Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2116.4
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Mongolei

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Als international ausgerichtete und qualitätsorientierte Universität stellt die DMHT Fach- und Führungskräfte sowie wissenschaftliches Know- How zur Verfügung, die in der Mongolei für eine nachhaltige, breitenwirksame rohstoffbasierte Wirtschaftsentwicklung nachgefragt werden.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Education, Culture and Science

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 428 991 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2016.2006.1

    Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie

Nachfolger-Projekt

  • 2023.2261.8

    Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie IV

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    14.08.2013 - 31.12.2026
  • Aktuelles Projekt:01.07.2019 - 08.01.2024

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    11420 Hochschulbildung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Mongolische Unternehmen und andere potenzielle Arbeitgeber*innen beklagen, dass die fachlichen Qualifikationen, Arbeitseinstellungen und Anwendungskompetenzen von Absolvent*innen der mongolischen Hochschulen nicht ausreichend an ihre Bedarfe angepasst sind. Die Hochschulen bereiten die jungen Menschen nur unzureichend auf die Anforderungen der Praxis vor.

In der nationalen Strategie zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele von 2016 ist unter anderem der Aufbau einer international wettbewerbsfähigen Hochschulbildung vorgesehen. Dies soll durch die wechselseitige Stärkung von Lehre, Forschung und Industriekooperation erreicht werden. Weiterhin hat die mongolische Regierung seit 2012 Reformen im akademischen und institutionellen Bereich angestoßen, um Lehre, Forschung und Unternehmenskooperation anwendungsbezogen zu gestalten.

Die Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie (DMHT) ist dabei das bedeutendste Modellprojekt und zugleich Leuchtturmprojekt der mongolisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die mongolische Regierung erwartet, dass die DMHT als leistungsfähiger Partner für wirtschaftliche Entwicklung Strahlkraft für den gesamten Hochschulbereich hat.

Ziel

Die personellen und sachlichen Ressourcen der Deutsch-Mongolischen Hochschule für Rohstoffe und Technologie zur Ausbildung von qualifizierten Fachkräften sind gestärkt.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt die Weiterentwicklung von praxisorientierten Studiengängen, leistet Beratung zum Hochschulaufbau und berät zu Qualitätsmanagement und Qualifizierung in Lehre und Methodik. . Dadurch unterstützt es die DMHT dabei, sich als Hochschule langfristig in der mongolischen Hochschullandschaft zu verankern und das Leistungsangebot auszuweiten. Das Lehrpersonal erhält Qualifizierungen und Trainings in der Hochschulverwaltung.

Das Vorhaben unterstützt darüber hinaus die DMHT bei der Einführung eines Geschäftsmodells, welches die Hochschule finanziell tragfähig ausrichtet. Darüber hinaus erhält die DMHT Beratung bei der Weiterentwicklung des Leistungsangebots in Forschung und Lehre. Außerdem werden Lehrbetrieb, Campusmanagement und das Qualitätssystem der DMHT weiterentwickelt, um die Umsetzung von entwickelten Studienangeboten sicherzustellen. Das Vorhaben möchte besonders einkommensschwachen Gruppen den Zugang zur Hochschule sichern.

Zudem ist vorgesehen, ein Hochschulnetzwerk für die Qualitätsentwicklung aufzubauen. Im Rahmen dieses Netzwerkes werden internationale Hochschulkooperationen gefördert sowie die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen im Bereich der angewandten Forschung gestärkt. Gleichzeitig ist die Bereitstellung von Forschungsleistungen für Unternehmen ein wichtiges Instrument, um diese auch bei der Akquise von Drittmitteln zu binden.

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein wichtiges Nebenziel des Vorhabens, das in sämtlichen Aktivitäten Berücksichtigung findet. So wird die DMHT beraten, den Zugang zu sowie die Durchführung von Studiengängen inklusiv und gendersensibel zu gestalten. Frauen, Männer sowie behinderte Menschen sollen gleichermaßen förderliche Lernbedingungen vorfinden.

Um die Digitalisierung an der DMHT voranzutreiben, arbeitet das Vorhaben eng mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik sowie dem MECSS zusammen. Der Plan sieht vor, eine digitale Plattform umzusetzen, mit welcher die Authenzität von Hochschulabschlusszeugnissen überprüft werden kann.

Wirkungen

Als Leuchtturmprojekt für angewandte Hochschulbildung nach dem deutschen Fachhochschulmodell ist insbesondere das Qualitätsmanagementsystem der DMHT ein positives Beispiel für andere Hochschulen in der Mongolei. In der Folge hat das mongolische Bildungsministerium angekündigt, Hochschulen die staatliche Akkreditierung zu entziehen, die qualitativen Mindestanforderungen nicht genügen. Bedarfsgerechte Forschungsleistungen für die mongolische Wirtschaft können in der Zukunft nur von Hochschulen erbracht werden, die über ein wirksames Qualitätsmanagementsystem verfügen.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Mongolian companies and other potential employers complain that the technical qualifications, attitudes to work and applied skills of graduates from Mongolian universities are insufficiently aligned with their needs. The universities do not prepare young people adequately for the requirements of practical work.

The national strategy for implementing the Sustainability Development Goals launched in 2016 includes a plan to develop internationally competitive university education. This is to be achieved through the mutual reinforcement of teaching, research and cooperation with industry. In addition, since 2012, the Mongolian Government has initiated reforms in the academic and institutional field to design application-oriented teaching and research as well as business partnerships.

The German-Mongolian Institute for Resources and Technology (GMIT) is the most important model project in this context and also the flagship project of Mongolian-German development cooperation. The Mongolian Government anticipates that GMIT will have a positive effect on the entire university sector as a capable partner for economic development.

Objective

The staff and material resources of GMIT used to train qualified experts have been strengthened.

Approach

The project supports the further development of practice-oriented degree courses and provides advice on university development, quality management and training in teaching and methodologies. In doing so, it helps GMIT to cement its long-term position in the Mongolian university landscape and to expand its offering. The teaching staff receive qualifications and training in university administration.

The project also supports GMIT with the introduction of a business model to make the university financially viable. In addition, GMIT receives advice on the further development of research and teaching provision. Teaching activities, campus management and the quality system at GMIT are also being enhanced to ensure the implementation of the range of courses that has been created. The project aims to ensure that low-income groups, in particular, have access to the university.

There are also plans to establish a university network for quality development. Within the scope of this network, international university cooperation arrangements will be promoted as well as cooperation between universities and businesses in the field of applied research. At the same time, provision of research services for companies is a key instrument in attracting outside funding.
Gender equality is a major secondary objective of the project and is taken into account in all activities. For example, GMIT is advised on making access to study programmes inclusive and gender-sensitive. Women, men and disabled persons should have equal access to supportive learning conditions.

To drive forward digitalisation at GMIT, the project is working closely with the Fraunhofer Institute for Applied Information Technology and MECSS. The plan is to implement a digital platform that can be used to verify the authenticity of university degree certificates.

Results

As a flagship project for applied university education based on the German university of applied sciences model, the quality management system at GMIT is a positive example for other universities in Mongolia. As a result, MECSS has announced a plan to revoke the government accreditation of universities that do not meet the minimum quality requirements. In future, only universities that have an effective quality management system will be permitted to perform needs-based research services for Mongolian businesses.