Stärkung des Spezialisierten Justizsystems für Gewalt gegen Frauen
Projektdetails
- Projektnummer:2019.2356.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Peru
Zusammenfassung
- Ziele:
Das spezialisierte System des peruanischen Justizapparats zum Schutz und der strafrechtlichen Verfolgung von Gewalt gegen Frauen ist gestärkt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Peruanische Judikative (Poder Judicial del Perú)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 050 000 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 2 300 000Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2024.2106.3
Stärkung des Spezialisierten Justizsystems für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (ForSNEJ II)
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 02.07.2021 - 30.06.2027 - Aktuelles Projekt:02.07.2021 - 30.10.2024
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Hauptziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
15180 Überwindung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Gewalt gegen Frauen (GgF) ist die weiteste verbreitete Form der Menschenrechtsverletzung, die als vielschichtiges und systemisches Problem auftritt. In Peru haben etwa 70 Prozent der Frauen Gewalt durch ihre Partner erlebt (ENARES -INEI, 2019).
Im Jahr 2018 wurde das Nationale Spezialisierte Justizsystem für den Schutz und die Bestrafung von Gewalt gegen Frauen und Familienangehörige (SNEJ) geschaffen. Auf diese Weise sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Schutz und die Bestrafung von Gewalt gegen Frauen gestärkt und die Betreuung und Reaktionszeiten für die Opfer verbessert werden.
Das SNEJ verfügt über eine Justiz, welche eine geschlechtsspezifische Analyse von Fällen vornimmt und das Recht der Frauen auf ein Leben frei von Gewalt gewährleistet. Damit werden Frauen effektiver geschützt und verhindert, dass Männer bei ausgeübter Gewalt gegen Frauen straffrei bleiben.
Das Vorhaben organisiert Schulungen und Erfahrungsaustausche für Personen die in der Justiz tätig sind, um für das Thema GgF zu sensibiliseren. Darin vermittelte standardisierte Inhalte werden in Lehrpläne zuständiger Ausbildungseinrichtungen aufgenommen.
Es werden Mechanismen erarbeitet, die ein umfassendes Eingreifen der Justiz zu GgF erleichtern. So soll auch der Dialog zwischen staatlichen Institutionen und den drei Gerichtsbezirken gestärkt werden, die das SNEJ bilden.
Auf Basis partizipativ erarbeiter Indikatoren wird der Bürgerbeauftragte (Ombudsmann) zum SNEJ in den drei Gerichtsbezirken darin bestärkt, die Umsetzung des SNEJ zu überwachen.
Das Vorhaben wendet bei all seinen Aktivitäten geschlechtsspezifische, intersektionelle, menschenrechtliche und themenübergreifende Ansätze an. Darüber hinaus werden besonders die Aspekte Innovation, Digitalisierung und Umwelt- und Klimaverträglichkeit berücksichtigt.