500,000 people or more. Therefore, including Roma in mainstream life and removing the barriers to this could greatly contribute to Serbia’s economic and social development.
At present, however, Roma - especially Roma women, girls and internally displaced people (IDP) - are among the most marginalised and excluded groups in Serbia. Roma often lack formal education and suffer widespread discrimination. This leads to problems such as exclusion from the labour mar-ket, public services, education, or policy-making processes.
Objective:
Civil society, politics, the private sector and administration in Serbia are successfully implementing the national Strategy for the Social Inclusion of Roma.
Approach:
The Serbian government has adopted the National Strategy for Social Inclusion of Roma to improve the inclusion of Roma. The project supports its implementation, pursuing the following main goals at various levels:
Nationally
• Supports cooperation and networking between actors at all levels
• Develops a national monitoring and evaluation system
• Carries out nationwide antidiscrimination campaigns and antidiscrimination trainings.
Locally
• Assists local self-governments in drafting and implementing local inclusion action plans
• Provides financial support for localised inclusion measures
• Emphasises the economic and social reintegration of returnees
Individually
• Provides innovative and tailor-made employment promotion measures for so called hard-to-employ and marginalised persons
• Supports measures with a network of civil society organisations offering mentoring, psycho-social and legal support for beneficiaries.
During the ongoing pandemic the project implemented emergency measures like cash for work, ac-cess to water and distance learning, distribution of medical equipment and information campaigns for the groups that were hit hardest by lockdown measures.
All project measures are actively supported by Roma and other marginalised persons in their role as ‘protagonists of change’.