Bekämpfung Illegaler Finanzströme (IFF)
Projektdetails
- Projektnummer:2021.2211.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G420 Governance, Menschenrechte
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Albanien, Bosnien und Herzegovina, Ghana, Kenia, Nordmazedonien, Peru, Serbien, Senegal, Tunesien, Tansania, Uganda, Kosovo
Zusammenfassung
- Ziele:
Globale, regionale und nationale Systeme für die entwicklungsorientierte Bekämpfung von illegalen Finanzströmen sind gestärkt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Partnerministerien
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:20 850 000 Euro
Kombifinanzierung
Norwegian Ministery of Foreign Affairs (MFA NO): 5 850 000Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2024.2138.6
Bekämpfung Illegaler Finanzströme
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 20.07.2021 - 30.09.2027 - Aktuelles Projekt:01.10.2021 - 01.10.2024
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15114 Mobilisierung von Eigeneinnahmen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Illegale Finanzströme (Illicit Financial Flows, IFF) sind eine globale und komplexe Herausforderung. Der Begriff bezeichnet Finanzströme, die aufgrund ihrer Herkunft (zum Beispiel aus Umweltkriminalität), ihrer Verwendung (etwa zur Terrorismusfinanzierung) oder der Art ihres Transfers (wie Geldwäsche) illegal sind.
Ihre Auswirkungen sind besonders für einkommensschwache Länder verheerend und untergraben internationale Bemühungen für eine dauerhafte positive Entwicklung. Mit IFF verbundene kriminelle Aktivitäten destabilisieren Gesellschaften und erhöhen das Risiko gewaltsamer Konflikte.
Jährlich verlieren Länder weltweit Billionen durch illegale Finanzströme. IFF verhindern somit dringend benötigte Investitionen in öffentliche Dienstleistungen.
Zudem hängt der Zugang zu internationaler Finanzierung davon ab, wie gut Länder verhindern können, dass „schmutziges Geld" in das Finanzsystem gelangt.
Ziel
Globale, regionale und nationale Systeme sind für die entwicklungsorientierte Bekämpfung illegaler Finanzströme gestärkt.
Vorgehensweise
Das Vorhaben verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz gegen rechtswidrige oder rechtlich fragwürdige Finanztransfers („follow the money"). Da IFF Ländergrenzen überqueren, fördert das Vorhaben national, regional, und international eine einheitlichere Politik gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
In den Schwerpunktregionen Afrika, Lateinamerika und Westbalkan setzt das Vorhaben dazu folgende Maßnahmen um:
- Zur Prävention illegaler Finanzströme unterstützt es Partner dabei, ihr Vorgehen im Einklang mit internationalen Standards zu verbessern. Beispielweise richtete Nordmazedonien ein Transparenzregister ein.
- Im Bereich Finanzermittlung berät das Vorhaben Strafverfolgungsbehörden zu innovativen Ermittlungsmethoden. So nutzt Peru vielfältige digitale Ansätze, wie künstliche Intelligenz, um IFF aufzudecken und zu verfolgen.
- Um die Rückführung gestohlener Vermögenswerte zu sichern, fördert das Vorhaben die grenzübergreifende Kooperation. Hierfür etablierte das Vorhaben ein informelles Austauschformat für zwischenstaatliche Netzwerke zur Vermögensrückführung – den ARINs’ Talk.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Illicit financial flows (IFFs) are a complex global challenge. The term refers to financial flows that are illicit due to their origin (for example from environmental crime), their utilisation (such as funding terrorism) or the purpose of the transfer itself (money laundering, for instance).
IFFs have a particularly devastating impact on low-income countries and undermine international efforts to affect lasting positive change. In addition, illicit activities linked to IFFs destabilise societies and increase the risk of violent conflict.
Countries around the world lose trillions due to IFFs every year. This in turn hinders urgently needed investments in public services.
Furthermore, a country’s access to international funding depends in part on its ability to prevent ‘dirty money’ from finding its way into its financial system.
Objective
Global, regional and national systems for the development-oriented fight against illicit financial flows are strengthened.
Approach
The program pursues a holistic approach against illicit or legally questionable financial transfers (‘follow the money’). Since IFFs transcend national borders, the program is promoting more standardised policies against money laundering and terrorist financing nationally, regionally and globally.
To that end, the program implements the following measures with a focus on Africa, Latin America and the Western Balkans:
- To prevent illicit financial flows, it collaborates with partners to improve their regime in accordance with international standards. North Macedonia, for example, established a beneficial ownership register.
- In the field of financial investigation, the program advises law enforcement authorities on innovative investigative techniques. Peru, for instance, is using artificial intelligence and various other digital approaches to identify and trace IFFs.
- The program is also encouraging cross-border cooperation to ensure that stolen assets are recovered. As part of this effort, it has established the ARINs’ Talk – an informal exchange platform for asset recovery interagency networks.