Zukunftsfähige Ländliche Räume

Áreas Rurales Sostenibles

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2026.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G530 Ernährungs- und Landnutzungssysteme
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sich mit aktuellen Konzepten und praxiserprobten Ansätzen für zukunftsfähige ländliche Räume positioniert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 900 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2015.2007.1

    Entwicklung ländlicher Räume

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    01.12.2008 - 02.08.2021
  • Aktuelles Projekt:01.08.2018 - 02.08.2021

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    43040 Ländliche Entwicklung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert eine zukunftsfähige ländliche Entwicklung. Diese eröffnet Menschen wirtschaftliche und soziale Perspektiven und hilft dabei, natürliche Lebensgrundlagen langfristig zu nutzen und zu bewahren.
Das deutsche Engagement für ländliche Entwicklung –auch im Rahmen der Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger –soll sich zum einen in internationalen Abkommen, Agenden und Initiativen aber auch in Vorhaben in Partnerländern widerspiegeln. Um diese Arbeit auszugestalten, benötigt das BMZ angepasste Konzepte und Erfahrungswissen zu ländlicher Entwicklung. Ein Teil der ländlichen Entwicklung ist die Alternative Entwicklung. Dabei werden Bäuer*innen, die Drogenpflanzen anbauen, auf ihrem Weg zu legalen Einkommensmöglichkeiten unterstützt.
Ziel
Politische Entscheidungsträger*innen, aber auch relevante Fachorganisationen, profitieren stärker von einem besseren Wissens- und Erfahrungsaustausch und zeitgemäßen Konzepten für ländliche Entwicklung. Die Wahrnehmung und Unterstützung für ländliche Entwicklung in der Öffentlichkeit hat sich verbessert.

Vorgehensweise
Das Vorhaben berät das BMZ dabei, zeitgemäße Ansätze räumlicher ländlicher Entwicklung in internationalen Politikprozessen zu verankern. Es arbeitet dabei mit maßgeblichen nationalen und internationalen Partnern zusammen, unterstützt die internationale Fachdiskussion und begleitet die Anpassung und Verbreitung von Konzepten und Instrumenten.
„Ländliche Entwicklung": Das Vorhaben unterstützt das BMZ darin, Strategien und effektive Ansätze der ländlichen Entwicklung aufzuarbeiten und weiterzuentwickeln. Räumliche Ansätze, Landschaftsansätze, die Verbindung von Land und Stadt und ländliche Governance (gute Regierungsführung) stehen dabei im Vordergrund. Diese Ansätze werden in der deutschen Internationalen Zusammenarbeit verankert. Sie leisten einen Beitrag zur Gestaltung eines inklusiven und nachhaltigen ländlichen Strukturwandels im Portfolio der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
„Alternative Entwicklung": Das Vorhaben arbeitet Positionen und Erfahrungen zur ländlichen Entwicklung in Drogenanbauregionen – der Alternativen Entwicklung –für das BMZ auf. Darüber hinaus bringt es sie in nationale, europäische und internationale politische Foren zur Gestaltung der internationalen Drogenpolitik ein. Mit einem großen Partnernetzwerk, zu dem etwa die Europäische Union gehört, fördert das Vorhaben den Dialog über alternative Entwicklungsansätze. Einbezogen werden Entscheider internationaler Organisationen und aus den betroffenen Partnerländern. Der Dialog schafft eine Basis für die Umsetzung.
„Fachliche Kommunikation": Das Vorhaben berät das BMZ dabei, Themen der ländlichen Entwicklung für die fachliche Kommunikation aufzubereiten, unter anderem im Rahmen der Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger. Des Weiteren unterstützt es die Qualitätssicherung von Fachbeiträgen aus Vorhaben der BMZ-Unterabteilung 12. Diese ist für die Bereiche Ernährung, Ländliche Entwicklung und Natürliche Ressourcen sowie die Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger verantwortlich. Das Sektorvorhaben arbeitet überregional und nutzt Lernerfahrungen aus der internationalen Zusammenarbeit für Mainstreaming. Es bezieht Genderaspekte sowohl in seine konzeptionelle Arbeit als auch in seine Beratungspraxis ein. So stärkt das Vorhaben Bäuerinnen darin, ihre Schwierigkeiten sichtbar zu machen, Positionen zu formulieren und diese in politische Entscheidungsprozesse einzubringen.
Wirkungen
Das Sektorvorhaben hat das BMZ erfolgreich dabei unterstützt, sich im Themenfeld ländliche und Alternative Entwicklung zu positionieren. BMZ-Positionen zu räumlichen Ansätzen sind zum Beispiel in einem White Paper zu Territorialen Ansätzen gemeinsam mit anderen internationalen Entwicklungspartnern aufgenommen. Auch die Guiding Principles for Rural-Urban Linkages von UN-HABITAT enthalten BMZ-Positionen. Das Global Landscapes Forum nutzt regelmäßig die deutschen Beiträge zu Landschaftsansätzen, bei der die Nutzung ganzer Landschaften – ihrer Wälder, Äcker, Wasservorräte - durch verschiedene Interessengruppen nachhaltig vereinbart wird.
Alternative Entwicklung wurde als eines der Prinzipien einer entwicklungsorientierten Drogenpolitik im EU-Drogenaktionsplan (2017–2020) sowie der EU-Drogenstrategie (2013–2020) verankert. Unter Beteiligung der Bundesregierung wurden Ratsschlussfolgerungen zu Alternativer Entwicklung verabschiedet, die den EU-Ansatz zu Alternativer Entwicklung weiterentwickeln. Auch auf Ebene der Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen konnte im Auftrag des BMZ eine maßgebliche Resolution zu Alternativer Entwicklung mitverhandelt werden.
Eine Vielzahl von BMZ-Publikationen zum Themenfeld Ländliche Entwicklung wurde konzipiert und veröffentlicht – darunter Broschüren, 360°-Filme und Publikationen für Kinder über EINEWELT ohne Hunger, Cashew-Verarbeitung und nachhaltigen Kakaoanbau. Das Vorhaben begleitet zudem den BMZ-Websitebereich „Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung" mit fachlicher Expertise. Außerdem hat das Vorhaben die Wanderausstellung „Von Koka zu Kokain – das vergessene Glied in der Kette" konzipiert.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) promotes sustainable rural development. This provides people with economic and social prospects and helps them utilise and preserve natural resources in the long term.
Germany seeks to reflect its commitment to rural development – including as part of the One World – No Hunger Initiative – in international agreements, agendas and initiatives as well as in projects in partner countries. In order to shape this approach, BMZ needs tailored concepts and experience in the field of rural development. Alternative development is one aspect of rural development. Farmers who cultivate drug plants are supported in their efforts to earn income legally.
Objective
Political decision-makers and relevant expert organisations are benefiting from a better exchange of knowledge and experience, and modern rural development strategies. Public awareness of and support for rural development has improved.

Approach
The project advises BMZ on mainstreaming modern approaches to spatial rural development in international policy processes. In this process, it collaborates with key national and international partners, promotes international expert discussion and helps adapt and disseminate strategies and instruments.
‘Rural Development’: The project supports BMZ in developing and refining strategies and effective approaches for rural development. Spatial approaches, landscape-based approaches, linking rural and urban areas, and rural governance (good governance) are in focus. These approaches are mainstreamed in German international cooperation. They help shape inclusive and sustainable rural structural change within the German Development Cooperation portfolio.
‘Alternative Development’: The project prepares papers and disseminates experience of rural development in drug cultivation regions – alternative development – for BMZ. It also integrates them in national, European and international policy forums on shaping international drug policy. With its broad network of partners, including the European Union, the project promotes dialogue on alternative development approaches. Decision-makers from international organisations and the relevant partner countries are involved, and this dialogue forms a basis for implementation.
‘Expert Communication’: The project advises BMZ on preparing rural development topics for expert communication, including within the framework of the One World – No Hunger Initiative. In addition, it supports the quality assurance of expert papers from BMZ Division 12 projects. This Division is responsible for food, rural development, natural resources and the One World – No Hunger Initiative.
The sector project works in multiple regions and uses lessons learned in international cooperation to achieve mainstreaming. It includes gender aspects both in its conceptual work and in its practical advisory services. In this way, the project supports female farmers in making their problems visible, expressing their perspectives and contributing them to political decision-making processes.
Results
The sector project has successfully supported BMZ in positioning itself in the field of rural and alternative development. BMZ positions on spatial approaches, for example, are included in a White Paper on Territorial Approaches prepared jointly with other international development partners. UN-Habitat’s Guiding Principles for Rural-Urban Linkages also include BMZ positions. The Global Landscapes Forum regularly uses German papers on landscape approaches that see a range of stakeholders sustainably agreeing on the utilisation of entire landscapes including woodlands, fields and water resources.
Alternative development was embedded as one of the principles of a development-oriented drugs policy in the EU Action Plan on Drugs (2017-2020) and the EU Drugs Strategy (2013-2020). Council Resolutions on alternative development were adopted with the participation of the German Government, supporting the EU’s approach to alternative development. At the level of the United Nations Commission on Narcotic Drugs, a major resolution on alternative development was also included in the negotiations conducted on behalf of BMZ.
A large number of BMZ publications on rural development have been designed and published, including brochures, 360-degree films and publications for children on the One World – No Hunger Initiative featuring cashew processing and sustainable cocoa farming. The project also provides technical expertise to support the BMZ website on Rural Development and Food Security. The project has also designed a travelling exhibition: ‘From coca to cocaine – the forgotten link in the chain’