Unterstützung des Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC)
Projektdetails
- Projektnummer:2018.2061.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Afrika NA, Burkina Faso, Benin, Côte d'Ivoire, Kap Verde, Ghana, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Sierra Leone, Senegal, Togo
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Voraussetzungen für die Nachhaltigkeit der Kofi Anan International Peacekeeping Traning Centre sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Foreign Affairs (Ghana)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 300 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2015.2046.9
Unterstützung des Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC)
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 29.11.2003 - 30.09.2022 - Aktuelles Projekt:01.09.2018 - 30.09.2022
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11430 Fortbildung von Fach- und Führungskräften
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Afrikanische Friedens- und Sicherheitsarchitektur (African Peace and Security Architecture, APSA) umfasst die zentralen Instrumente für Konfliktprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung der Afrikanischen Union (AU).
Ein wesentliches Ziel der APSA ist die Einrichtung einer multidimensionalen Eingreiftruppe für Friedensmissionen in Konfliktgebieten (African Standby Force, ASF). Daran beteiligen sich fünf regionale Wirtschaftsgemeinschaften, welche jeweils eine regionale Eingreiftruppe zur ASF bereitstellen. In Westafrika ist die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) für die Entwicklung der ECOWAS Standby Force (ESF) verantwortlich. Die APSA fordert hochqualifizierte Zivil-, Polizei- und Militärfachkräfte. Jede Einsatzkraft muss ausgeprägte Kompetenzen im Bereich Frieden und Sicherheit nachweisen, insbesondere in Konfliktprävention, Konfliktmanagement und beim Wiederaufbau nach Konflikten.
Drei Trainingseinrichtungen hat die ECOWAS in Westafrika als Kompetenzzentren anerkannt, an denen die Einsatzkräfte entsprechend ausgebildet werden. Eines davon ist das Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) in Ghana.
Das Zentrum verfolgt einen integrierten Ansatz und bereitet ziviles Personal, Polizei und Militär auf die Teilnahme an multidimensionalen friedensunterstützenden Operationen sowie auf die Themen Konfliktmanagement und Friedens- und Sicherheitsstudien vor. Es trägt damit entscheidend zum Ausbau regionaler Kapazitäten zur Friedenssicherung bei.
Seit 2006 wird das KAIPTC, von der Bundesrepublik Deutschland, mit einem GIZ-Projekt direkt vor Ort unterstützt. Seitdem hat das KAIPTC sein Trainingsangebot weiterentwickelt, seine strategischen Kooperationen mit regionalen und kontinentalen Partnern (z.B. ECOWAS) ausgebaut und seine Organisationsstrukturen und -prozesse verbessert.
Dennoch bestehen weiterhin institutionelle und finanzielle Herausforderungen zur langfristigen Existenzsicherung der Institution. Die KAIPTC muss sein derzeitiges Geschäftsmodell von einem stark angebotsgesteuerten zu einem bedarfsorientierten Konzept ändern und dabei die Nachfrage ihrer wichtigsten Stakeholder besser bedienen. Daher muss das Zentrum schneller auf ein sich ständig veränderndes Friedens- und Sicherheitsumfeld auf dem Kontinent reagieren und seine Ausbildungs- und Forschungsprogramme entsprechend anpassen. Darüber hinaus ist eine Diversifizierung der Einkommensquellen dringend erforderlich. Einnahmen sollten nicht nur durch die Unterstützung etablierter Entwicklungspartner erzielt werden.
Ziel
Die Voraussetzungen für das nachhaltige Bestehen des Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) sind verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben verfolgt einen mehrebenen Ansatz und kombiniert Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, strategische Beratung und finanzielle Unterstützung. Die neue Programmphase ist zeitlich mit dem neuen KAIPTC-Strategieplan 2019-2023 abgestimmt. Die folgenden Schwerpunktthemen werden anvisiert:
• Beratung bei der (bedarfsorientierten) Entwicklung und Planung, Durchführung und Bewertung von Trainingsdienstleistungen, einschließlich Trainingsbedarfsanalysen, Förderung der Beteiligung von Frauen an Trainingsmaßnahmen für Friedensmissionen, Einführung innovativer Instrumente zur Durchführung von Trainingskursen.
• Unterstützung des KAIPTC-Managements bei der Zusammenarbeit mit Partnern und Stakeholdern. Dazu gehören Organisationsentwicklung, strategische Öffentlichkeitsarbeit, Personalentwicklung bzw. die Formalisierung und Erweiterung der Beratungs- und Koordinierungsleistungen.
• Umsetzung einer Finanzierungs- und Akquisitionsstrategie durch die Entwicklung einer Strategie zur Mobilisierung von Ressourcen und die Verbesserung von Kapazitäten zur Erbringung von Dienstleistungen auf der Grundlage einer soliden Finanzplanung.
Wirkung
Mit Unterstützung der GIZ konnte das KAIPTC seine strategischen Beziehungen mit relevanten Partnern und Dachverbänden sowie den Entsendeorganisationen (VN, AU und ECOWAS) ausbauen und sich somit als die führende Friedenssicherungsinstitution im Rahmen der APSA positionieren. Im Rahmen seines mehrdimensionalen Ansatzes hat das KAIPTC Tausende von Expert*innen ausgebildet und entscheidende Voraussetzungen für Friedensoperationen geschaffen. Mit deutscher Unterstützung hat das KAIPTC einen neuen zivilen Trainingskurs entwickelt, der traditionelle Friedenssicherung mit Entwicklungsansätzen (z.B. Menschenrechte, ziviler Grundkurs) verknüpft.
Eine durchgeführte Trainingsbedarfsanalyse der ECOWAS und AU ermöglicht es dem KAIPTC, sein Trainingsportfolio an die Ausbildungsbedarfe jener Entsendeorganisationen anzupassen und neue Trainingsmodule zu entwickeln.
Das im September 2019 erstmalig ausgerichtete Kofi Annan Peace and Security Forum hat dem KAIPTC die Möglichkeit geboten, sich gegenüber etablierten und potenziellen Partnern als eines der führenden Aus- und Fortbildungszentren auf dem Kontinent zu präsentieren und gemeinsam mit politischen Entscheidungsträger*innen, Expert*innen und Wissenschaftler*innen die effektive und nachhaltige Gestaltung von Friedensmissionen im Kontext von gewalttätigem Extremismus zu diskutieren.
Das KAIPTC hat ein Netzwerk- und Trainingsprogramm für weibliche Führungskräfte im Bereich Frieden und Sicherheit initiiert. Im Rahmen des Programms können sich Teilnehmerinnen austauschen und Weiterbildungsangeboten zur Stärkung ihrer Führungskompetenzen warhnehmen.
Eine neu eingerichtete Geschäftsentwicklungsabteilung (Business Development Unit) hat die Einkommensgenerierung und Diversifizierung am Zentrum verbessert. Der Aufbau eines Sprachenzentrums am KAIPTC wird ebenfalls zur Stärkung der finanziellen Nachhaltigkeit beitragen, indem Kosten für extern bestellte Dolmetscherleistungen zukünftig eingespart werden.
Mit dem neuen Learning Management System werden die zentralen Betriebsabläufe im KAIPTC (z.B. Kursmanagement, Monitoring und Evaluation oder Alumni-Netzwerk) digitalisiert.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The African Peace and Security Architecture (APSA) comprises the central instruments for conflict prevention, conflict management and peace promotion of the African Union (AU).
A key objective of APSA is the establishment of a multidimensional peacekeeping force (African Standby Force, ASF). Five regional economic unions are participating, each provides a regional intervention force to the ASF. In West Africa, the Economic Community of West African States (ECOWAS) is responsible for developing the ECOWAS Standby Force (ESF).
APSA requires highly qualified civil, police and military personnel. These have to prove strong competences in the field of peace and security, especially in conflict prevention, conflict management and post-conflict reconstruction.
ECOWAS has recognized three training facilities in West Africa as Training Centre of Excellence (TCE). One of them is the Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) in Ghana. The Centre follows an integrated approach and prepares civilian, police and military personnel to engage in multi-dimensional peace support operations, as well as in Conflict Management and Peace and Security Studies. By doing so, it makes a decisive contribution to the enhancement of regional peacekeeping capacities.
The KAIPTC has been supported by the Federal Republic of Germany since 2006 with a GIZ project on site. Since then, KAIPTC has further advanced its civilian training portfolio, expanded its strategic cooperation with regional and continental partners (e.g. ECOWAS) and improved its organizational structures and processes.
However, institutional and financial challenges remain for securing the long-term existence of the institution. The KAIPTC must change its current business model from a strongly supply-driven to a needs-based approach, servicing the demands of its key stakeholders more specifically. By that the centre needs to react more quickly to an ever-changing peace and security environment on the continent and adapt its training and research programmes accordingly. Additionally, a diversification of sources of income is urgently needed. Funds must be obtained beyond the ongoing support of established development partners.
Objective
The conditions for the sustainable existence of the Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) are improved.
Approach
The project follows a multi-level approach and combines organizational development, human capacity development, strategic advice and financial support. The new programme phase is synchronized with the new KAIPTC Strategic Plan 2019-2023. The following core areas are targeted:
o Advisory on (demand-driven) developing and planning, implementation and evaluation of training services. This includes Training Needs Assessments, promote the participation of women in training for peace support missions, introduce innovative tools in training course delivery
o Assisting the KAIPTC management in liaising with partners and stakeholders. This comprises organizational development, strategic outreach, human capacity development or the formalization and expansion of consultations and coordination efforts.
o Implementing a financing and acquisition strategy by the development of a Resource Mobilisation Strategy and enhanced capacities to deliver services on basis of sound financial planning.
Results achieved so far
With the support of GIZ, KAIPTC was able to expand its relationships with relevant partners and umbrella organizations as well as client organizations (UN, AU and ECOWAS) and positioned itself as the foremost peacekeeping institution within the APSA framework.
Along its multidimensional approach, KAIPTC has trained over 15.000 of experts and provided critical capacities in peace operations. With the German support, the KAIPTC has developed new civilian training course linking traditional peacekeeping with development approaches (e.g. human rights, civilian foundation course).
The Training Needs Assessment of the AU and ECOWAS has enabled the KAIPTC to adjust its training portfolio to the needs of both organizations and to develop new training modules.
By organizing the first edition of the Kofi Annan Peace and Security Forum in September 2019, the KAIPTC presented itself to established and potential partners as one of the leading education and training centres on the continent and discussed together with political leaders, practitioners and experts effective ways to conduct peace operations in the context of violent extremism.
The KAIPTC initiated a network and training programme for female managers/leaders in the area of Peace and Security. In the framework of the support scheme, participants can exchange experiences and participate in training modules to improve their leadership skills.
A newly established Business Development Unit has improved income generation and diversification at the Centre. The setup of a Language Centre will likewise strengthen the financial sustainability of the KAIPTC by saving costs for external interpreting services in the future.
With the new Learning Management System, key operational processes at KAIPTC (such as course management, monitoring and evaluation or alumni network) are digitalized.