Programm Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen II
Conservation and sustainable use of natural resources
Projektdetails
- Projektnummer:2019.2080.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Madagaskar
Zusammenfassung
- Ziele:
Schutz und nachhaltige, klimaresiliente Nutzung natürlicher Ressourcen in und um Schutzgebiete sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Umwelt- und Forstministerium (Ministère de L'Environnement, de l’Ecologie, de la Mer et des Forêts, MEEMF)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:27 558 061 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 5 993 577Euro
Vorgänger-Projekt
2014.2280.7
Programm Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 29.11.2004 - 30.07.2024 - Aktuelles Projekt:01.07.2020 - 30.07.2024
Sonstige Beteiligte
- ECO Consult GmbH & Co. KG
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Hauptziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
41030 Biodiversität
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Madagaskar ist für seine weltweit einzigartige biologische Vielfalt bekannt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development, OECD) hat das Land als fragil eingestuft: Steigender Nahrungsmittel- und Energieholzbedarf verbunden mit stagnierender Produktivität der Land- und Weidewirtschaft führen dazu, dass die natürlichen Ressourcen schwinden. Die umweltschädliche Holzkohleherstellung und verbreitete Praxis unkontrollierter Buschbrände verstärken dies. Wichtige Ökosystemleistungen und die einmalige Biodiversität des Landes gehen dadurch verloren. Die institutionellen Rahmenbedingungen, technisches Know-how und die Leistungsfähigkeit der Staatsdienste und Nutzer*innen reichen nicht aus, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.
Ziel
Die dauerhafte Nutzung natürlicher Ressourcen ist in der Umgebung ausgewählter Schutzgebiete Madagaskars verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt dafür die Regionen Boeny und DIANA. Um die dortige Biodiversität in den Schutzgebieten zu erhalten, müssen einerseits legale Alternativen zur illegalen Holznutzung verfügbar sein, sodass lokale Bedarfe an Brenn- und Bauholz gedeckt sind. Anderseits bedarf es zusätzlicher Einkommensmöglichkeiten aus agroforstlichen Produkten, um die Lebensbedingungen der ansässigen Bevölkerung so zu verbessern, dass diese zum Schutz der Biodiversität beitragen.
Das Vorhaben fördert die fachlichen Kompetenzen der Beteiligten ausgewählter Wertschöpfungsketten wie Holzprodukte, Honig, Cashew, rosa Pfeffer und Moringa. Diese Professionalisierung steigert die Einkommen der Akteur*innen, wodurch sich das Interesse der Bevölkerung und deren Möglichkeiten erhöhen, die natürlichen Ressourcen umweltschonend zu nutzen. Diese Aktivitäten sowie Maßnahmen zur Wiederherstellung von Waldflächen in der Region DIANA/Ambilobe, unterstützt die Europäische Union (EU) mit weiteren finanziellen Mitteln.
Um das Engagement langfristig abzusichern, fördert das Projekt die Verbesserung des administrativen und fachlichen Rahmens des umweltschonenden Managements natürlicher Ressourcen. Dies trägt nicht nur dazu bei, die Biodiversität zu erhalten. Es unterstützt auch die staatlichen Fachdienste dabei, lokale Nutzer*innen und Nutzergruppen in der nachhaltigen Bewirtschaftung zu beraten und zu fördern.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Madagascar is known for its biological diversity, which is unique worldwide. The Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) has classified the country as ‘fragile’, as increasing demand for food and wood fuel, combined with stagnating productivity in the area of forestry and pasture farming, is leading to dwindling natural resources. The environmentally harmful production of charcoal and the widespread practice of uncontrolled bushfires are exacerbating the situation. This is resulting in the loss of important ecosystem services and the country’s unique biodiversity. The institutional framework, technical expertise and the performance of public services and users are not sufficient to counteract these developments.
Objective
The sustainable use of natural resources in and around selected protected areas in Madagascar is improved.
Approach
The project supports the Boeny and Diana regions. To maintain biodiversity in the protected areas, it is important that legal alternatives to the illegal use of timber are available to meet local demand for firewood and timber. Additional income opportunities from agricultural and forestry products are also needed to improve the living conditions of the local population so that they help conserve biodiversity.
The project promotes the specialist skills of those involved in selected value chains, including wood products, honey, cashew nuts, pink pepper and moringa. This professionalisation is boosting stakeholders’ income and increasing the population’s interest in and opportunities for using natural resources in an environmentally friendly way. The European Union (EU) is providing further financial support for these activities and measures to restore forest areas in the Ambilobe district of the Diana region.
To ensure long-term commitment, the project promotes improvements in the administrative and technical framework for the environmentally friendly management of natural resources. This contributes to maintaining biodiversity and also supports specialised public services in advising and promoting local users and user groups with regard to sustainable management.