Förderung der Afrikanischen Union im Bereich Frieden und Sicherheit (IPSS) Phase III

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Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2017.4
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1740 Afrikanische Union
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Afrikanische Union, Angola, Burkina Faso, Burundi, Benin, Botsuana, Kongo Dem. Rep., Zentralafrikanische Republik, Kongo Republik, Côte d'Ivoire, Kamerun, Kap Verde, Dschibuti, Algerien, Ägypten, Eritrea, Äthiopien, Gabun, Ghana, Gambia, Guinea, Äquator.-Guinea, Guinea-Bissau, Kenia, Komoren, Liberia, Lesotho, Libyen, Marokko, Madagaskar, Mali, Mauretanien, Mauritius, Malawi, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sudan, St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha (V/K), Sierra Leone, Senegal, Somalia, Südsudan, Sao Tomé und Principe, Eswatini, Tschad, Togo, Tunesien, Tansania, Uganda, Südafrika, Sambia, Simbabwe

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Kapazitäten des Instituts für Friedens- und Sicherheitsstudien (Institute for Peace and Security Studies, IPSS) als Partner in den Bereichen Weiterbildung, Forschung und Politikdialog zur afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur (APSA) sind gestärkt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Afrikanische Union

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:7 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2015.2062.6

    Förderung des Forschungs- und Bildungsprogramms der AU im Bereich Frieden und Sicherheit

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    08.06.2015 - 19.05.2022
  • Aktuelles Projekt:01.07.2018 - 19.05.2022

Sonstige Beteiligte

  • ZE Academic Expert Services

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15220 Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Gewaltvolle Konflikte und Kriege stellen in einigen afrikanischen Ländern und Regionen weiterhin ein zentrales Hemmnis für die menschliche Sicherheit und eine nachhaltige Entwicklung dar. Daher ist die Förderung von Frieden und Sicherheit durch das Umsetzen der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur (African Peace and Security Architecture, APSA) eines der wichtigsten Ziele der Afrikanischen Union (AU).
Die AU räumt dabei dem Aufbau der Kompetenzen von Mitarbeiter*innen in den relevanten Institutionen großes Gewicht ein. Fach- und Führungskräften in diesen Institutionen sowie auch in der Zivilgesellschaft fehlt es jedoch oft an fachspezifischer Expertise und anwendungsorientiertem Wissen. Darüber hinaus mangelt es an Möglichkeiten des institutionenübergreifenden Austauschs und politischen Dialogs.
Vor diesem Hintergrund gründete die AU gemeinsam mit dem Institute for Peace and Security Studies (IPSS) der Addis Ababa University im Januar 2010 das Afrikanische Friedens- und Sicherheitsprogramm. Dieses panafrikanische Programm dient der Weiterbildung, der angewandten Forschung, der Politikberatung und dem politischen Dialog zur APSA.
Ziel
Die Leistungsfähigkeit relevanter APSA-Akteur*innen sowie die institutionelle Nachhaltigkeit des IPSS, Politiken und Strategien im Bereich Frieden und Sicherheit zu entwickeln und umzusetzen, ist gestärkt.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt einerseits den Ausbau der Weiterbildungsangebote des IPSS und fördert die stärkere Zielgruppenorientierung von Forschung und Veranstaltungen. Anderseits trägt es zur Entwicklung der Leistungsfähigkeit des Instituts bei. Das Vorhaben berät dabei, neue Themen für Weiterbildungen zu identifizieren sowie Lehrpläne und digitale Lernangebote zu entwickeln. Es unterstützt Bedarfsanalysen, den Ausbau von Kooperationspartnerschaften und fördert Maßnahmen zur Personal- und Organisationsentwicklung. Das Vorhaben verbessert zudem die Geschlechtergerechtigkeit, indem es die Teilnahme von Frauen an den Maßnahmen fördert. Außerdem bringt es Genderaspekte in die Forschung und Lehre sowie den politischen Dialog ein. Mit seinen Beiträgen zu den beiden Nachhaltigkeitszielen 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) und 5 (Geschlechtergerechtigkeit) kann es insgesamt in den Kontext der Agenda 2030 der Vereinten Nationen eingebettet werden.
Wirkung
Durch die Fortbildung von Fach- und Führungskräften im berufsbegleitenden Masterstudiengang „Managing Peace and Security in Africa" (MPSA) sowie durch andere Trainingsformate hat das Vorhaben maßgeblich dazu beigetragen, die politische, strategische und organisatorische Leistungsfähigkeit afrikanischer Fach- und Führungskräfte zu stärken. Seit 2012 haben bereits 287 Personen aus über 40 afrikanischen Ländern den Masterkurs erfolgreich abgeschlossen. Der Frauenanteil lag dabei bei rund 27 Prozent.
Mit dem „Tana High-Level Forum on Security in Africa" hat das IPSS eine Möglichkeit für politischen Austausch geschaffen. Bei der renommierten pan-afrikanischen Sicherheitskonferenz in Äthiopien kommen seit 2012 jedes Jahr afrikanische Staats- und Regierungschefs sowie führende Vertreter*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft zusammen. Das IPSS hat weiterhin zahlreiche anwendungsorientierte Fallstudien und Politikpapiere veröffentlicht. Dazu gehören zum Beispiel der jährliche Wirkungsbericht zur afrikanischen Friedensarchitektur, der „APSA Impact Report". Der Bericht analysiert und bewertet das Eingreifen der AU sowie von regionalen Organisationen und Mechanismen und ermöglicht so Einblicke hinsichtlich der Effektivität und Qualität regionaler Maßnahmen zur Krisenvorbeugung beziehungsweise zum Krisenmanagement. Das Vorhaben hat insgesamt zu einer wirksameren Umsetzung der afrikanischen Friedensarchitektur beigetragen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Violent conflicts and wars continue to pose a key obstacle to human security and sustainable development in a number of countries and regions in Africa. For this reason, promoting peace and security by implementing the African Peace and Security Architecture (APSA) is one of the most important objectives of the African Union (AU).
In this context, the AU also attaches great importance to building the capacities of employees in the relevant institutions. However, specialist staff and managers at these institutions and within civil society often lack subject-specific expertise and practical knowledge. There are also insufficient opportunities for cross-institutional exchange and policy dialogue. This makes it more difficult to develop practical, long-term political strategies for the prevention and management of crises and conflicts.
Against this background, the AU initiated the African Peace and Security Programme (APSP) in January 2010 in cooperation with the Institute for Peace and Security Studies (IPSS) at Addis Ababa University. The aim of this pan-African programme is to support training, applied research, policy advice and political dialogue on the APSA. Nonetheless, the services offered by the institute need to be developed further and current themes need to be added in response to the complex, dynamic developments in conflicts. Examples of these themes include regional migration policy (migration governance), mediation and gender issues. The institute’s human and institutional capacities need to be reinforced to meet these challenges.
Objective
The performance capacity of relevant APSA actors and the institutional sustainability of the IPSS to develop and implement policies and strategies in the area of peace and security have been strengthened.
Approach
The project supports the expansion of training provided by the IPSS and helps its research and events become more target-group oriented. It also contributes to developing the institute’s performance capacity. The project provides advice on the identification of new areas for training and on the development of curricula and digital learning services. It supports analyses of needs, the expansion of cooperation partnerships, and measures for personnel and organisational development.
The project also introduces gender aspects into research and teaching and into political dialogue. With its contributions to Sustainable Development Goals 16 (Peace, Justice, and Strong Institutions) and 5 (Gender Equality), it is generally aligned with the United Nations’ 2030 Agenda.
Results
Thanks to the training of specialist staff and managers in the ‘Managing Peace and Security in Africa’ (MPSA) in-service master’s course and other training programmes, the project has contributed significantly to strengthening the political, strategic and organisational capabilities of specialists and managers in Africa. Since 2012, 287 people from over 40 African countries have successfully graduated from this master’s course. The proportion of women was around 27 per cent. The IPSS has created a platform for policy exchange in the form of the ‘Tana High-Level Forum on Security in Africa’. African heads of state and government and leading representatives from the areas of research, civil society and the private sector have been coming together at this well-regarded pan-African security conference in Ethiopia every year since 2012. The IPSS has also published numerous applied case studies and policy papers. One example is the annual ‘APSA Impact Report’ on African peace architecture. It analyses and evaluates the interventions of the AU and of regional organisations and mechanisms and, as a result, provides insights into the effectiveness and quality of regional crisis prevention and management measures. All in all, the project has contributed to more effective implementation of African peace architecture.