Nachhaltige Mobilität

Projektdetails

  • Projektnummer:2019.2013.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G310 Energie, Wasser, Verkehr
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Bangladesch, Brasilien, Kolumbien, Ägypten, Äthiopien, Indonesien, Indien, Kenia, Marokko, Namibia, Nigeria, Peru, Tansania, Ukraine, Uganda, Vietnam

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Innovative Konzepte, Kenntnisse und Empfehlungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität haben sich in der internationalen EZ stärker durchgesetzt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:6 950 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2016.2085.5

    Nachhaltige Mobilität

Nachfolger-Projekt

  • 2021.2019.4

    Nachhaltige Mobilität

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    02.11.1999 - 30.11.2027
  • Aktuelles Projekt:01.06.2019 - 30.12.2021

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    21010 Verkehrspolitik und Verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Weltweit stehen Städte vor dem Verkehrskollaps, während ländliche Räume unzureichend an Ballungszentren angebunden sind. Bereits heute leben über 50 Prozent der globalen Bevölkerung in Städten. Bis 2050 werden es knapp 70 Prozent sein – etwa 6,5 Milliarden Menschen, die moderne Mobilitätslösungen benötigen. Dies stellt den Bereich Verkehr vor enorme Herausforderungen.
Aktuell sind bereits fast eine Milliarde Menschen vom Zugang zu relevanter öffentlicher und sozialer Infrastruktur wie Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie von Möglichkeiten zur beruflichen Entwicklung abgeschnitten. Betroffen sind vor allem Frauen und vulnerable Bevölkerungsgruppen, die nicht über Zugang zu öffentlichen Verkehrssystemen oder über ein eigenes Verkehrsmittel verfügen.
Im Verkehrsbereich sind grundsätzliche Änderungen notwendig, um sowohl diese Hürden zu überwinden als auch die Ziele des Klimaabkommens von Paris sowie der Agenda 2030 zu erreichen. Zusätzlich steht der Verkehrsbereich vor einem enormen Fachkräftemangel, dem die Staatengemeinschaft nur sehr langsam entgegenwirkt.


Ziel
Städte des globalen Südens erhalten bei der Einführung und dem Ausbau nachhaltiger Mobilitätssysteme die notwendige Unterstützung. Weltweit wird eine Verkehrswende gefördert.


Vorgehensweise
Das Sektorvorhaben Nachhaltige Mobilität 2.0 ist in fünf Handlungsfeldern tätig. Die Handlungsfelder umfassen die
- fachliche Beratung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ,
- die Schaffung eines internationalen Dialogforums zum Thema nachhaltige Mobilität,
- die Ausweitung des Dialogs und der Kooperation des BMZ mit der Privatwirtschaft im Bereich Mobilität,
- die Entwicklung einer internationalen Trainingsmaßnahme zum Thema nachhaltige Mobilität,
- und die Umsetzung der BMZ-Ziele in Pilotprojekten über die Initiative für Transformative Urbane Mobilität (Transformative Urban Mobility Initiative, TUMI).
Das Sektorvorhaben arbeitet mit mehreren nationalen und internationalen Partner zusammen. Im Vordergrund steht dabei die Umsetzung der TUMI gemeinsam mit dem World Resources Institute (WRI), dem Institute for Transportation and Development Policy (ITDP), der Partnership on Sustainable Low Carbon Transport (SLoCaT), dem Netzwerk C40, dem Netzwerk Local Governments for Sustainability (ICLEI), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der Asian Development Bank (ADB), der Development Bank of Latin America (CAF) und dem Zentrum UN-Habitat.
Die Einbindung von Frauen im Mobilitätsbereich ist ein weiteres relevantes Arbeitsfeld des Vorhabens. Die Women Mobilize Women (WMW) Initiative und daran angebundene regionale Netzwerke zielen auf eine stärkere Beteiligung von Frauen in Planungs- und Entscheidungsprozessen im Bereich Verkehr ab.
Die Arbeit knüpft an die langjährige Erfahrung des Sektorvorhabens mit verschiedenen Formaten der Weiterbildung und Wissensvermittlung (Capacity Development) durch das Sustainable Urban Transport Project (SUTP) an. Mit der deutschen Privatwirtschaft werden zahlreiche Kooperationen über die German Partnership for Sustainable Mobility (GPSM) verwirklicht. Alle drei Initiativen werden in den kommenden zwei Jahren weiter ausgebaut.



Wirkungen
Das Sektorvorhaben hat TUMI seit der Gründung 2016 als globales Aushängeschild der städtischen Verkehrswende positionieren können. Dabei wurden bisher zehn innovative Pilotprojekte zu städtischer Mobilität aktiv, weitere acht Projekte sind geplant.

Durch TUMI wurden bereits mehr als 1.500 Personen geschult und weitergebildet, die das erworbene Wissen in ihre Städte und Verwaltungen weitertragen. Trainings und Weiterbildungen für weitere 1.500 Menschen sind geplant.

Bisher hat TUMI über 60 Veranstaltungen durchgeführt und über 50 Publikationen zur Verfügung gestellt. Im Zuge des jährlich stattfindenden Internationalen Verkehrsforums hat das Sektorvorhaben seit 2017 mit einem eigenen Konferenztag Themenschwerpunkte gesetzt (Afrikanische Städte, Women Mobilize Women, Elektromobilität).

TUMI hat bisher mehr als zwei Milliarden Euro in nachhaltige Mobilitätsprojekte in Partnerländern des BMZ investiert. Darüber hinaus konnten über TUMI konkrete Projekte für eine enge Verknüpfung von technischer und finanzieller Zusammenarbeit identifiziert und realisiert werden, beispielsweise das DKTI-Projekt in Georgien und gemeinsame Trainingsaktivitäten zwischen der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, der CAF und der ADB zum Thema Projektvorbereitung.

Links

https://www.transformative-mobility.org/
https://womenmobilize.org/
https://sutp.org/en/
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Cites worldwide face traffic gridlock, while rural areas are insufficiently connected to urban conurbations. More than 50 percent of today’s global population live in cities. By 2050, this will be just under 70 percent, which means that around 6.5 billion people will need mobility solutions. This poses enormous challenges for the transport sector.

At present, almost 1 billion people are cut off from access to public and social infrastructures such as health care, education facilities and career development opportunities. Women and population groups who do not have their own means of transportation are particularly affected.

In the transport sector, fundamental changes are necessary to overcome these hurdles and to achieve the goals of the Paris Agreement on climate change and the 2030 Agenda. In addition, the transport sector is facing an enormous shortage of skilled workers, which the international community is slow to tackle.

Objective

Cities in the Global South receive the necessary support to implement and develop sustainable mobility systems. Sustainable transportation is being promoted worldwide.

Approach

The sector project Sustainable Mobility 2.0 works in five fields of activity. The fields of activity include providing specialist advice to the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) (field of activity 1), creating an international dialogue forum on sustainable mobility (field of activity 2), broadening dialogue and cooperation between BMZ and the private sector in the area of mobility (field of activity 3), developing an international training measure on sustainable mobility (field of activity 4), and implementing BMZ’s objectives in pilot projects through the Transformative Urban Mobility Initiative (TUMI) (field of activity 5).

The sector project works with a host of national and international partners. The focus is on implementing TUMI jointly with the World Resources Institute (WRI), the Institute for Transportation and Development Policy (ITDP), the Partnership on Sustainable Low Carbon Transport (SLoCaT), the C40 network, the Local Governments for Sustainability (ICLEI) network, the Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), the Asian Development Bank (ADB), the Development Bank of Latin America (CAF) and the United Nations Centre for Human Settlements (UNCHS/Habitat).

Another important field of activity focuses on involving women in mobility. The Women Mobilize Women (WMW) initiative and the associated regional networks aim to increase the participation of women in planning and decision-making processes relating to transport.

The work builds on the sector project's many years of experience with various training and capacity development solutions within the Sustainable Urban Transport Project (SUTP). The German Partnership for Sustainable Mobility (GPSM) is responsible for extensive cooperation with the German private sector. All three initiatives will be developed further over the next two years.

Results

Since TUMI was founded in 2016, the sector project has successfully established the initiative as a global model for sustainable urban transportation. To date, ten innovative pilot projects on urban mobility have been launched, and a further eight projects are currently being planned.

As part of TUMI, more than 1,500 people have received training, and these individuals are transferring this acquired knowledge in their cities and administrations. Training courses for a further 1,500 people are being planned.

TUMI has held more than 60 events and provided more than 50 publications. Since 2017, the sector project has had its own conference day and focus topics (African cities, Women Mobilize Women, electric mobility) as part of the annual International Transport Forum.

TUMI has so far invested more than 2 billion euros in sustainable mobility projects in BMZ partner countries. In addition, TUMI has identified and implemented specific projects to foster close links between technical and financial cooperation, such as the DKTI project in Georgia and joint training activities between the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, CAF and ADB relating to project preparation.

https://www.transformative-mobility.org/
https://womenmobilize.org/
https://sutp.org/en/