Gewaltprävention und MHPSS für gewaltbetroffene Menschen auf der Flucht und strukturell diskriminierte Bevölkerungsgruppen
MHPSS Rawabet
Projektdetails
- Projektnummer:2024.4067.5
- Status:laufendes Projekt
- Zuständige Organisationseinheit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
- Ansprechpartner: Vanessa Kyrillos vanessa.kyrillos@giz.de
- Partnerländer: Libanon
Zusammenfassung
- Ziele:
Überlebendenzentrierte MHPSS Ansätze zur Prävention und Versorgung genderbasierter Gewalt an Libanesinnen und anderen strukturell diskrininierten Gruppen sind institutionell und in zwei ausgewählten Gemeinden in Libanon verankert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ohne politischen Träger - Direkt mit Bevölkerung oder Nichtregierungsorganisationen (NGO)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 000 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 15.10.2024 - 30.09.2028 - Aktuelles Projekt:01.10.2024 - 30.09.2028
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Hauptziel
- Inklusion und Empowerment von Menschen mit Behinderungen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15180 Überwindung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Die psychischen Konsequenzen von Gewalterfahrungen sind eine der Hauptursachen dafür, warum Menschen Schwierigkeiten haben, sich in die Entwicklung ihrer Gesellschaften einzubringen. Neben Kriegsgewalt ist im Libanon insbesondere geschlechtsspezifische Gewalt eine große Herausforderung.
Das Projekt stärkt die psychische Gesundheit von Menschen, die Gewalt erfahren haben, und hilft dabei, Gewaltspiralen zu durchbrechen. Es zahlt auf die libanesischen Reformbemühungen in den Bereichen der primären Gesundheitsversorgung, psychischen Gesundheit und Geschlechtergerechtigkeit ein.
Davon profitieren Libanes:innen sowie strukturell benachteiligte Populationen, wie Geflüchtete, Migrant:innen, Menschen mit Suchtproblemen und Binnenvertriebene. Auf nationaler Ebene stärkt das Projekt die Kapazitäten von Berufsverbänden (Psycholog:innen, Krankenschwester:innen, Journalist:innen) und Institutionen (Armee, Berufsbildungszentren). Mitglieder der Einrichtungen verbessern ihre Arbeit, indem sie lernen, Betroffene psychosozial zu stärken und ihre Bedarfe zu berücksichtigen. Zum anderen entwickeln sie das Know-how, um niedrigschwellig und sicher intervenieren zu können, wenn sie Gewalt im Alltag beobachten. Nachhaltigkeit ist gegeben, indem die Inhalte in die langfristigen Weiterbildungsprogramme der Einrichtungen Einbettung finden.
Auf Gemeindeebene arbeitet das Vorhaben mit zwei primären Gesundheitszentren und zivilgesellschaftlichen Initiativen. In Zusammenarbeit mit dem nationalen Programm für Psychische Gesundheit entwickelt es ein skalierbares Modell für eine integrierte Versorgung in den Bereichen geschlechtsspezifischer Gewalt, Substanzgebrauch und psychische Gesundheit, wobei an Servicequalität, Qualifikation des Personals und Zugangsbarrieren angesetzt wird. Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Initiativen setzt es komplementär dazu präventive Aktivitäten zum Abbau von Gewalt und sozialen Spannungen um.
Projektbeschreibung (EN)
The psychological consequences of experiences of violence are among the main reasons why people struggle to participate in the development of their societies. In addition to war-related violence, gender-based violence is a major challenge in Lebanon.
The project strengthens the mental health of people affected by violence and helps to break cycles of violence. It contributes to Lebanon’s reform efforts in the areas of primary health care, mental health, and gender equality.
Beneficiaries include Lebanese citizens as well as structurally disadvantaged populations such as refugees, migrants, people with substance use problems, and internally displaced persons. At the national level, the project strengthens the capacities of professional associations (psychologists, nurses, journalists) and institutions (army, vocational training centers). Members of these institutions improve their work by learning how to provide psychosocial support to affected individuals and to consider their specific needs. They also acquire the skills to intervene safely and at an early stage when they witness violence in everyday life. Sustainability is ensured by integrating the project content into the institutions’ long-term training programs.
At the community level, the project collaborates with two primary health care centers and civil society initiatives. In cooperation with the National Mental Health Programme, it develops a scalable model for integrated care in the areas of gender-based violence, substance use, and mental health, focusing on service quality, staff qualifications, and barriers to access. Complementing this, it works with civil society initiatives to implement preventive activities aimed at reducing violence and social tensions.