Förderung von Beschäftigung und Unternehmertum in Turkana West

Projektdetails

  • Projektnummer:2021.4074.7
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Agnieszka Samolej 
  • Partnerländer: Kenia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die sozioökonomische Selbstständigkeit von Jugendlichen der Flüchtlingsgemeinde und der aufnehmenden Bevölkerung im Unterbezirk Turkana West ist gestärkt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Interior and National Administration, Department of Refugee Services

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:8 400 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    02.12.2021 - 30.06.2026
  • Aktuelles Projekt:01.01.2022 - 30.06.2026

Sonstige Beteiligte

  • ARGE Integration-Eduquator-INT-

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    16020 Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation:
Gemäß UNHCR leben etwa eine halbe Million Geflüchtete und Asylsuchende in Kenia. Knapp die Hälfte davon im Flüchtlingslager Kakuma (errichtet 1992) oder in der integrierten Siedlung Kalobeyei (errichtet 2015). Beide liegen im Turkana West Sub-County, das eine einheimische Bevölkerung von 240.000 Menschen hat. Im Jahr 2020 gingen die Zahlen an Geflüchteten dort infolge der Covid-19 bedingten Grenzschließungen zurück, seit dem Frühjahr 2021 sind jedoch monatlich wieder mehr als 1.000 Geflüchtete und Asylsuchende dort angekommen.
Turkana West gehört zu den ärmsten und strukturell schwächsten Countys in Kenia. 58 Prozent der Geflüchteten und 72 Prozent der einheimischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Wirtschaft vor Ort hängt vor allem vom Handel mit Konsumgütern ab. In manchen Wirtschaftszweigen gibt es gelegentlich Arbeitsplätze, in anderen kommt es nie dazu. Die Abhängigkeit der Geflüchteten und der einheimischen Bevölkerung von Unterstützungsleistungen stellt eine große Herausforderung dar, insbesondere für junge Menschen, deren Status als Geflüchtete lang anhält. Im Regelfall gibt es für junge Menschen keine ausreichenden Möglichkeiten, eine Berufsausbildung zu machen oder ein Einkommen zu erzielen. Eine langfristige Teilhabe am Arbeitsmarkt ist somit nicht möglich. Die wirtschaftliche Selbstständigkeit ist somit gering, insbesondere bei jungen Frauen.

Ziel:
Die wirtschaftliche Selbstständigkeit junger Geflüchteter und Angehöriger der einheimischen Bevölkerung im kenianischen Turkana West Sub-County verbessert sich.

Vorgehensweise:
Das Vorhaben richtet sich an junge Menschen im Alter von 15 bis 34 Jahren, die in Turkana West leben. Sie erhalten die Möglichkeit, an einer spezialisierten beruflichen Aus- und Weiterbildung teilzunehmen. Hierzu gehören Informationen über den Arbeitsmarkt und eine auf persönliche Bedürfnisse zugeschnittene Unterstützung zu Fragen rund um das Berufsleben.
Um Diskriminierung und Konflikte zu vermeiden, wird das Verursache-keinen-Schaden-Prinzip (do no harm) angewendet. Hierdurch wird die notwendige Sensibilität für Konfliktsituationen in die Planung und Gestaltung aller Projektaktivitäten miteinbezogen.

Die Schwerpunkte des Projektes sind:

1. Die Bedingungen zur Förderung von sozioökonomischer Unabhängigkeit bei jungen geflüchteten Menschen und jungen Menschen in den aufnehmenden Gemeinden verbessern
2. Besseren Zugang zu beruflicher Aus- und Weiterbildung schaffen, in deren Folge eine berufliche Beschäftigung möglich ist
3. Den Zugang zu berufsbezogenen Dienstleistungen verbessern 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context:

According to UNHCR, around half a million refugees and asylum seekers live in Kenya, just under half of whom live in the Kakuma refugee camp established in 1992 and the Kalobeyei integrated settlement established in 2015. Both of them are located in Turkana West Sub-County, which has a local population of around 240,000 people. New refugee arrivals slowed in 2020 due to COVID-19 border closures. Since the beginning of 2021, however, more than 1,000 new refugees and asylum seekers have been arriving per month. Turkana West is one of the poorest and structurally weakest counties in Kenya, with 58 per cent of refugees and 72 per cent of the local population living below the poverty line. The local economy is primarily based on the trade of consumer goods. Employment opportunities are very sporadic in some sectors, non-existent in others. The dependency of the refugee and host population on support services is a major challenge, especially for youth in protracted refugee situations. Youths in general lack access to employment-generating skills and income opportunities. This hinders their long-term participation in the local economy and leads to low socio-economic self-reliance, especially among young women.

Objective:

The socio-economic self-reliance of the youth in the refugee community and the host population in the Kenyan sub-county of Turkana West is improving.

Approach:

The project is aimed at youths between 15 to 34 living in Turkana West and delivers specialised technical and vocational training to them. This includes providing labour-market information and personalised support on business-related issues.
To avoid discrimination and conflicts, the "do no harm" principle applies, building conflict sensitivity into the planning and design of all project activities

The project’s focus areas are:
1. Improving the conditions to promote socio-economic empowerment among youth in the refugee community and host population.
2. Providing better access to employment-generating skills training.
3. Improving access to business-related services