Qudra 2 - Resilience for refugees, IDPs, returnees and host communities in response to the protracted Syrian and Iraqi crises

Project details

  • Project number:2019.2220.2
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Middle East, Iraq, Jordan, Turkey

Summary

  • Objectives:

    To contribute to mitigating the destabilizing effects of the Syrian refugee crisis and to better respond to hosts' and refugees' needs in the communities hosting the refugees and their administrations in line with the overall MADAD Trust Fund objective

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Es handelt sich um ein überregionales Vorhaben.

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:65 700 000 Euro

Cofinancing

  • Europäische Union (EU): 36 500 000Euro

 

Previous project

  • 2016.2027.7

    Stärkung der Resilienz in flüchtlingsaufnehmenden Nachbarländern in der Syrienkrise (Kofi MADAD)

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    22.03.2016 - 30.05.2024
  • Actual project implementation phase:01.09.2019 - 30.05.2024

other participants

  • not available

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

  • Democratic and inclusive governance

    Principal (primary) policy objective

CRS code

    15112 Decentralisation and support to subnational government

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

1 Ausgangssituation
Im syrischen Bürgerkrieg mussten mehr Menschen ihre Heimat verlassen als an jedem anderen Krisenherd der Welt. Bis Anfang 2019 wurden mehr als 6 Millionen Menschen innerhalb Syriens vertrieben, und 5,6 Millionen Syrer*innen sind im Libanon, in Jordanien, in der Türkei und im Irak als Flüchtlinge registriert. Viele Flüchtlinge sich seit vier Jahren oder sogar länger im jeweiligen Aufnahmeland. Auch im Irak hat die anhaltende Gewalt zu Binnenvertreibungen geführt. Diejenigen, die wieder in ihre Heimat zurückkehren, stehen vor der Herausforderung, dass sie sich in einem Land, in dem die Infrastruktur großflächig zerstört wurde und die gesellschaftliche Ordnung nachhaltig beeinträchtigt ist, wieder ein Leben aufbauen müssen. Vor diesem Hintergrund ist es unwahrscheinlich, dass syrische Flüchtlinge kurzfristig in großer Zahl in ihre Heimat zurückkehren werden, da ein sicheres und menschenwürdiges Leben dort noch nicht wieder möglich ist.

Die meisten Flüchtlinge und Binnenvertriebenen, die von den Krisen in Syrien und im Irak betroffen sind, leben in aufnehmenden Gemeinden und nur ein kleiner Teil in eigens dafür vorgesehenen Flüchtlingslagern. Zwar haben die Regierungen und Gemeinden der aufnehmenden Länder beträchtliche Anstrengungen zur Unterstützung von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen unternommen, doch die lange Dauer der Krise belastet zunehmend das soziale Gefüge. So werden die gesellschaftlichen Spannungen durch einen tatsächlich oder auch nur vermeintlich herrschenden Wettbewerb um den Zugang zu Bildungsmöglichkeiten, Arbeitsplätzen und anderen grundlegenden Dienstleistungen verstärkt. Gleichzeitig sind viele der von den Krisen in Syrien und im Irak betroffenen Personen auf besondere Unterstützung angewiesen und müssen beispielsweise ein durch die Vertreibung erlittenes Trauma bewältigen. Die inzwischen seit Jahren anhaltenden Krisen sind für den Einzelnen, die Gemeinden und die staatlichen Stellen in allen vier Ländern nach wie vor spürbar. Daher bedarf es nachhaltiger Unterstützung, damit es der Bevölkerung gelingt, die durch die Krisen in Syrien und im Irak verursachten Herausforderungen zu bewältigen.

2 Ziel
Die Resilienz von Einzelpersonen, Gemeinden und Institutionen wird soweit gestärkt, dass sie in der Lage sind, die durch die anhaltenden Krisen in Syrien und im Irak verursachten Herausforderungen zu bewältigen.

3 Vorgehensweise
Das Programm Qudra 2 wird von der Europäischen Union (EU), Deutschland und Spanien kofinanziert und ist ein Symbol für die Unterstützung der Nachbarländer Syriens durch Europa. Quadra 2 wurde als Programm mit mehreren Partnern geplant und baut auf den gemeinsamen Stärken und Kapazitäten der EU und ihrer Mitgliedstaaten auf. Das Programm wird gemeinsam von der spanischen Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit (AECID), der belgischen technischen Zusammenarbeit (ENABEL), Expertise France, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der ungarischen zwischenkirchlichen Hilfe durchgeführt und arbeitet in jedem Land eng mit den jeweiligen politischen Partnern zusammen.
Qudra 2 gliedert sich in vier Hauptkomponenten:
• Bildung und Schutz
• Beschäftigungsförderung und Einkommenserzielung
• Unterstützung des Dialogs zwischen den lokalen staatlichen Institutionen und Organisationen der Zivilgesellschaft
• Dialog und Verbreitung von wahrheitsgemäßen Informationen

Der Zugang zu qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten ist für junge Menschen, die von den Krisen in Syrien und im Irak betroffen sind, von entscheidender Bedeutung. In Jordanien unterstützt die GIZ die Beförderung von Schüler*innen zur Schule, das Gebäudemanagement sowie außerschulische Aktivitäten. Dadurch entsteht ein den Lernprozess begünstigendes Umfeld für Kinder und Lehrer*innen. Gleichzeitig wird das durch steigende Schülerzahlen unter Druck geratene Bildungssystem entlastet.

Im Libanon und im Irak unterstützen Expertise France und die GIZ den Zugang von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen zu Leistungen in den Bereichen psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung und fördern die Integration der Menschen in die aufnehmenden Gemeinden.

Der Zugang zu Beschäftigung und Möglichkeiten der Einkommenserzielung gehört zu den größten Herausforderungen, vor denen Flüchtlinge, Binnenvertriebene, Rückkehrende sowie die Menschen in den aufnehmenden Gemeinden stehen. Qudra 2 unterstützt die Begünstigten dabei, ihre Existenz durch die Aufnahme einer Beschäftigung oder die Gründung eines kleinen Unternehmens oder landwirtschaftlichen Betriebs zu sichern. Die Maßnahmen werden in Jordanien von der GIZ und ENABEL und im Irak von der GIZ und der ungarischen zwischenkirchlichen Hilfe durchgeführt.

Darüber hinaus stärkt Qudra 2 die Kapazitäten von staatlichen Stellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, damit diese besser in der Lage sind, in transparenter Weise inklusive Basisdienstleistungen zu erbringen. Durch Gemeindeprojekte und kleine Infrastrukturinvestitionen verbessert Qudra 2 die Lebensbedingungen der Zielgruppen und trägt zum Abbau von gesellschaftlichen Spannungen in den Gemeinden bei. Dadurch wird die Resilienz der lokalen Bevölkerung sowie der Institutionen gestärkt. Die Komponente wird im Irak von der GIZ und der ungarischen zwischenkirchlichen Hilfe und in der Türkei von der GIZ umgesetzt.

Das Programm fördert in mehreren Ländern und unabhängig von Komponenten die soziale Stabilität sowie den Zusammenhalt zwischen Flüchtlingen, Binnenvertriebenen, Rückkehrenden und aufnehmenden Gemeinden. Zu diesem Zweck versucht das Programm, den Dialog zwischen den verschiedenen Stakeholdergruppen zu fördern, um Austausch und Innovation voranzubringen. Die französische Medienentwicklungsagentur CFI arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen, um die Zielgruppe des Programms über Fernsehen, Rundfunk und die sozialen Medien wahrheitsgemäß zu informieren. Dadurch soll Fehlinformationen entgegengewirkt werden, die oft die tiefere Ursache für gesellschaftliche Spannungen bilden.

 

 

Project description (EN)

1 Context
The Syrian crisis is the world's largest displacement crisis. By early 2019, over six million people have been displaced within Syria and 5.6 million Syrian refugees are registered in Lebanon, Jordan, Turkey and Iraq. Many refugees have been in their host countries for four years or more. In Iraq ongoing violence has also caused internal displacement. Those who return to their homes face the challenge of rebuilding their lives in the context of large-scale destruction of infrastructure and disruption of the social order. In Syria, a large-scale return of refugees is unlikely in the short term, as the situation is not yet conducive to a safe and dignified return.
Most refugees and internally displaced persons affected by the crises in Syria and Iraq live in host communities; only a small percentage live in dedicated camps. While host governments and communities have made considerable efforts to support refugees and internally displaced persons, the long duration of the crisis is putting a strain on the social fabric. Real and perceived competition over access to education, jobs and other basic services is increasing social tensions. At the same time, many of those affected by the Syrian and Iraqi crises require specific support, for example in helping them overcome the trauma of displacement. As the effects of the now protracted crisis continue to be felt by individuals, communities and government institutions in all four countries, sustained support is required to ensure they can meet the challenges caused by the Syria and Iraqi crises.

2 Objective
The resilience of individuals, communities and institutions is strengthened, enabling them to cope with the challenges caused by the ongoing crises in Syria and Iraq.

3 Approach
The programme Qudra 2 is co-funded by the European Union (EU), Germany and Spain and is a symbol of European support to the neighbouring countries of Syria. It has been designed as a multi-partner action which builds on the combined strength and capacities of the EU and its Member States. The programme is jointly implemented by the Spanish Agency for International Development Cooperation (AECID), Belgian Technical Cooperation (ENABEL), Expertise France, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, and Hungarian Interchurch Aid. In each country, it works closely with local political partners.
Qudra 2 works in four major components:

• Education and protection
• Employment promotion and income generation
• Support to local governmental institutions and civil society organisations
• Dialogue and dissemination of accurate information

Access to quality education is crucial for young people affected by the crises in Syria and Iraq. In Jordan, GIZ supports school transport, facility management and extracurricular activities to ensure that children and teachers have an enabling learning environment, mitigating the strain that increasing student numbers place on the education system.

In Lebanon and Iraq, Expertise France and GIZ support access to mental health and psycho-social support services for refugees and internally displaced persons as well as promoting their inclusion in the local community.

Access to employment and income opportunities is one of the key concerns of refugees, IDPs and returnees and members of host communities alike. Qudra 2 supports beneficiaries to secure their livelihoods through jobs, small businesses or their own farms. The activities are implemented by GIZ and ENABEL in Jordan and by GIZ and Hungarian Interchurch Aid in Iraq.

Qudra 2 also strengthens capacities of local governmental institutions and civil society organisations to deliver transparent and inclusive basic services. Community projects and small-scale infrastructure investments improve living conditions of the target groups and contribute to easing community tensions, thus strengthening the resilience of both the local population and institutions. The component is implemented by GIZ and Hungarian Interchurch Aid in Iraq and GIZ in Turkey.

Across countries and components, the programme supports social stability and cohesion between refugees, IDPs, returnees and host communities. To this end, the programme seeks to promote dialogue between different stakeholders to foster exchange and encourage innovation. The French media development agency CFI work with partners to disseminate accurate information to the programme’s target group through television, radio and social media. This counteracts the misinformation that is often at the heart of community tensions.