Minderung von Mensch-Wildtier-Konflikten
Projektdetails
- Projektnummer:2021.2282.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Tansania
Zusammenfassung
- Ziele:
Verringerung und Entschärfung von Mensch-Wildtier-Konflikten in Randzonen von Naturschutzgebieten in Tansania.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Natural Resources and Tourism
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 000 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2024.2054.5
Minderung von Mensch-Wildtier-Konflikten
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 19.07.2022 - 30.06.2028 - Aktuelles Projekt:01.07.2022 - 11.08.2025
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Hauptziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
41030 Biodiversität
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Etwa ein Drittel der Landfläche Tansanias sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Diese bewahren bedeutende Ökosysteme und große Wildtierpopulationen. Die Ökosystemleistungen der Schutzgebiete tragen zur Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel bei und sind wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Doch die Zahl der Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren nimmt zu. Durch die wachsende Bevölkerung ist der Bedarf an Land und natürlichen Ressourcen gestiegen. Dies wird durch extreme Wetterereignisse infolge des Klimawandels verschärft. Vor allem am Rand der Schutzgebiete und Wildtierkorridore häufen sich die Schäden durch Wildtiere.
Vergeltungsmaßnahmen bedrohen den Artenschutz. Die Bevölkerung profitiert nicht genug von der touristischen Nutzung natürlicher Ressourcen und wird zu selten in Entscheidungen bezüglich der Schutzgebiete einbezogen. Dadurch wird Naturschutz oft als Einschränkung wahrgenommen
Ziel
Die tansanische Regierung setzt die nationale Strategie zum Management von Mensch-Wildtier-Konflikten zunehmend um und wichtige Akteure tragen zu einem besseren Zusammenleben von Menschen und Wildtieren bei.
Ansatz
Zielgruppe ist die Bevölkerung südlich des Nyerere-Nationalparks und des „Selous Game Reserve" in der Ruvuma-Landschaft.
Das Vorhaben hat vier Handlungsfeldern
1. die Kompetenzen der politischen Akteure verbessern und Lösungen zur besseren Koexistenz von Menschen und Wildtieren suchen.
2. eine interinstitutionelle Reaktion zur Minderung von Mensch-Wildtier-Konflikten beschleunigen, mit Hilfseinsatzstrategien, Fortbildungen, Ausrüstung und lokalen Beschwerdestellen.
3. Gemeinden dazu befähigen, Auswirkungen auf ihre Lebensgrundlagen und ihre Sicherheit zu verringern, beispielsweise indem Maßnahmen wie Chili-Zäune in Dorfgemeinden erprobt und gefördert werden.
4. die Inhalte zu Mensch-Wildtier-Konflikten in Bildungseinrichtungen und Medien verbessern, beispielsweise durch neue Lehrmaterialien, Fortbildungen und Medientrainings.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Around a third of the area of Tanzania is demarcated as protected areas. These preserve important ecosystems and large populations of wild animals. The ecosystem services in the protected areas help to make the region more resilient to climate change and are important for the economic development of the country.
Nevertheless, the number of conflicts between people and wild animals is rising. The need for land and natural resources is increasing as a result of the growing population. This competition is intensified by the extreme weather events due to climate change. The damage to crops and property caused by and people falling victim to wild animals are becoming more frequent, particularly around protected areas.
Retaliation against wildlife threatens species conservation. The population does not benefit enough from the use of natural resources through tourism activities and they are seldom involved in decision-making in the protected areas. Consequently, nature conservation is often perceived as a restriction.
Objective
The government of Tanzania is increasingly implementing the national strategy for the management of human-wildlife conflicts and important actors are helping to improve the coexistence between people and wildlife.
Approach
The project has four fields of action which
- Improve the regulation and coordination capacities and seek solutions for the better coexistence of people and wildlife.
- Accelerate an interinstitutional response to mitigate human-wildlife conflicts, for example with strategies for providing rapid response, further training, equipment and local grievance mechanisms.
- Empower communities to reduce negative effects on their livelihoods and safety, for example through testing and promoting measures such as chilli fences in village communities.
- Improve content on human-wildlife conflicts in educational institutions and in the media, for example through new teaching materials, further training courses and media training.