Regionalvorhaben zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Ostafrika

Projektdetails

  • Projektnummer:2023.2212.1
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 1710 Wirtschaft und Gesellschaft in Afrika
  • Ansprechpartner: Julia Bradu-Renault 
  • Partnerländer: Afrika NA, Äthiopien, Sudan, Somalia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Relevante staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure sind gestärkt, um soziale Normen im Hinblick auf weibliche Genitalverstümmelung und andere Formen geschlechtsbasierter Gewalt zu verändern.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    lokale Partnerministerien

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:11 330 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2019.2232.7

    Regionalvorhaben zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Ostafrika

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    18.12.2019 - 30.06.2027
  • Aktuelles Projekt:01.01.2024 - 30.06.2027

Sonstige Beteiligte

  • ARGE INTEGRATION International
  • management4health AG

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Hauptziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15180 Überwindung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation:
Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) betrifft in Äthiopien, Somalia und Sudan weiterhin Millionen von Mädchen und Frauen. Sie verletzt fundamentale Menschenrechte und führt häufig zu lebenslangen gesundheitlichen und sozialen Folgen. Trotz rechtlicher Fortschritte und wachsender öffentlicher Diskussion ist die Praxis fest in traditionelle Normen eingebettet und geht häufig mit anderen Formen geschlechtsbasierter Gewalt (GBV) einher. Gleichzeitig fehlen in vielen Regionen funktionierende Schutzmechanismen, Zugang zu qualifizierter Versorgung und Angebote für Prävention und Aufklärung. Zivilgesellschaftliche Initiativen zeigen bereits Wirkung, doch sie benötigen stärkere politische und institutionelle Unterstützung, um nachhaltigen Wandel zu erreichen.

Ziel:
In Äthiopien, Somalia und Sudan setzen sich regionale, nationale und lokale Akteur*innen sowie Organisationen wirksam für den Wandel sozialer Normen ein, um weibliche Genitalverstümmelung und geschlechtsbasierte Gewalt zu reduzieren.

Vorgehensweise:
Das Regionalvorhaben setzt sich dafür ein, dass Mädchen und Frauen in Äthiopien, Somalia und Sudan frei von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) und geschlechtsbasierter Gewalt (GBV) aufwachsen können. Im Mittelpunkt steht die Veränderung sozialer Normen: durch Dialog, Bildung und gemeinsames Handeln in den Gemeinden. Dabei werden nicht nur Frauen und Mädchen gestärkt, sondern auch Männer und Jungen einbezogen – denn der Schutz vor Gewalt und die Gleichstellung der Geschlechter sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Das Vorhaben stärkt staatliche und zivilgesellschaftliche Strukturen, damit Schutz-, Prävention-, und Unterstützungsangebote dauerhaft verankert werden. So entstehen sichere, gerechte und würdige Lebensbedingungen, in denen Frauen und Mädchen ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten können. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context:
Female genital mutilation (FGM) continues to affect millions of girls and women in Ethiopia, Somalia and Sudan. It violates fundamental human rights and often leads to lifelong health and social consequences. Despite legal advances and growing public debate, the practice is firmly embedded in traditional norms and often goes hand in hand with other forms of gender-based violence (GBV). At the same time, many regions lack functioning protection mechanisms, access to qualified care and offers for prevention and education. Civil society initiatives are already having an impact, but they need stronger political and institutional support to achieve sustainable change.

Objective:
In Ethiopia, Somalia and Sudan, regional, national and local actors and organisations are working effectively to change social norms in order to reduce female genital mutilation and gender-based violence.

Approach:
The regional project is committed to ensuring that girls and women in Ethiopia, Somalia and Sudan can grow up free of female genital mutilation (FGM) and gender-based violence (GBV). The focus is on changing social norms: through dialogue, education and joint action in the communities. Not only women and girls are empowered, but men and boys are also involved – because protection against violence and gender equality are tasks for society as a whole. The project strengthens state and civil society structures so that protection, prevention and support services are permanently anchored. This creates safe, just and dignified living conditions in which women and girls can shape their future in a self-determined way.