SV Umweltpolitik
Projektdetails
- Projektnummer:2018.2038.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G330 Umweltpolitik, Biodiversität, Wald
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Äthiopien, Madagaskar
Zusammenfassung
- Ziele:
Innovative Ansätze und Instrumente zur Stärkung der ökologischen Dimension von nachhaltiger Entwicklung sind sichtbar auf der nationalen und internationalen Ebene platziert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 420 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2014.2285.6
SV Umweltpolitik und nachhaltige Entwicklung
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 16.02.2001 - 30.10.2022 - Aktuelles Projekt:01.11.2018 - 30.10.2022
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
41010 Umweltpolitik und -verwaltung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Berichte über den Klimawandel, extreme Wetterereignisse, massive Umweltverschmutzung und den dramatischen Artenverlust zeigen klar auf: Die weltweiten Bemühungen, die Zerstörung unserer Umwelt zu stoppen, reichen nicht aus. Die Ziele der Agenda 2030, des Pariser Abkommens und des strategischen Plans des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) werden nur erreicht, wenn konsequent Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Klima umgesetzt werden.
Der Schaden an der Umwelt und die dadurch entstehenden Kosten könnte das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen bis 2100 weltweit um 23 Prozent senken. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass Preise für Güter und Dienstleistungen aktuell nicht die wahren Kosten für die Umwelt widerspiegeln. Umweltschädliche Anreize für Landwirtschaft, fossile Brennstoffe und Fischerei verstärken die Umweltzerstörung zusätzlich. Ehrgeizige und transformative Politikansätze sind nötig, um einen gesamtgesellschaftlichen Wandel zu fördern und Nachhaltigkeit und Naturschutz als zentrale Leitprinzipien in allen Politikbereichen zu verankern.
Es wird immer deutlicher, dass wir einen Paradigmenwechsel brauchen, indem wir intakte Ökosysteme als "Naturkapital" verstehen und somit als unersetzlichen Vermögenswert für den langfristigen Wohlstand unserer Gesellschaft.
Ziel
Durch fachliche Beratung und die Entwicklung und Umsetzung transformativer Politikansätze werden Umwelt- und Naturschutz in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit gefördert.
Vorgehensweise
Das Projekt berät das zuständige Referat 411 „Umwelt, nachhaltige Ressourcennutzung, Biodiversität und Meeresschutz" beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es entwickelt und erprobt innovative und transformative Politikansätze, besonders in Bereichen mit potenziell hohen Umweltauswirkungen, damit diese das Thema Umweltschutz in ihren jeweiligen Strategien stärker berücksichtigen. Das Vorhaben analysiert internationale umweltpolitische Agenden und Prozesse und berät das BMZ zu ihrer Umsetzung.
Das Vorhaben unterstützt das BMZ in folgenden Schwerpunkten:
—Naturkapitalbilanzierung und –Bewertung heben die Bedeutung der Natur für Gesellschaft und Wirtschaft hervor. Das Vorhaben ermittelt den Nutzen, den der Mensch aus der Natur zieht und zeigt die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen Wirtschaft und Umwelt auf. Das BMZ hat gemeinsam mit dem Projekt die Initiative "Grüner Wert" gestartet, die den sozioökonomischen Wert von Schutzgebieten in Afrika ermitteln, und in relevante Politikprozesse einbringen soll, vor allem in den Post-2020-Prozess der CBD für den Erhalt der biologischen Vielfalt.
—Ökologische Finanzreform korrigiert Marktversagen, indem sie die tatsächlichen Umweltkosten von Produkten, Dienstleistungen und Aktivitäten einpreist und so den Übergang zu einer umweltverträglicheren Wirtschaft unterstützt. Das Vorhaben entwickelt Konzepte und Ansätze für das BMZ, um umweltschädliche Subventionen abzubauen und ökologische Kostenwahrheit in der entwicklungspolitischen Debatte und in Partnerländern zu fördern.
—Die Initiative mit der Kreuzfahrtindustrie zielt darauf ab, Meeres- und Küstenökosysteme zu schützen und die Wirtschaftskraft der Zielregionen zu stärken. In der Initiative führen Kreuzfahrtunternehmen, Zielregionen, Nichtregierungsorganisationen und das BMZ am Runden Tisch einen strategischen Dialog für umweltschonendes Destinationsmanagement und vereinbaren gemeinsame Aktivitäten. Dadurch stärkt das Vorhaben die internationale und regionale Zusammenarbeit.
—Im Themenfeld Nachhaltiges Chemikalienmanagement berät das Vorhaben das BMZ im Hinblick auf relevante multilaterale Vereinbarungen und Übereinkommen. Weiterhin bietet es Trainings in Partnerländern zur Umsetzung des Minamata-Übereinkommens über Quecksilber an.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Reports on climate change, extreme weather events, large-scale environmental pollution and dramatic species loss clearly show that global efforts to prevent the destruction of our environment are not enough. The goals of the 2030 Agenda, the Paris Agreement and the Strategic Plan of the Convention on Biological Diversity (CBD) will only be achieved if measures to protect the environment and the climate are implemented rigorously.
By 2100, the damage to the environment and the costs arising from this could reduce average per capita income by 23 per cent worldwide. An important reason for this is that prices for goods and services do not currently reflect the true costs to the environment. Incentives for agriculture, fossil fuels and fisheries that are harmful to the environment increase environmental damage further. Ambitious and transformative policy approaches are needed to promote change throughout society and to embed sustainability and nature conservation as central guiding principles in all policy areas.
It is becoming increasingly clear that a paradigm shift is needed in which we recognise intact ecosystems as ‘natural capital’ and therefore as irreplaceable assets for the long-term prosperity of our society.
Objective
Environmental protection and nature conservation are promoted in international development cooperation through the provision of expert advice and the development and implementation of transformative policy approaches.
Approach
The project advises the responsible division 411 ‘Environment, sustainable use of natural resources, biodiversity, marine conservation’ of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ). It develops and trials innovative and transformative policy approaches, particularly in areas where environmental impact may be high, so that these areas take the topic of environmental protection into consideration more seriously in their respective strategies. The project analyses international environmental policy agendas and processes and advises BMZ on their implementation.
The project supports BMZ in the following key areas:
—Accounting for and evaluating natural capital highlights the significance of nature for both society and the economy. The project identifies the benefits that people obtain from nature and shows the interactions and dependencies between the economy and the environment. Together with the project, BMZ has launched the ‘Grüner Wert’ (‘green value’) initiative which aims to determine the socio-economic value of protected areas in Africa and incorporate it into relevant policy processes, particularly the post-2020 process of the CBD for biodiversity conservation.
—Ecological financial reform corrects market failure by calculating the actual environmental costs of products, services and activities and thereby supporting the transition to a more environmentally sustainable economy. The project develops concepts and approaches for BMZ for the purpose of reducing subsidies that harm the environment and promoting ecological true-cost pricing in development policy debate and in partner countries.
—The initiative with the cruise industry aims to protect marine and coastal ecosystems and boost the economic power of destination regions. In the initiative, cruise companies, destination regions, non-governmental organisations and BMZ engage in a strategic dialogue for environmentally compatible destination management and agree upon joint activities. The project thus strengthens international and regional cooperation.
—In the area of sustainable chemicals management, the project advises BMZ on relevant multilateral agreements and conventions. Furthermore, it offers training in partner countries on implementing the Minamata Convention on Mercury.