Landgovernance in Äthiopien II

LaGo II

Projektdetails

  • Projektnummer:2020.2002.2
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Ulf Neupert 
  • Partnerländer: Äthiopien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Flurerneuerung ist als Schlüsselinstrument zur Verbesserung der Land Governance etabliert

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Agriculture and Natural Resources

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2018.2253.5

    Landgovernance in Äthiopien

Nachfolger-Projekt

  • 2024.2017.2

    Landgovernance in Äthiopien III

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    17.02.2020 - 31.12.2027
  • Aktuelles Projekt:06.09.2021 - 31.12.2024

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    31110 Landwirtschaftspolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
In Äthiopien bewirtschaften ländliche Haushalte normalerweise mehrere voneinander getrennt liegende Kleinstparzellen mit einer durchschnittlichen Größe von 0,15 bis 0,5 Hektar. Dies ist sehr ineffizient und mit zusätzlichen Transport- und Arbeitskosten verbunden. Die fragmentierte Bewirtschaftung behindert zudem die Mechanisierung, was sich negativ auf die landwirtschaftliche Produktivität und Entwicklung auswirkt.
Angesichts dieser Herausforderungen setzt die äthiopische Politik für landwirtschaftliche und ländliche Entwicklung auf die Flurneuordnung als zentrales Landmanagementinstrument gegen die Landfragmentierung. Zugleich werden Anstrengungen unternommen, die Landverwaltungssysteme zu verbessern und damit sichere Besitz- und Nutzungsrechte zu gewährleisten und den gleichberechtigten Zugang von Frauen und schwächeren Gruppen zu Grund und Boden zu fördern. Um Maßnahmen gegen die Landfragmentierung zu entwickeln, umzusetzen und ihre Auswirkungen zu prüfen, müssen die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen verbessert und die Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen erweitert werden.

Ziel
In Äthiopien wird die Flurneuordnung als zentrales Landmanagementinstrument für eine leistungsfähige Land Governance eingeführt.

Vorgehensweise
In Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium (MoA) und den Landverwaltungsbehörden Amhara Bureau of Land (BoL) und Sidama Land Administrations and Use Directorate (LAUD) geht das Vorhaben mit gezielten Maßnahmen gegen die Landfragmentierung vor in dem es:
- Erkenntnisse aus Flurneuordnungs -Pilotprojekten, lokales Wissen und sozioökonomische Faktoren für die Politikgestaltung und die Entwicklung einer klima- und geschlechtergerechten Flurneuordnungsstrategie heranzieht.
- Klimagerechte Land Governance im Landwirtschaftssektor verankert, und landwirtschaftliche Produktionsbedingungen durch kleine Infrastrukturmaßnahmen wie den Bau von Entwässerungs- und Bewässerungssystemen verbessert.
- Durch die Anbindung an Märkte und bestehende landwirtschaftliche Dienstleistungen Einkommensalternativen für Kleinlandwirt*innen schafft.
- Politikkonzepte sowie Richtlinien für Maßnahmen gegen die Landfragmentierung und zur Verbesserung der ländlichen Landverwaltung formuliert.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

In Ethiopia, rural households usually manage various spatially separated tiny land parcels with an average size of between 0.15 and 0.5 hectares. Cultivating fragmented land parcels is highly inefficient and involves additional transportation and labour costs. Moreover, fragmented landholding hinders mechanisation, negatively affecting productivity and agricultural development.
Acknowledging these challenges, Ethiopia’s Agricultural and Rural Development policy identifies land consolidation as a key land management tool to tackle land fragmentation. Ongoing efforts aim to improve land administration systems, ensuring tenure security and promoting equitable access to land for women and vulnerable groups. This necessitates enhancing the legal and institutional frameworks and capacity building on multiple levels to enable the design, implementation and monitoring measures to tackle land fragmentation

Objective

Land consolidation is being established as a key land management tool that enables a functional land administration system in Ethiopia.

Approach

In collaboration with the Ministry of Agriculture (MoA), Amhara Bureau of Land (BoL), and Sidama Land Administrations and Use Directorate (SLAUD), the project tackles land fragmentation through targeted measures by:

- Using insights from land consolidation pilot schemes, local knowledge, and socio-economic factors to inform policymaking and develop a climate and gender-sensitive land consolidation strategy.
- Anchoring climate and gender sensitive land governance in agriculture and improving agricultural services and conditions through small scale infrastructure measures such as constructing drainage and irrigation systems.
- Establishing alternative livelihood for smallholder farmers by creating market linkage and access to existing agricultural service.
- Formulating policies, directives and guidelines to regulate land consolidation measures and improve rural land administration process.