Allianz für Integrität (Afln)
Projektdetails
- Projektnummer:2018.6253.1
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G420 Governance, Menschenrechte
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Internat. Zusammenarbeit mit Regionen für Nachhalt, Brasilien, Ghana, Indien, Mexiko
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Voraussetzungen für die erfolgreiche Planung und Umsetzung von internen Maßnahmen der Korruptionsprävention in Unternehmen haben sich in ausgewählten Partnerländer-Regionen der Allianz für Integrität nachhaltig verbessert
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 949 274 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2015.6253.7
Allianz für Integrität (Afln)
Nachfolger-Projekt
2021.2206.7
Allianz für Integrität III
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 25.08.2015 - 30.04.2024 - Aktuelles Projekt:01.07.2018 - 30.07.2021
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
15113 Korruptionsbekämpfungs-organisationen und -institutionen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituatio
Im Kampf gegen Korruption sind striktere gesetzliche Rahmenbedingungen in Kraft getreten. Diese haben in den vergangenen Jahren weltweit zu einem Wandel im internationalen Geschäftsverkehr geführt. Dies betrifft auch Entwicklungs- und Schwellenländer, die mit neuen Anforderungen im Bereich Korruptionsprävention konfrontiert sind.
Korruptionsprävention trägt dazu bei, Ungleichheiten zu reduzieren, Rechtsstaatlichkeit zu stärken, Investitionen zu ermöglichen und ein gutes Geschäftsumfeld zu schaffen. Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich demnach in ihren Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) dazu verpflichtet, Korruption und Bestechung in allen ihren Formen erheblich zu reduzieren. Die deutsche Entwicklungspolitik teilt dieses Anliegen und sieht in der Privatwirtschaft einen wichtigen Partner im Kampf gegen Korruption.
Trotz strengerer Gesetze betreiben viele Unternehmerinnen und Unternehmer weiterhin korrupte Geschäftspraktiken. Sie lassen sich durch das Verhalten von Geschäftspartnern und Konkurrenten beeinflussen und fürchten einen Wettbewerbsnachteil, wenn sie sich korrupten Praktiken verweigern
Ziel
Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Planen und Umsetzen von Maßnahmen, die der Korruption in Unternehmen vorbeugen, sind in ausgewählten Partnerländern und -regionen der Allianz für Integrität nachhaltig verbessert.
Vorgehensweise
Integrität in der Geschäftswelt zu fördern ist zentrales Anliegen des Vorhabens. Dieses agiert in drei Bereichen
• Bereitstellung von praxisrelevantem Wissen und Instrumenten der Korruptionsprävention für Unternehmen
Das Vorhaben stellt praxisrelevantes Wissen und Instrumente zur Verfügung, sodass eine Einführung interner Maßnahmen der Korruptionsprävention erfolgen kann. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können auf dieses Wissen und weitere Unterstützung durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch im globalen, regionalen und lokalen Netzwerk zurückgreifen.
Das Projekt sensibilisiert Unternehmen bei genderspezifischen Herausforderungen im Bereich Korruptionsprävention und unterstützt Unternehmerinnen.
Durch die Veröffentlichung und die Zugänglichkeit von verschiedenen Lösungsansätzen, zum Beispiel durch digitale Anwendungen, animiert das Vorhaben mehr Unternehmen, positiven praktischen Beispielen zu folgen.
Adressaten der angebotenen Aktivitäten und Produkte sind Verantwortliche und Führungskräfte in KMU sowie Zuständige in den Bereichen Antikorruption, Audit, Wirtschaftsethik, Gender und soziale Verantwortung in Unternehmen.
Dabei greift das Vorhaben auf bestehende Strukturen zurück, etwa auf Partnerunternehmen und Wirtschaftsverbände aus Deutschland und anderen Ländern.
• Stärkung von Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP) zur Förderung von Integrität im Wirtschaftssystem
Im Rahmen von Multi-Akteurs-Partnerschaften unterstützt das Projekt Schlüsselakteure bei der Entwicklung relevanter und umsetzbarer Lösungsansätze. Das Vorhaben unterstützt zum Beispiel die Organisation von Dialogforen und die Entwicklung von gemeinsamen Umsetzungsstrategien, welche die Bedürfnisse und Potenziale der Partnerländer und -regionen widerspiegeln.
Gemeinsame Erfolgserlebnisse stärken die Vertrauensbasis zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren. Die internationale Präsentation und Würdigung der Ergebnisse schaffen einen weiteren Anreiz.
• Verbesserung der Voraussetzungen für eine nachhaltige Vernetzung der Akteursgruppen und Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP)
Die Initiative hat zum Ziel, die Voraussetzungen für nachhaltige Vernetzung zwischen Akteursgruppen und Multi-Akteurs-Partnerschaften in und zwischen den Partnerländern und -regionen, in denen sie aktiv ist zu verbessern. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit entwickelt das Projekt eine Strategie zur Sicherung der finanziellen und organisatorischen Unabhängigkeit des Netzwerks. Neben dem nationalen und internationalen Austausch stärkt das Vorhaben auch den regionalen und interregionalen Austausch, um den Wirkradius des Netzwerks zu erhöhen. Beispielsweise bindet das Projekt verstärkt Unternehmen aus afrikanischen Partnerländern ein.
Ein Ziel des Projekts ist es, eine Nachhaltigkeitsstrategie für das Programm zu erarbeiten, die auf einem fundierten, konsensfähigen Fahrplan für die Sicherung der organisatorischen und finanziellen Zukunft des Netzwerkes beruht.
Wirkungen
• Das Vorhaben hat in einer ersten Projektphase die Aktivitäten und Wirkungen in allen Partnerländern sowie regional in Lateinamerika und Deutschland auf- und ausgebaut. Der kollektive Ansatz bildet eine wesentliche Voraussetzung für Unternehmen, ihrerseits Fähigkeiten zu entwickeln, um Korruption zu bekämpfen.
• Indem Unternehmen ihre internen Antikorruptionsmechanismen stärken, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie Korruption aktiv fördern, also beispielsweise staatlichen Stellen Bestechung anbieten. Dies wiederrum verringert das allgemeine Korruptionsniveau. Einzelne Aktivitäten des Vorhabens zielen darüber hinaus darauf ab, die Regierungsführung über Mechanismen der Partizipation zu verbessern, zum Beispiel indem sie den Privatsektor in den Dialog mit staatlichen Stellen einbezieht und konkrete Vorschläge zur Korruptionsreduktion erarbeitet.
Die Allianz für Integrität wird als Multi-Akteurs-Partnerschaft (MAP) von einer Vielzahl von Akteuren getragen, die sich in Form von in-kind oder finanziellen Beiträgen an der Arbeit des Vorhabens beteiligen und einbringen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Stricter legal framework conditions have come into force in the fight against corruption and have led to a worldwide shift in international business activities in recent years. This also applies to developing countries and emerging economies, who are facing new requirements in the area of corruption prevention.
Corruption prevention helps to reduce inequalities, strengthen the rule of law, facilitate investment and establish a good business environment. Accordingly, the United Nations member states have included a commitment to significantly reducing all forms of corruption and bribery in their Sustainable Development Goals (SDGs). German development policymakers share these concerns, and consider the private sector a key partner in the fight against corruption.
Despite stricter laws, many entrepreneurs continue to engage in corrupt business practices. The behaviour of business partners and competitors can be influential, and they fear a competitive disadvantage should they refuse to engage in these corrupt practices.
Objectives
The conditions for the successful planning and implementation of measures aimed at preventing corruption within companies have been sustainably improved in selected Alliance for Integrity partner countries and regions.
Approach
The project’s primary objective is to promote integrity in the business world and focuses on three areas of action:
• Providing companies with practical knowledge and corruption prevention tools
The project provides practical knowledge and tools for introducing internal corruption prevention measures. Through peer-to-peer learning and knowledge-sharing in global, regional and local networks, small and medium-sized enterprises (SMEs) can draw upon this knowledge and additional support.
The project raises awareness among companies of gender-specific challenges in the area of corruption prevention and supports female entrepreneurs.
By publishing different solutions and making them accessible, for example through digital applications, the project encourages more companies to follow these positive, practical examples.
The target audience for the activities and products offered are responsible staff and managers in SMEs, as well as those working in the areas of anti-corruption, auditing, business ethics, gender and social responsibility within companies.
The project draws upon existing structures, including partner companies and trade associations from Germany and other countries.
• Strengthening multi-stakeholder partnerships (MSPs) for economic integrity promotion
Within the framework of multi-stakeholder partnerships, the project supports key stakeholders in developing relevant and feasible solutions. For example, the project supports the organisation of dialogue forums and the development of joint implementation strategies which reflect the needs and potential of partner countries and regions.
Joint success stories strengthen the foundation of trust between the governmental and non-governmental stakeholders. The international presentation and recognition of results creates an additional incentive.
• Improving conditions for sustainable networking between stakeholder groups and multi-stakeholder partnerships (MSPs)
The initiative aims to improve sustainable conditions for networking between stakeholder groups and multi-stakeholder partnerships in and between the partner countries and regions in which they operate. With regard to sustainability, the project is developing a strategy to secure the network’s financial and organisational independence. Alongside national and international dialogue, the project is also strengthening regional and interregional exchange in order to increase the network’s reach. For example, the project is increasingly involving companies from African partner countries.
One project objective is to establish a sustainability strategy for the programme which is based upon a well-founded, consensual roadmap for securing the organisational and financial future of the network.
Results
In one of its initial phases, the project established and expanded the activities and results in all partner countries, as well as regionally in Latin America, and in Germany. The collective action taken represents a significant prerequisite for companies in developing their own capacities to fight corruption.
By strengthening their internal anti-corruption mechanisms, companies reduce the likelihood of actively promoting corruption, for example by offering bribes to government agencies. This in turn lowers the general level of corruption. The project’s individual activities also aim to improve governance through participation mechanisms such as involving the private sector in dialogue with government agencies and establishing concrete proposals in order to reduce corruption.
As a multi-stakeholder partnership, the Alliance for Integrity is supported by a multitude of stakeholders who participate and contribute with in-kind or financial contributions