Strukturbildung für Beschäftigungsförderung und berufliche Bildung im Sudan
Projektdetails
- Projektnummer:2020.2236.6
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Sudan
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Strukturen einer nachfrageorientierten aktiven Arbeitsmarktpolitik und Berufsbildung für ein beschäftigungswirksames Wachstum von neu gegründeten und bestehenden Unternehmen sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Finance and Economic Planning
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:12 000 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 19.02.2021 - 30.10.2025 - Aktuelles Projekt:01.04.2021 - 30.10.2025
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
16020 Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Der Sudan ist das drittgrößte Land in Afrika. Jedoch schwächen politische Instabilität und bewaffnete Konflikte seine wirtschaftliche Entwicklung. Im Jahr 2024 ist die Wirtschaft um 40 Prozent geschrumpft.
So hat der anhaltende Bürgerkrieg große Teile der wirtschaftlichen Infrastruktur beschädigt. Schwer getroffen ist vor allem die agrarverarbeitende Industrie. Viele Produktionsanlagen sind zerstört, wodurch Arbeitsplätze gefährdet sind. Die Schäden an Straßen behindern den Außenhandel und das Finanzsystem leidet unter systemischen Risiken und Liquiditätsengpässen.
Die aktuellen Herausforderungen umfassen hohe Inflationsraten, Arbeitslosigkeit und eine fragile politische Lage. Die hohe Arbeitslosigkeit betrifft vor allem junge Menschen und Frauen.
Ziel
Die berufliche und wirtschaftliche Situation von sudanesischen Unternehmer*innen ist verbessert – besonders von Unternehmen, die im Krisenkontext ihr Geschäftsmodell aufbauen oder aufrechterhalten wollen.
Vorgehensweise
Das Projekt arbeitet in drei Schwerpunkten:
1. Es berät Unternehmen, um ihre Geschäftsmodelle zu sichern und auszubauen. Hierfür bietet es zum Beispiel Netzwerkformate wie Business Clubs, eine Online-Plattform für Büromanagement und Beratung zur Standortverlagerung an. Zudem erhalten junge Unternehmer*innen Sprachkurse.
2. Es fördert Geschäftsverbände und Bauerngemeinschaften durch Schulungen zur Ertragssteigerung und Verarbeitung von Agrarprodukten. Zudem baut es Geschäftszusammenschlüsse für eine bessere lokale Wirtschaft auf.
3. Es befähigt Frauen wirtschaftlich, indem es Trainings zu unternehmerischen Themen gibt, sie durch die Women-Business-Plattform vernetzt und mit Hilfe erfolgreicher Geschäftsfrauen als Rollenmodelle inspiriert. Unternehmerinnen auf der Flucht erhalten zudem psychosoziale Unterstützung.
Die Einbindung der sudanesischen Diaspora und die Integration von Sudanes*innen in die Arbeitsmärkte der Nachbarländer tragen zusätzlich zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Region bei.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Sudan is the third largest country in Africa. However, political instability and armed conflicts are weakening its economic development. In 2024, the economy shrank by 40%.
The ongoing civil war has damaged large parts of the economic infrastructure, and the agricultural processing industry has been particularly hard hit. Many production facilities have been destroyed, which has put jobs at risk. The damage to roads is hampering foreign trade, and the financial system is suffering as a result of systemic risks and liquidity bottlenecks.
Current challenges include high inflation, unemployment and a fragile political situation. Young people and women are particularly affected by the high unemployment rate.
Objective
The professional and economic situation of Sudanese entrepreneurs has improved – particularly with regard to businesses that want to develop or maintain their business models in crisis contexts.
Approach
The project works in three priority areas:
1. It advises businesses in order to secure and develop their business models. As part of this, it provides network platforms such as business clubs, an online platform for office management and advice on relocating. It also offers language courses to young entrepreneurs.
2. It promotes business associations and farmers’ organisations through training on how to increase yields and process agricultural products. In addition, it develops business alliances to improve local economies.
3. It empowers women economically by providing training in business topics, creating networks through the Women-Business platform and inspiring them through role models of successful businesswomen. Furthermore, displaced women entrepreneurs receive psychosocial support.
The incorporation of the Sudanese diaspora and integration of Sudanese people into the labour markets of neighbouring countries make an additional contribution to the economic stability of the region.