Berufliche Bildung Laos (VELA)

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2090.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Laos

Zusammenfassung

  • Ziele:

    In wirtschaftlich dynamischen Zentren sind dual-kooperative Berufsausbildungen in ausgewählten Berufsfeldern (Landwirtschaft,Lebensmittelverarbeitung, Tourismus, Bau und Automobiltechnik) etabliert

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Education and Sports

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:8 249 330 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2012.2535.8

    Berufliche Bildung Laos (VELA)

Nachfolger-Projekt

  • 2024.2077.6

    Berufliche Bildung Laos (VELA)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    02.12.2013 - 31.07.2027
  • Aktuelles Projekt:01.02.2019 - 30.08.2024

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    11330 Berufliche Bildung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Mit seiner auf der Verwertung von natürlichen Ressourcen beruhenden Wirtschaft zählt Laos nach wie vor zu den Ländern mit dem geringsten Einkommen der Region. Das starke Wirtschaftswachstum von sieben bis acht Prozent in den letzten zehn Jahren hat daran nichts Wesentliches geändert. Das Wachstum beschränkte sich in erster Linie auf Sektoren wie Bergbau und Energie, in denen keine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften besteht. Unter Nachhaltigkeitsaspekten betrachtet, ist die Qualität des Wachstums, insbesondere in Bezug auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Armutsminderung, vergleichsweise gering.

Vor allem in den Städten beschweren sich die laotischen Unternehmen oft über den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Zu Recht – und nicht zuletzt deshalb, weil sie im Zuge der fortschreitenden regionalen Integration im gemeinsamen Wirtschaftsraum des ASEAN (Verband Südostasiatischer Nationen) mit zunehmender Konkurrenz aus den Nachbarstaaten konfrontiert sind. Die Anforderungen, die im Hinblick auf Qualifizierung, Qualität und Produktivität an die laotischen Arbeitskräfte gestellt werden, steigen vor diesem Hintergrund weiter. Doch der Arbeitsmarkt ist dadurch gekennzeichnet, dass zwar einerseits Unterbeschäftigung herrscht, gleichzeitig aber qualifizierte Arbeitskräfte fehlen.

Bislang hat das nationale TVET-System nur wenige Absolventen mit Fähigkeiten und Kompetenzen hervorgebracht, die auf dem laotischen Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Im Allgemeinen sind das Bildungssystem und die Wirtschaft bislang nicht in der Lage, diese große Herausforderung gemeinsam anzugehen und kooperative TVET-Modelle zu schaffen, die zu flexiblen und bedarfsgerechten Qualifikationen führen. Dies stellt ein zentrales Wachstumshindernis dar, insbesondere in den wirtschaftlich dynamischeren Provinzen des Landes. Das Hauptproblem besteht deshalb darin, dass bedarfsorientierte, kooperative Berufsausbildungsgänge und Weiterbildungen in diesen Provinzen fehlen.

Ziel
In den dynamischen Wirtschaftszentren Luang Prabang, Pakse und Vientiane sind kooperative duale Ausbildungsgänge (Dual-Cooperative Training – DCT) für relevante Berufe eingerichtet.

Vorgehensweise
VELA soll in enger Zusammenarbeit mit dem öffentlichen und privaten Sektor das Ministerium für Bildung und Sport (MoES) und die nationale Industrie- und Handelskammer (LNCCI) von Laos dabei unterstützen, den bereits pilotierten DCT-Ansatz weiterzuentwickeln und zu stärken.
Das Projekt bietet vier DCT-Vorzeigeschulen in Provinzen mit hohem Arbeitskräftebedarf Unterstützung bei Kapazitätsaufbau und Organisationsentwicklung. Um über die DCT-Programme zu informieren und verschiedene Zielgruppen für den Ansatz zu gewinnen – dazu gehören beispielsweise Betriebe, die bereit sind, junge Menschen auszubilden, sowie an einer Ausbildung interessierte junge Erwachsene –, wird unter dem Dach der LNCCI ein DCT-Servicecenter eingerichtet. Darüber hinaus werden die Kapazitäten des privaten Sektors gestärkt, damit die Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit öffentlichen Akteuren an der Organisation und Umsetzung von DCT-Programmen in den Provinzen sowie an der Verwaltung und Steuerung von DCT auf der nationalen Ebene mitwirken können.

Wirkungen
Das Projekt trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung der einschlägigen regulatorischen Rahmenbedingungen bei. Mithilfe des Projekts wurden der TVET-Entwicklungsplan für 2016 bis 2020 und die Ausführungsbestimmungen für DCT und integrierte Berufsbildung (Integrated Vocational Education and Training – IVET) entwickelt. Außerdem wurde die Ausarbeitung eines Konzepts und eines Umsetzungsleitfadens für einen Nationalen Rahmen für berufsbezogene Qualifizierung (National Qualification Framework – NQF) unterstützt.

Mit der Entwicklung von zehn und der Umsetzung von drei DCT-Programmen an sechs unterstützten Berufsschulen hat das Projekt zur Verbesserung der Arbeitsmarktausrichtung der TVET beigetragen. Das Lao-German Technical College in der Hauptstadt Vientiane dient als Ausgangspunkt zur Ausweitung des DCT-Ansatzes auf andere Schulen und Provinzen. Im Rahmen des Projekts wurden TVET-Lehrer, Schulungsleiter aus Unternehmen sowie Koordinatoren und Verwaltungspersonal für die Organisation und Umsetzung der neuen DCT-Programme geschult. Darüber hinaus wurden die Schulen dabei unterstützt, Strukturen und Prozesse einzurichten, die die Koordinierung der Programme mit den Partnern aus der Wirtschaft ermöglichen. Damit gewährleistet ist, dass die DCT sowohl in den Schulen als auch in den Partnerunternehmen in guter Qualität umgesetzt wird, wurde ein Mentoringsystem entwickelt und eingeführt.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
With its resource-based economy, Laos continues to be one of the lowest-income countries in the region. The strong economic growth of seven to eight per cent per year in the last decade has not had a substantial impact. Growth predominantly affected sectors such as mining and energy, which do not generate high demand for workers. The quality of growth in terms of sustainable development; particularly the generation of employment and poverty reduction, was comparably low.

Enterprises mainly in urban areas often complain about the lack of qualified workers. This also rings true, as Lao enterprises increasingly face competition among neighbouring countries as part of the progressing regional integration within the ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) Economic Community (AEC). As a result, the demands on training, quality and the productivity of the Lao workforce continue to increase. The labour market is characterised by the coexistence of underemployment and the lack of qualified workers.

So far, the national technical vocational education and training (TVET) system has provided only a limited number of graduates with relevant skills and competencies required by the Lao labour market. The entire education system and the economy have not yet been capable to jointly address this major challenge and establish cooperative TVET models which provide flexible and needs-oriented qualifications for enterprises. This has constituted a key barrier to economic growth particularly in the economically more dynamic provinces of the country. As a result, the core problem consists in a lack of demand-oriented cooperative TVET in these provinces.

Objective
Dual-Cooperative Training programmes for relevant professions have been established in the dynamic economic centres of Luang Prabang, Pakse and Vientiane.

Approach
VELA aims to support the Lao Ministry of Education and Sports (MoES) and the Lao National Chamber of Commerce and Industry (LNCCI) with the further development and consolidation of the already piloted Dual-Cooperative Training (DCT) approach in close cooperation with the state and the private sector.

The project provides capacity building and organisational development support to four DCT Flagship Colleges in provinces with high demand for labour. In order to provide information on DCT programmes and to promote the approach among various target groups; for example enterprises as training providers or young people as potential participants, a DCT Service Centre is set up within LNCCI. In addition, the capacities of the private sector to play an efficient role in the organisation and implementation of DCT programmes on provincial level as well as the management and steering of DCT in close coordination with public actors on national level are strengthened.

Results
The project has been an important driver for the development of the regulatory framework. The TVET Development Plan 2016-2020 and implementing regulations for both DCT and Integrated Vocational Education and Training (IVET) were developed with assistance of the project. Support was also given to the development of a concept and an implementation manual for establishing a National Qualification Framework (NQF).

With the development of ten and the roll-out of three DCT programmes in six supported vocational colleges, the project provided support to improving the labour market orientation of TVET. The Lao-German Technical College in Vientiane Capital served as a nucleus for the dissemination of the DCT approach to other colleges and provinces. The project provided capacity building to TVET teachers, in-company trainers, coordinators and management staff to organise and implement the new DCT programmes. Support was also given to the colleges to set up structures and processes which allow for a joint coordination of the programmes with the private sector partners. For assuring the quality of DCT in both the colleges and the partner enterprises, a mentoring system was developed and introduced.