Nachhaltigkeit in der Textil- und Lederindustrie

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2073.7
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2B00 Asien II
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Bangladesch

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Staatliche und privatwirtschaft-liche Akteure haben ihre Mandate und Verantwortung zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards in der Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie in Bangladesch besser wahrgenommen.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Commerce

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:12 923 811 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2022.2163.8

    Nachhaltigkeit in der Textil und Lederindustrie II

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    04.05.2020 - 29.02.2028
  • Aktuelles Projekt:01.07.2020 - 30.07.2024

Sonstige Beteiligte

  • ARGE Particip GmbH-Red Orange Limited-
  • ARGE adelphi consult GmbH-M/s. Reed

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    25040 Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Bangladesch ist nach China der zweitgrößte Exporteur von Bekleidung und Textilien. Mit einem Exportvolumen von insgesamt 6,4 Milliarden US-Dollar ist Deutschland der größte Abnehmer in der Europäischen Union. Die Textil- und Lederindustrie beschäftigt in Bangladesch mehr als 4,5 Millionen Menschen und ist damit eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes.
Nach tragischen Fabrikunglücken hat Bangladesch große Anstrengungen unternommen, um die Arbeitsbedingungen in den Fabriken zu verbessern und Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten. Die Gesetzgebung und -durchsetzung haben sich mit Gewerkschaften, Mindestlohn und Arbeitsplatzsicherheit weiterentwickelt.
Allerdings sind weitere Maßnahmen erforderlich, um die soziale Absicherung sowie den Schutz der Beschäftigten und der Umwelt zu gewährleisten. Derzeit nehmen jedoch sowohl der Staat als auch die Unternehmen den Schutz der Bevölkerung und der Umwelt noch nicht ausreichend wahr.
Zuletzt hat außerdem die Corona-Krise zu großen Umsatzrückgängen in der Branche geführt und bedroht damit Arbeitsplätze und Einkommen.
Ziel
Staat und Unternehmen setzen Sozial- und Umweltstandards in der Textil- und Lederindustrie besser um.
Vorgehensweise
Das Vorhaben berücksichtigt soziale, ökonomische und ökologische Standards und fördert eine bessere Kooperation zwischen Staat und Unternehmen.
Es baut die Kompetenzen der Arbeitsinspektionsbehörde und der Umweltbehörde langfristig aus, damit diese den Schutz von Arbeitnehmer*innen und Umwelt besser wahrnehmen.
Ergänzend leistet das Vorhaben Organisationsentwicklung und Beratung in Unternehmen, damit sie den staatlichen Anforderungen stärker nachkommen. Nationale Zulieferunternehmen werden qualifiziert, um das deutsche Nachhaltigkeitssiegel „Grüner Knopf" zu erlangen.
Die Zusammenarbeit mit Frauencafés und Fabriken stärken darüber hinaus den sozialen Dialog und befähigen Arbeiter*innen, sich für die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards einzusetzen.
Zudem trägt das Vorhaben zur Prävention der Corona-Pandemie mit Aufklärungskampagnen und Schulungen zu Hygienemaßnahmen in Fabriken bei.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Bangladesh is the second largest exporter of clothing and textiles after China. Its biggest export market in the European Union is Germany, where it generates a volume of USD 6.4 billion. The textile and leather industry is one of the country’s most important sources of income as more than 4.5 million people in Bangladesh work in the sector.
Following tragic accidents at factories, Bangladesh has made considerable efforts to improve working conditions in them and comply with sustainability standards. Legislation and enforcement have developed significantly in the areas of trade unions, minimum wages and job security.
Nevertheless, additional measures are needed to ensure social security and to safeguard employees and the environment. Currently, neither the Government nor the companies are sufficiently protecting the population and the environment.
Recently the coronavirus crisis has led to a major fall in sales in the sector and is therefore threatening workplaces and income.

Objective
The Government and companies are implementing social and environmental standards in the textile and leather sector more effectively.

Approach
The project observes social, economic and ecological standards and is promoting better cooperation between the Government and companies.
In the long term, it is improving the skills of the work inspection authority and the environmental authority so they can better protect employees and the environment.
It also provides organisational development and advice to companies so they can better comply with state requirements. National suppliers receive training on order to obtain German ‘Green Button’ sustainability certification.
Cooperation with women’s cafés and factories is also encouraging social dialogue and empowering employees to advocate compliance with sustainability standards.
Furthermore, the project is helping address the coronavirus pandemic by realising educational campaigns and training courses on hygiene measures in factories.