Beratung der ECOWAS-Kommission im Bereich Frieden und Sicherheit (EPSAO)
Projektdetails
- Projektnummer:2018.2135.4
- Status:laufendes Projekt
- Zuständige Organisationseinheit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
- Ansprechpartner: Yvonne Nakaiza Akpasom yvonne.akpasom@giz.de
- Partnerländer: E.C.O.W.A.S., Burkina Faso, Benin, Côte d'Ivoire, Kap Verde, Ghana, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Sierra Leone, Senegal, Togo
Zusammenfassung
- Ziele:
ECOWAS verfügt über verbesserte Kapazitäten um zu Frieden und Sicherheit in Westafrika beizutragen
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
ECOWAS Kommission
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:27 050 000 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 16 400 000Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2023.2013.3
Beratung der ECOWAS-Kommission im Bereich Frieden und Sicherheit
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 28.12.2018 - 31.12.2027 - Aktuelles Projekt:28.12.2018 - 31.12.2024
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
15220 Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
In den 1990er Jahren war die westafrikanische Region das Zentrum großer bewaffneter Konflikte. Auch heute noch ist die Region von bekannten und neuen Formen bewaffneter Konflikte und Sicherheitsproblemen gekennzeichnet. Dazu gehören gewalttätige Extremisten, das organisierte Verbrechen, Piraterie, Aufstände, Konflikte zwischen Bauern und Viehzüchtern sowie gewaltsame Zwischenfälle im Zusammenhang mit Wahlen.
Als Reaktion auf die Sicherheitsherausforderungen in Westafrika und dem Rest des Kontinents, hat die Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS) mit der Afrikanischen Union (AU), den Vereinten Nationen (VN) und der Europäischen Union (EU) eine Reihe von Plänen, politischen Maßnahmen und Programmen in die Wege geleitet. Trotz des gut ausgearbeiteten politischen Handlungsrahmens der ECOWAS, dem offensichtlich vorhandenen politischen Willen und der praktischen Erfahrung beim Management von Bedrohungen für Frieden und Sicherheit bestehen nach wie vor verschiedene Herausforderungen. Diese betreffen die regionale Ebene (ECOWAS-Institutionen), die ECOWAS-Mitgliedstaaten sowie die zivilgesellschaftlichen Gruppen in Westafrika. Es gibt Lücken im Hinblick auf die institutionellen und operativen Kapazitäten und Herausforderungen, die die Politikkohärenz, die Koordination und die Umsetzung betreffen. Darüber hinaus bestehen weiterhin Schwierigkeiten bei der Reaktion auf frühe Warnungen sowie nachhaltige Dialog- und Vermittlungskapazitäten. Ferner fehlt es an Ressourcen zur Finanzierung der Maßnahmen in den Bereichen Frieden und Sicherheit.
Die Fachkräfte aus regionalen, nationalen und zivilgesellschaftlichen Organisationen haben trotz intensiver Schulungsmaßnahmen nach wie vor bestimmte Kompetenzlücken, die durch gezielte bedarfsgerechte Nachschulungen behoben werden können. Gleichzeitig besteht Bedarf an unabhängigen Analysen und einem offenen Austausch über die in der Region bestehenden Herausforderungen für Frieden und Sicherheit, der zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik auf verschiedenen Ebenen geführt werden sollte. Während sich viele Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau bisher auf die regionale Ebene der ECOWAS konzentriert haben, sind die institutionellen Kapazitäten auf der Ebene der Mitgliedsstaaten häufig unzureichend bzw. nicht vorhanden.
Ziel
Die Handlungsfähigkeit der ECOWAS-Institutionen, Mitgliedstaaten und zivilgesellschaftlichen Gruppen in Westafrika im Hinblick auf die Verhinderung und Bewältigung von Konflikten ist gestärkt.
Vorgehensweise
Das Projekt wird die ECOWAS-Kommission in ihrem Vorhaben unterstützen, Konflikte und Sicherheitsbedrohungen in Westafrika zu verhindern bzw. zu bewältigen. Dabei orientieren sich die geplanten Maßnahmen an den drei im Folgenden genannten konkreten Zielen:
- die Stärkung der ECOWAS-Mechanismen zur Förderung und Erhaltung von Frieden und Stabilität sowie zur Bewältigung von Postkonfliktsituationen
- die Befähigung der ECOWAS zur Bewältigung von aufkommenden oder bestehenden Konflikte
- die Mitwirkung bei der Schaffung eines sicheren Postkonfliktumfelds. Dies umfasst unter anderem Maßnahmen in den Bereichen Konfliktanalyse und Frühwarnsysteme, Unterstützung bei Dialog-, Mediations- und Friedensmaßnahmen; die Reform des Sicherheitssektors sowie einen Beitrag zur Umsetzung des ECOWAS Conflict Prevention Framework (ECPF).
Das Vorhaben wird von der EU und dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam kofinanziert
Projektbeschreibung (EN)
Context
The West African region was at the centre of major armed conflicts in the 1990s and continues to struggle with old and new forms of armed conflict and insecurity, including violent extremism, organised crime, piracy, violent riots, farmer-herder conflicts, and election-related violence.
The Economic Community of West African States (ECOWAS), alongside the African Union (AU), the United Nations (UN) and the European Union (EU), have initiated a series of protocols, policies and programmes in response to the security challenges in West Africa and Africa broadly. In spite of ECOWAS’s well-developed policy frameworks, appreciable levels of political will, and practical experiences in managing peace and security threats, it continues to face a number of challenges. These challenges cut across the regional level (ECOWAS institutions), Member States of ECOWAS, and civil society groups in West Africa. There are gaps in their institutional and operational capacity, including challenges regarding policy coherence, coordination and implementation, continued difficulties with linking early warning and response, sustainability of dialogue and mediation capacities, and lack of adequate resources to finance activities in the area of peace and security.
Despite sustained training efforts, practitioners from regional, national and civil society organisations still have specific knowledge requirements, which can be fulfilled by targeted needs-based training. Equally, there is a need for independent analysis and open exchange between academia, civil society and policy makers at different levels on regional peace and security issues. While much of the capacity building initiatives thus far have been concentrated at the regional level of the ECOWAS, the corresponding institutional capacity at the Member States level is often weak or lacking.
Ojective
The ability of ECOWAS institutions, Member States, and civil society groups in West Africa to prevent and manage conflicts and security threats in West Africa is strengthened.
Approach
The project will support the ECOWAS Commission in its mandate to prevent and manage conflict and security threats in West Africa. The following three specific objectives will guide the envisaged support:
- Strengthen ECOWAS’ mechanisms to promote and maintain peace and stability and post crisis operations;
- Enable ECOWAS to manage emerging or existing conflicts;
- Contribute to the creation of a secure and safe post conflict environment. This will involve, among others, activities in the areas of conflict analysis, early warning, dialogue, mediation, peace support operations, reform of the security sector, and ultimately the Action will contribute to the implementation of the ECOWAS Conflict Prevention Framework (ECPF).
The Action will be jointly co-financed by the EU and the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ).