Grüne Bürgerenergie

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2176.8
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1720 Grüne Transformation in Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Afrika NA, Benin, Kongo Dem. Rep., Kongo Republik, Côte d'Ivoire, Kamerun, Äthiopien, Ghana, Kenia, Mali, Mosambik, Namibia, Senegal, Tansania, Uganda, Sambia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Voraussetzungen zur Versorgung ländlicher Regionen in ausgewählten Ländern Afrikas mit de- zentralen erneuerbaren Energien sind unter Beteiligung von Bürgern und Unternehmen verbessert

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Kein politischer Träger

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:63 400 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    11.12.2018 - 11.10.2024
  • Aktuelles Projekt:01.10.2018 - 11.10.2024

Sonstige Beteiligte

  • ARGE GOPA Worldwide Consultants GmbH-

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    23210 Energieerzeugung, erneuerbare Quellen – verschiedene Technologien

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

620 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika haben keinen Zugang zu modernen Energietechnologien und -dienstleistungen. Es mangelt vor allem an einer flächendeckenden Stromversorgung. Mit den vor Ort verfügbaren Technologien wird Energie in der Regel teuer, ineffizient und gesundheitsgefährdend produziert.

Der aktuelle Energiebedarf in Afrika wird weiter überproportional steigen: durch hohes Bevölkerungswachstum, die Steigerung der wirtschaftlichen Aktivitäten in oft dynamischen Wirtschaftsräumen und einen höheren Lebensstandard. Bis 2030 dürfte die Energienachfrage Afrikas deshalb um 80 Prozent zunehmen. Hier ist die internationale Staatengemeinschaft gefordert, die mit der international anerkannten, globalen „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" die Vision einer gemeinsamen, lebenswerten Zukunft geschaffen hat. Die Agenda denkt erstmals ökologische, ökonomische und soziale Aspekte von Entwicklung zusammen. Alle Staaten der Vereinten Nationen verpflichten sich im Rahmen der Sustainable Development Goals (SDG) bis zum Jahr 2030 zu 17 Zielen. Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und die Verwirklichung des SDG „Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern" ist nur möglich, wenn ausreichend Energie zur Verfügung steht. Mit Blick auf den Klimawandel, das Pariser Klimaabkommen und das SDG „Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen" müssen erneuerbare Energien die Basis für die künftige Energieversorgung Afrikas bilden. Dazu gehört vor allem, den Zugang zu moderner, erneuerbarer Energie in ländlichen Gebieten deutlich zu verbessern.

Ziel

Die Voraussetzungen, ländliche Regionen Afrikas mit dezentralen erneuerbaren Energien zu versorgen, sind unter der Beteiligung von Bürger*innen und Unternehmen verbessert.

Vorgehensweise

Im Juni 2017 hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die Initiative „Grüne Bürgerenergie für Afrika" ins Leben gerufen. Diese leistet einen Beitrag zur Umsetzung des „Marshallplans mit Afrika". Gleichzeitig flankiert sie die nationale Umsetzung der Agenda 2030, indem sie zum Erreichen der SDG „Bezahlbare und saubere Energie" und SDG „Klimaschutz" beiträgt.

Das Vorhaben unterstützt den Aufbau dezentraler erneuerbarer Energiesysteme in ländlichen Regionen Afrikas und bindet dabei lokale Akteure und private Investoren ein. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Teilhabe von Kommunen, Genossenschaften und lokalen Unternehmen. Darüber hinaus werden die lokale Wertschöpfung und die produktive Nutzung von Energie und soziale Einrichtungen gefördert sowie Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen.

Das Vorhaben wird in fünf Komponenten umgesetzt:
—Ein Kleinprojektefonds fördert Projekte lokaler Akteure in Subsahara-Afrika mit bis zu 200.000 Euro.
—Das Aus- und Fortbildungsangebot im Bereich dezentrale erneuerbare Energieversorgung wird verbessert und ausgeweitet.
—Dezentrale erneuerbare Energien für produktive Nutzung und soziale Einrichtungen werden zugänglich gemacht.
—Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen und Beratungsangebote ermöglichen eine Skalierung von Investitionen.
—Ein Angebot von Informationen zu dezentralen erneuerbaren Energien wird bereitgestellt und Energiepartnerschaften vermittelt.

Die Komponenten 1 und 5 – „Kleinprojektefonds" und „Sekretariat" – werden von zentraler Seite gesteuert. Die Punkte 2, 3 und 4 – „Aus- und Fortbildung", „Produktive Nutzung und soziale Infrastruktur" und „Investitionen und Rahmenbedingungen" – werden vor Ort in den Fokusländern konzipiert und umgesetzt.

Darüber hinaus unterstützen zwei „Energiebeauftragte des BMZ für Afrika" die Initiative: die beiden ehemaligen Bundestagsabgeordneten Bärbel Höhn und Josef Göppel. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Initiative „Grüne Bürgerenergie für Afrika", indem sie ehrenamtlich die Gestaltung und Bekanntmachung der Initiative unterstützen und ihre politischen Erfahrungen und Netzwerke in die Umsetzungsarbeit einbringen. Die beiden Energiebeauftragten haben im Rahmen ihrer Tätigkeit acht von neun Fokusländern bereist. Auf diversen Veranstaltungen präsentierten sie die Initiative. Dies trägt zum Aufbau von Partnerschaften zwischen verschiedenen Akteursgruppen und damit zu den Kernzielen der Initiative bei.
 

 

Projektbeschreibung (EN)


Context

620 million people in sub-Saharan Africa have no access to modern energy technologies and services. Above all, power supplies are unreliable. With the technologies available locally, energy production tends to be expensive, inefficient and hazardous to health.

Current energy requirements in Africa will continue to increase disproportionately as a result of high population growth, increased economic activities in what are often dynamic markets, and a higher standard of living. Africa’s energy demands are therefore set to increase by 80 per cent by 2030. Having established the vision of a shared future worth living with the internationally recognised global 2030 Agenda for Sustainable Development, the international community therefore needs to take action here. The Agenda is addressing ecological, economic and social aspects of development together for the first time. With regard to the Sustainable Development Goals (SDGs), all members of the United Nations undertake to implement 17 goals by 2030. Sustainable economic development and the SDG ‘Ensure access to affordable, reliable, sustainable and modern energy for all’ can only be achieved if sufficient energy is available. With a view to climate change, the Paris Climate Agreement and the SDG ‘Take urgent action to combat climate change and its impacts’, renewable energies need to form the basis for the future power supply in Africa. Above all, this entails significantly improving access to modern, renewable energy in rural regions.

Objective

The conditions for supplying regions in rural Africa with decentralised renewable energy have improved, assisted by the involvement of citizens and the private sector.


Approach

In June 2017, German Development Minister Gerd Müller launched the Green People’s Energy for Africa initiative, which contributes towards implementing the Marshall Plan with Africa. At the same time, it supports the national implementation of the 2030 Agenda by contributing towards achieving the SDGs that target ‘Affordable and clean energy’ and ‘Climate action’.

The project supports the development of decentralised renewable energy systems in rural regions of Africa with the involvement of local stakeholders and private investors. Particular emphasis is placed on the participation of municipalities, cooperatives and local companies. In addition, the project promotes local value creation and the productive use of energy and social institutions, and also creates employment opportunities.

There are five components in the project’s implementation:
—A small-scale project fund provides up to 200,000 euros to promote projects by local stakeholders in Sub-Saharan Africa.
—The training offered in the area of decentralised renewable energy supply is being improved and expanded.
—Decentralised renewable energy for productive use and social institutions is being made accessible.
—The improved framework conditions and advisory services available are making it possible to scale up investments.
—Information is being provided with regard to decentralised renewable energy and energy partnerships are being established.

Components 1 and 5 – ‘Small-scale project fund' and ‘Secretariat’ – are controlled centrally. Components 2, 3 and 4 – ‘Training’, ‘Productive use and social infrastructure’ and ‘Investments and framework conditions’ – are designed and implemented locally in the focus countries.

Moreover, two Special Representatives for Energy in Africa – Bärbel Höhn and Josef Göppel, both of whom are former German Bundestag members – are also supporting the initiative. They are playing a key role in implementing the Green People’s Energy for Africa initiative by working on a voluntary basis to help design and publicise the initiative, in the process contributing their political experience and access to networks in the implementation process. The two Special Representatives have traveled to eight out of nine focus countries as part of their work. They have presented the initiative at various events. This helps forge partnerships between various stakeholder groups and thus contributes to the core goals of the initiative.