Prävention und Bekämpfung von Menschenhandel

Projektdetails

  • Projektnummer:2019.4055.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Westbalkan/Östliche Partnerschaft n.a., Albanien, Bosnien und Herzegovina, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, Kosovo

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Staatliche und nichtstaatliche Schlüsselakteure haben wichtige institutionelle Voraussetzungen für eine Verbesserung der Situation von potentiellen Opfern von Menschenhandel unter den Menschen auf der Flucht und der lokalen Bevölkerung in der Westbalkan-Region geschaffen.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Regionale Migrations-, Asyl- und Flüchtlingsinitiative (Migration, Asylum, Refugees Regional Initiative)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:7 800 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    11.07.2019 - 30.07.2023
  • Aktuelles Projekt:11.07.2019 - 30.07.2023

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15160 Menschenrechte

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Trotz existierender Systeme zur Bekämpfung von Menschenhandel sind die Staaten des Westbalkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien) kaum in der Lage, Menschenhandel zu verhindern und (potenzielle) Opfer zu unterstützen. Dabei sind die Westbalkanstaaten zweifach betroffen: Einerseits migrieren viele ihrer Einwohner*innen in die Europäische Union (EU), andererseits durchqueren Menschen aus Drittstaaten die Region mit dem Ziel, in die EU zu gelangen.
Die Geflüchteten sind auch deshalb der Gefahr von Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt, weil sie sich aufgrund unzureichender finanzieller Mittel häufig in Schuldverhältnisse gegenüber Schmugglern begeben, die dies wiederum ausnutzen. Zwar deuten Daten darauf hin, dass bis zu 15 Prozent der Menschen auf der Flucht in der Region Opfer von Menschenhandel sind, doch werden nur sehr wenige davon tatsächlich als Opfer identifiziert.

Ziel

Die Voraussetzungen für Staat und Zivilgesellschaft, Menschenhandel zu vermeiden und dessen Opfer zu unterstützen, sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät die Staaten und Zivilgesellschaften im Westbalkan, um Voraussetzungen für eine verbesserte Situation der Opfer von Menschenhandel zu schaffen. Ziel ist, Betroffene widerstandsfähiger gegenüber Menschenhandel zu machen und (potenzielle) Opfer besser zu identifizieren und zu schützen, beispielsweise durch Fortbildungen und professionelle Beratungen im Bereich der psychischen Gesundheit. Zudem wird die Kooperation und Koordination zwischen Staat und Zivilgesellschaft sowie zwischen Gemeinden und zentralstaatlicher Verwaltung erhöht.
Die Zielgruppen des Vorhabens sind einerseits Menschen auf der Flucht in der Westbalkanregion und andererseits solche Personengruppen aus den Westbalkanstaaten, die besonders vom Menschenhandel bedroht sind, zum Beispiel Angehörige der Roma-Minderheit.

Das Vorhaben konzentriert sich auf vier Handlungsfelder:
- Widerstandsfähigkeit gefährdeter Gruppen gegenüber den Risiken des Menschenhandels erhöhen.
- (Potenzielle) Opfer von Menschenhandel besser identifizieren.
- Die Koordination und Kooperation zwischen den unterschiedlichen Institutionen verbessern.
- Fortbildungen und Beratungen im Bereich psycho-sozialer Unterstützung und psychischer Gesundheit anbieten, die auf die Anforderungen der Zielgruppe angepasst sind.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Despite systems that are in place to combat human trafficking, the Western Balkan states (Albania, Bosnia and Herzegovina, Kosovo, Montenegro, North Macedonia, Serbia) are scarcely able to prevent human trafficking or support (potential) victims. The Western Balkan states are impacted in two ways: On the one hand, many of their residents migrate to the European Union (EU), while on the other, people from third countries pass through the region with the aim of entering the EU.
The refugees are also at risk of exploitation and human trafficking because their lack of financial resources often means they are indebted to smugglers, who in turn take advantage of this situation. Figures show that up to 15 per cent of displaced persons in the region fall victim to human trafficking, but only very few of them are actually identified as victims.

Objective

The underlying conditions enabling government and civil society to prevent human trafficking and support its victims have been improved.

Approach

The project advises the states and civil societies in the Western Balkans about how to establish the underlying conditions to improve the situation for the victims of human trafficking. The goal is to make those affected more resistant to human trafficking and better identify and protect (potential) victims, for example by means of education and training and professional advisory services in the area of mental health. The cooperation and coordination between government and civil society, as well as between local and central government authorities, will also be increased.
The project target groups are firstly displaced persons in the Western Balkan region and secondly those groups from the Western Balkans who are particularly at risk of being trafficked, for example, members of the Roma minority.

The project is concentrating on four fields of action:
- Making at-risk groups more resistant to the risks of human trafficking.
- Better identifying (potential) victims of human trafficking.
- Improving the coordination and cooperation between different institutions.
- Offering education and training as well as advisory services in the area of psycho-social support and mental health tailored to the requirements of the target group.