Adaptation to Climate Change in transboundary flood risk management in the Western Balkans

Project details

  • Project number:2018.2111.5
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Western balkans/Eastern Partnership, Albania, Montenegro, North Macedonia, Kosovo

Summary

  • Objectives:

    Adaption to climate change is strengthened through transboundary flood risk management in the Western Balkans.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Zuständige Ministerien der Partnerländer

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:4 954 378 Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous project

  • 2016.2019.4

    Anpassung an den Klimawandel durch grenzüberschreitendes Hochwasserrisikomanagement im westlichen Balkan

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    29.03.2016 - 30.08.2022
  • Actual project implementation phase:01.10.2018 - 30.08.2022

other participants

  • Infrastruktur u.Umwelt

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Democratic and inclusive governance

    Significant (secondary) policy objective

  • Disaster Risk Reduction

    Principal (primary) policy objective

  • Climate Change: Adaptation

    Principal (primary) policy objective

CRS code

    14010 Water sector policy and administrative management

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

Ausgangssituation

Das Einzugsgebiet des Flusses Drin im westlichen Balkan beheimatet 1,6 Millionen Menschen. Das Flusssystem bietet der Bevölkerung wichtige Lebensgrundlagen, denn es stellt die für Stromerzeugung, Bewässerung, Fischerei und Freizeitaktivitäten benötigten Ressourcen bereit. Durch die Zunahme von Flusshochwassern und Dürren im Mittelmeerraum, insbesondere auf dem westlichen Balkan, sind jedoch die Risiken für die Wirtschaft, die Tier- und Pflanzenwelt und die menschliche Gesundheit gestiegen.
In den letzten Jahren traten auf dem Westbalkan immer öfter schwere Naturkatastrophen auf, hauptsächlich Überschwemmungen und Dürren. So hat der Klimawandel dazu geführt, dass der Drin häufiger weit über seine Ufer tritt, wodurch die Lebensbedingungen der Bevölkerung, die in seinem Einzugsgebiet lebt, beeinträchtigt werden. Diese Entwicklung kann dramatische wirtschaftliche Folgen haben, denn die Überschwemmungen führen zu hohen Sachschäden an Gebäuden sowie zum Verlust von Nutzpflanzen und Vieh. In den Anrainerstaaten des Drin (Albanien, Kosovo, Montenegro und Nordmazedonien) ist man sich der Tatsache bewusst, dass die Länder in Sachen Katstrophenvorsorge, Notfallmaßnahmen und Wiederaufbau gemeinsam handeln müssen, um die Folgen von Naturkatastrophen erfolgreich zu bewältigen und sich an die erwarteten Veränderungen anzupassen.
Ziel

Das grenzüberschreitende Hochwasserrisikomanagement ist im Hinblick auf den Klimawandel im westlichen Balkan gestärkt.

Vorgehensweise

Das Projekt konzentriert sich auf das Einzugsgebiet des Drins und unterstützt nationale und lokale Institutionen in Albanien, Kosovo, Montenegro und Nordmazedonien.
Zurzeit ist das Projekt im Wesentlichen in drei Handlungsfeldern tätig:
• Kartierung von Hochwassergefahren und -risiken: Das Projekt unterstützt seine Partnerinstitutionen mit technischem und methodischem Fachwissen bei der partizipativen Entwicklung von Karten zu Hochwassergefahren und -risiken gemäß der EU-Hochwasserrichtlinie.
• Frühwarnung: Das Projekt arbeitet in ausgewählten Pilotgebieten mit nationalen und lokalen Behörden zusammen, um effektive Frühwarnsysteme (einschließlich der entsprechenden Kapazitäten) aufzubauen, mit denen die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt werden kann. Das Projekt berät die Wetterdienste der Partnerländer, damit diese ihre Kapazitäten für die Vorhersage von Hochwassern verbessern können.
• Institutionelle Entwicklung: Das Projekt unterstützt die nationalen und lokalen Akteure bei der Stärkung ihrer strategischen Kapazitäten im Hinblick auf eine bessere Koordination des Hochwasserrisikomanagements.
Wirkung

Das aktuelle Projekt baut auf den Ergebnissen früherer Projektphasen auf. So wurde zuvor für die Wetterdienste der einzelnen Länder ein Hochwasservorhersagesystem aufgebaut, das inzwischen im Einsatz ist. Dadurch können rund 30.000 Menschen, die im Hochwasserfall von Überschwemmungen betroffen sein können, frühzeitig gewarnt werden. Umfang und Qualität des Austauschs von hydrologischen und meteorologischen Echtzeitdaten zwischen den Anrainerstaaten haben zugenommen, was noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre.
Langfristig streben die Drin-Anrainerstaaten im Rahmen ihrer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ein gemeinsames regionales Hochwasserrisikomanagement an. Zu diesem Zweck wurde eine grenzüberschreitende technische Arbeitsgruppe als Austauschplattform eingerichtet. Innerhalb dieser Arbeitsgruppe erhielten die Anrainerstaaten technisches Fachwissen zur Ermittlung von Gebieten mit hohem Hochwasserrisiko; der erste Schritt des Hochwasserrisikomanagements gemäß der EU-Hochwasserrichtlinie.

Im Rahmen eines partizipativen Konzepts wurden in Albanien acht und in Montenegro 22 kommunale bzw. lokale Hochwasserrisikomanagementpläne entwickelt, die die Anforderungen der EU-Hochwasserrichtlinie erfüllen.
Verschiedene lokale Behörden in den besonders hochwassergefährdeten Gebieten Albaniens und Montenegros haben im Rahmen ihrer Pläne bereits Anpassungsmaßnahmen umgesetzt. So wurden Aufklärungskampagnen durchgeführt, um das Bewusstsein der örtlichen Bevölkerung und der Behörden für das Hochwasserrisiko zu schärfen. Ferner wurden in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden Entwässerungsgräben wieder instand gesetzt, um das Überschwemmungsrisiko zu mindern.
Im Kosovo wurden sowohl ein Dürrerisikomanagementplan für die Stadt Gjilan als auch ein technischer Leitfaden zur Erstellung von Dürremanagementplänen erarbeitet. Darüber hinaus wurde für die regionalen Wasserversorger ein Dürrefrühwarnsystem entwickelt, das auf einem Standardisierten Niederschlagsindex (SPI) beruht und nach wie vor im Einsatz ist.

In der ersten Projektphase wurden in den drei Hauptstädten Tirana, Podgorica und Belgrad Analysen der Anfälligkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurden Klimaanpassungspläne entwickelt und erste Maßnahmen umgesetzt.
Darüber hinaus hat Albanien als erstes Land auf dem Balkan einen partizipativ gestalteten nationalen Anpassungsprozess auf den Weg gebracht, der in einem Nationalen Anpassungsplan (NAP) mündete. Durch den NAP wurden die Kapazitäten der Mitglieder der interministeriellen Arbeitsgruppe gestärkt. Gleichzeitig bildet der Anpassungsplan die Grundlage für die kürzlich verabschiedete albanische Klimaschutzstrategie.
Bei den jüngsten Überschwemmungen Anfang 2018 wurde bereits deutlich, dass die durch das Projekt unterstützten Maßnahmen zur Minderung von Hochwasserschäden beitragen
 

 

Project description (EN)

Context

The Drin River Basin in the Western Balkans is home to 1.6 million people. Their lives depend on this system, which provides the resources they need for electricity generation, irrigation, fishing and recreational activities. Increasing floods and droughts in the Mediterranean region, and especially in the Western Balkans, will pose ever greater risks to the economy, flora, fauna and human health.
Over the past few years, the frequency and severity of natural disasters (mainly floods and droughts) in the Western Balkans region has increased substantially. Climate change is causing intensive floods, which affect the living conditions of the population along the Drin River Basin. Climate projection models predict that flooding is likely to increase in the coming years. The consequences of flooding include damage to property, destruction of crops, and loss of livestock, with severe economic impacts for communities. The riparian countries (Albania, Kosovo, Montenegro and North Macedonia) clearly see a need for joint action in terms of preparedness, response and recovery, to successfully face the consequences of these events and adapt to predicted changes.
Objective

Transboundary flood risk management is strengthened with regard to climate change.

Approach

The project focuses on the Drin River Basin and supports institutions at national and local levels in Albania, Kosovo, Montenegro and North Macedonia.
The project currently acts in three key areas:
• Flood Hazard and Risk Mapping: The project supports partner institutions with technical and methodological expertise for the participatory development of Flood Hazard and Risk Maps (FHRM) in accordance with the EU Floods Directive.
• Early Warning: The project works with national and local authorities in selected pilot areas on building capacities for delivering effective and timely "end to end" early warnings. It provides technical and organisational advice to national Hydro-meteorological Services to improve their capacities for forecasting and warning.
• Institutional development: The project supports actors at national and local levels in strengthening their strategic capacities to better coordinate Flood Risk Management.
Results (this can be omitted if the project has only just started)


The current project is building on the achievements of its earlier stages. Previously, a Flood Forecasting System has been established for the national Hydro-meteorological Services and is now in use. As a result, around 30,000 people potentially affected by floods can be warned in advance. The riparian countries are now exchanging more and better real-time hydrological and meteorological data, which was unthinkable just a few years ago.
A long-term goal of transboundary cooperation among the Drin riparian countries is to have a joint regional Flood Risk Management. For this reason, a transboundary Technical Working Group on Flood Risk Management was established. Within this group, technical expertise is being provided to riparian countries for the identification of areas with significant flood risk, the first step of the EU Floods Directive.

In a participatory approach, eight communal Flood Risk Management plans in Albania and 22 local Flood Risk Management plans in Montenegro were developed in accordance with the EU Floods Directive.
Local authorities in the risk-affected areas of Albania and Montenegro have already implemented adaptation measures as part of their plans. Flood awareness campaigns were carried out for enhancing the awareness of flood risk of the local population and authorities in Albania and Montenegro. Furthermore, in cooperation with affected municipalities in Albania and Montenegro, drainage channels were cleared in order to reduce the risk of floods.
In Kosovo, both a drought management guideline for drinking water utilities and a drought management plan for Gjilan were produced. Moreover, a drought early warning tool based on a Standard Precipitation Index (SPI) has been developed for regional water companies in Kosovo, which remains in use.

Climate change vulnerability assessments were carried out in three capital cities (Tirana, Podgorica, Belgrade) during the first phase of the project. Based on the assessments, climate adaptation plans were developed and first measures have been implemented. In addition, a participatory National Adaptation Process was facilitated in Albania for the first time in the Balkans, resulting in a National Adaptation Plan (NAP), which strengthens capacities among the Inter-ministerial Working Group members. It also constitutes the adaptation pillar of the recently approved Albanian Climate Change Strategy.
The recent floods in early 2018 already showed that the measures supported by the project are effective in mitigating flood damage.