Sektorvorhaben Nachhaltige Sanitärversorgung

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2041.4
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G310 Energie, Wasser, Verkehr
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Indien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Umsetzung der BMZ-Wasserstrategie im Themenbereich Sanitärversorgung und Hygiene ist im Kontext globaler Agenden befördert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 125 146 Euro

Kombifinanzierung

  • Bill & Melinda Gates Foundation: 97 619Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2015.2049.3

    Sektorvorhaben Nachhaltige Sanitärsysteme

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    03.05.2001 - 30.11.2021
  • Aktuelles Projekt:01.11.2018 - 30.11.2021

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    14032 Grundlegende Versorgung im Bereich Sanitär-versorgung und Abwassermanagement

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Die Agenda 2030 ist der internationale Rahmen für die globale Entwicklung. Sie beinhaltet mit dem Ziel 6 der nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goal, SDG) die Gewährleistung einer sicheren Trinkwasser- und Sanitärversorgung für alle Menschen. Ein Unterziel sieht vor, bis 2030 den Zugang zu einer angemessenen und gerechten Sanitärversorgung und Hygiene weltweit zu erreichen und der Verrichtung der Notdurft im Freien ein Ende zu setzen.

Die Herausforderungen im Bereich der Sanitärversorgung sind immens: 2017 hatten laut der Vereinten Nationen (VN) 4,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer angemessenen und sicheren Sanitärversorgung. Das Kinderhilfswerk der VN schätzt, dass täglich etwa 1.000 Kinder unter fünf Jahren an den Folgen von Durchfallerkrankungen sterben. Verschmutztes Trinkwasser und schlechte sanitäre Verhältnisse sind wesentlich für die Übertragung von Infektionen und Durchfallerkrankungen.

Zusätzlich zur Versorgung von Haushalten mit Trinkwasser und angemessenen Sanitäranlagen ist auch die Versorgung in Schulen und Gesundheitseinrichtungen ein Schlüssel für Gesundheit.

Aus Sicht des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist die Verwirklichung der Menschenrechte auf Wasser- und Sanitärversorgung zentral für eine nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung. Die neue Wasserstrategie des BMZ ist dabei die verbindliche Leitlinie für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.

Ziel

Die Umsetzung der BMZ-Wasserstrategie im Themenbereich Sanitärversorgung und Hygiene ist verbessert.

Vorgehensweise

Das überregionale Vorhaben arbeitet integrierte Sanitärversorgungsketten inklusive relevanter technischer, betrieblicher, institutioneller und finanzieller Aspekte auf. Führungskräfte in Partnerländern und die Fachöffentlichkeit erhalten dadurch realistische und belastbare Beispiele dafür, wie das nachhaltige Entwicklungs-Ziel im Bereich Sanitärversorgung in einem lokalen, kommunalen Kontext umgesetzt werden kann.
Außerdem unterstützt das Beratungsprojekt andere Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bei der Umsetzung von innovativen, gendersensiblen Ansätzen für nachhaltige Sanitärversorgung. Dabei werden digitale Anwendungen berücksichtigt. Es stellt der deutschen und internationalen EZ dafür Erfahrungen mit der Umsetzung zur Verfügung und unterstützt beim Übertragen von Innovationen und Leuchtturmprojekten in den lokalen Kontext.

Des Weiteren übersetzt das Vorhaben Strategien für nachhaltige Sanitärversorgung und Hygiene im Kontext globaler Agenden in politikfähige Formate, etwa internationale Politikdokumente. Das ermöglicht eine Umsetzung im Zuge der BMZ-Wasserstrategie.

Durch den internationalen Austausch in der Allianz für nachhaltige Sanitärversorgung (SuSanA) werden Ansätze für die Sanitärversorgung im Kontext globaler Agenden sektorübergreifend diskutiert und strukturiertes Fachwissen gezielt verbreitet.

Das überregionale Vorhaben arbeitet eng mit Vorhaben der deutschen EZ zu Sanitärversorgung und Abwassermanagement und mit anderen (Global-)Vorhaben zusammen, vor allem mit „Sanitation for Millions" und „Nachhaltige Wasserpolitik". Darüber hinaus fungiert das Vorhaben als Sekretariat des SuSanA-Netzwerks.

Wirkungen

Mit Hilfe von urbanen Stoffstromdiagrammen (sogenannte Shit Flow Diagrams, SFDs) werden für zusätzlich 30 Millionen Menschen die Planungsgrundlagen für städtische Sanitärversorgung verbessert. Diese werden zusammen mit Fach- und Führungskräften in den Partnerländern erarbeitet und spielen vor allem bei der Planung von städtischer Sanitärversorgung eine immer größere aufklärende und orientierende Rolle.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Vorhaben werden Erfahrungen in der Umsetzung von innovativen Lösungsansätzen für nachhaltige Sanitärversorgung gesammelt. Diese werden in den Ministerien und Behörden der Partnerländer institutionell verankert, unter anderem Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) in Schulen. Die Themen umfassen auch digitale Anwendungen wie zum Beispiel eine App für Betrieb und Instandhaltung. Neue Konzepte, etwa im Bereich Menstruationshygiene, werden weiterentwickelt und innerhalb der EZ und im globalen Diskurs verbreitet.

Darüber hinaus werden Ansätze für integrierte und klimasensible städtische Sanitärsysteme hinsichtlich technischer, betrieblicher und finanzieller Aspekte ausgewertet, aufbereitet und auf internationaler Ebene kommuniziert. Das SuSanA-Netzwerk wird konsequent auf die Herausforderungen der Agenda 2030 ausgerichtet. Ansätze zum Monitoring der lokalen Umsetzung des Unterziels 6.2 der Agenda 2030 werden dafür aufgenommen, aufbereitet und adäquat dokumentiert.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

The 2030 Agenda is the international framework for global development. Sustainable Development Goal (SDG) 6 of the Agenda involves ensuring a safe supply of drinking water and sanitation facilities for all. One target of this goal aims to achieve access to adequate and equitable sanitation and hygiene worldwide by 2030 and to put an end to open defecation.

The challenges in the area of sanitation are enormous. According to the United Nations (UN), in 2017 4.5 billion people did not have access to adequate and safely managed sanitation services. The United Nations Children’s Fund estimates that around 1,000 children under five die from diarrhoeal diseases every day. Contaminated drinking water and poor sanitation are significant factors in the spread of infections and diarrhoeal diseases.
In addition to supplying households with drinking water and adequate sanitation facilities, the provision of water and sanitation in schools and health care institutions is vital for good health.

From the perspective of the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), the realisation of the human right to water and sanitation is key to sustainable development and poverty reduction. The binding guideline for the German development cooperation is BMZ’s new water strategy.

Objective

Implementation of the BMZ water strategy in the thematic area of sanitation and hygiene is improved.

Approach

The supraregional project addresses integrated sanitation chains including relevant technical, operational, institutional and financial aspects. This provides management personnel in partner countries and professionals with realistic and robust examples of how the SDG for sanitation can be implemented in a local, municipal context.
The advisory project also supports other development cooperation projects in implementing innovative, gender-sensitive approaches to sustainable sanitation. Digital applications are taken into account. The project shares implementation experience with German and international development cooperation and facilitates the process of transferring innovations and flagship projects to a local context.

Furthermore, it translates strategies for sustainable sanitation and hygiene in the context of global agendas into formats appropriate for policies such as international policy documents. This enables implementation in the context of the BMZ water strategy.

Thanks to international exchange in the Sustainable Sanitation Alliance (SuSanA), approaches to sanitation in the context of global agendas are discussed across sectors and structured expert knowledge is disseminated in a targeted way.

The supraregional project works closely with the German development cooperation on sanitation and wastewater management and with other (global) projects, especially with Sanitation for Millions and Sustainable Water Policy. In addition, the project acts as the secretariat for the SuSanA network.

Results

The planning framework for urban sanitation services for an additional 30 million people is improved with the help of urban shit flow diagrams (SFDs). These are developed with experts and management personnel in the partner countries and play an increasingly important role in clarifying and guiding the planning of urban sanitation, in particular.

In cooperation with various projects, experiences are gathered in implementing innovative solutions for sustainable sanitation. These are institutionalised at ministry and authority level in the partner countries and include water, sanitation supply and hygiene (WASH) in schools. The topics also include digital applications such as an app for operation and maintenance. New concepts, in the area of menstrual hygiene, for example, are being developed further and disseminated within developed cooperation and in the global discourse.

In addition, approaches to integrated and climate-sensitive urban sanitation systems are evaluated, prepared and communicated at international level with regard to technical, operational and financial aspects. The SuSanA network is consistently aligned with the challenges of the 2030 Agenda. For this purpose, approaches to monitoring of the local implementation of SDG target 6.2 are adopted, prepared and adequately documented.