SDG Initiative II (SDGI II) - Evidenz und Daten für die Politikgestaltung
Englisch
Projektdetails
- Projektnummer:2024.2047.9
- Status:laufendes Projekt
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Ulrich Wehnert ulrich.wehnert@giz.de
- Partnerländer: Südafrika
Zusammenfassung
- Ziele:
Die institutionellen Voraussetzungen für eine evidenzbasierte Politikgestaltung in Südafrika sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Präsidialamt
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 000 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2020.2266.3
SDG Initiative
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 12.02.2020 - 30.09.2028 - Aktuelles Projekt:01.10.2025 - 30.09.2028
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation:
In Südafrika regiert seit 2024 eine Zehn-Parteien-Koalition, womit sich die Politikgestaltung grundlegend gewandelt hat. Koordination und Konsensfindung bleiben herausfordernd. Wachstum, das alle einbezieht, Armut einzudämmen und ein leistungsfähiger, ethischer Staat sind Prioritäten der Regierung. Dafür fehlt jedoch eine einheitliche, systematische und evidenzbasierte Politikgestaltung. Der Politik- und Forschungsdienst (Policy and Research Services, PRS), angesiedelt im Präsidialamt, ist seit 2019 dafür zuständig, Politikvorhaben abzustimmen und strategisch entlang der nationalen Prioritäten auszurichten. Er kann dies jedoch aufgrund institutioneller Schwächen wie fehlende methodische Kompetenzen nur bedingt erfüllen.
Ziel:
Die institutionellen Voraussetzungen für evidenzbasierte Politikgestaltung in Südafrika sind verbessert.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben berät das Präsidialamt und Fachministerien darin, Politik evidenzbasiert zu gestalten. Es trägt somit dazu bei, dass politische Maßnahmen wirksamer, stimmiger und effizienter sind. Dabei bringt das Vorhaben Staat, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in drei Bereichen zusammen:
- Es baut methodische Kenntnisse aus, um soziale und wirtschaftliche Politikfolgen abzuschätzen (Socio-Economic Impact Assessment System, SEIAS). Zudem unterstützt es den PRS dabei, international bewährte Methoden wie Kosten-Nutzen-Analysen sowie Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen weiterzuentwickeln und das SEIAS-Verfahren zu verbessern.
- Es fördert geschlechterresponsive Ansätze der Politikgestaltung, die die Bevölkerung einbezieht. Dabei liefern die Universitäten Stellenbosch und Pretoria gesichertes Wissen und vermitteln zwischen dem Präsidialamt und nichtstaatlichen Wissensakteur*innen.
- Außerdem schult es Mitarbeitende des PRS und Politikberater*innen in Fachministerien, indem es Methoden der evidenzbasierten Politikgestaltung in etablierte Trainingsangebote integriert.
Projektbeschreibung (EN)
Context:
Since 2024, South Africa has been governed by a ten-party coalition, which has led to a fundamental change in policy-making. Coordination and consensus-building remain challenging. Inclusive growth, poverty reduction and a capable, ethical state are government priorities. However, there is a lack of consistent, systematic and evidence-based policy-making to achieve these goals. Since 2019, the Policy and Research Services (PRS) unit within South Africa’s Presidency has been responsible for coordinating policy initiatives and aligning them strategically with national priorities. Due to institutional weaknesses, however, such as a lack of methodological expertise, the unit is limited in its ability to fulfil this role.
Objective:
The institutional conditions for evidence-based policy-making in South Africa have improved.
Approach:
The project advises South Africa’s Presidency and government ministries on evidence-based policy-making. It thus helps to ensure that policy measures are more effective, coherent and efficient. The project brings the state, the scientific community and civil society together in three areas:
- It develops methodological expertise to allow the social and economic impacts of policies to be assessed (Socio-Economic Impact Assessment System, SEIAS). In addition, it supports PRS in refining methods that have been tried and tested internationally, such as cost-benefit analyses and environmental and social impact assessments, and in improving the SEIAS process.
- It promotes gender-responsive approaches to policy-making that include the population. In this context, Stellenbosch University and the University of Pretoria provide reliable information and act as intermediaries between the Presidency and non-governmental scientific stakeholders.
- It also trains PRS staff and policy advisors in government ministries by integrating evidence-based policy-making methods into the established training that it offers.