Nachhaltiges Wassermanagement für resiliente Entwicklung armenischer Gemeinden
Projektdetails
- Projektnummer:2025.2023.7
- Status:laufendes Projekt
- Zuständige Organisationseinheit: 3900 Deutschland, Europa, Südkaukasus
- Ansprechpartner: Dr. Niels Thevs niels.thevs@giz.de
- Partnerländer: Armenien
Zusammenfassung
- Ziele:
Ausgewählte Gemeinden im erweiterten Einzugsgebiet des Sewansees erbringen verbesserte umwelt-, klima- und sozial gerechte Wasser- und Abwasserdienstleistungen.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Territoriale Verwaltung und Infrastruktur
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 968 516 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 3 500 000Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 10.09.2025 - 30.11.2028 - Aktuelles Projekt:01.12.2025 - 30.11.2028
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Inklusion und Empowerment von Menschen mit Behinderungen
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
14015 Erhaltung von Wasserressourcen (einschließlich Datenerhebung)
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Armenien steht vor großen Herausforderungen, eine funktionierende Wasser- und Abwasserbewirtschaftung sicherzustellen. Einem Drittel der Bevölkerung fehlt der Zugang zu funktionierender Abwasserentsorgung vor allem in ländlichen Regionen. Abwässer gelangen oft ungeklärt in die Umwelt oder werden über veraltete Anlagen entsorgt. Dies belastet vor allem den Sewansee, das größte Süßwasserreservoir des Landes, sowie das damit verbundene Gewässersystem und führt zu Umweltverschmutzung sowie Gesundheits- und Wirtschaftsrisiken. Gemeinden sind zunehmend gefordert, eigenständig Umweltdienstleistungen für die lokale Bevölkerung zu erbringen.
Zwar hat die Regierung nationale Strategien und Maßnahmen angestoßen, doch unklare Zuständigkeiten und fehlende Fachkräfte und Kompetenzen behindern bislang die Umsetzung. Ausgewählte Gemeinden im erweiterten Einzugsgebiet des Sewansees erbringen verbesserte Wasser- und Abwasserdienstleistungen, die umwelt- und klimaschonend sowie sozial gerecht sind.
Das Projekt verfolgt folgende Ziele:
1. Es verbessert die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine zukunftsgerichtete und umweltfreundliche Wasserbewirtschaftung.
2. Es unterstützt Gemeinden, kommunale Betriebe und Aufsichtsbehörden, Aktionspläne und Investitionsprogramme im Bereich der Wasserwirtschaft aufzustellen, die die Bevölkerung mit einbeziehen und die Auswirkungen auf die Geschlechter berücksichtigen.
3. Es initiiert die beispielhafte Einführung dezentraler Abwasserlösungen und naturbasierter Ansätze in ausgewählten Gemeinden.
4. Es entwickelt Instrumente und schult die zuständigen Behörden, ein integriertes Management der Gewässer im erweiterten Einzugsgebiet des Sewansees umzusetzen.
5. Es fördert das zivilgesellschaftliche Engagement lokaler Akteur*innen, die sich für den Schutz von Wasser und Umwelt sowie für die Anpassung an den Klimawandel einsetzen.
Das Vorhaben wird mit 3,5 Millionen Euro von der Europäischen Union unterstützt.
Projektbeschreibung (EN)
Armenia faces major challenges in ensuring a functioning system of water and wastewater management. A third of the population lacks access to functioning wastewater disposal, particularly in rural regions. Wastewater is often discharged into the environment untreated or is disposed of using outdated facilities. This is contaminating Lake Sevan – the country’s largest freshwater reservoir – in particular, but also the system of connected water bodies, causing environmental pollution as well as health and economic risks. Municipalities are increasingly required to provide environmental services for the local population on an independent basis.
Although the government has initiated national strategies and measures, poorly defined responsibilities and a lack of experts and skills have thus far hampered their implementation.
Selected municipalities in the extended catchment area of Lake Sevan provide better water and wastewater services that are eco-friendly, climate-friendly and socially just.
The project pursues the following objectives:
1. It improves the political and legal framework conditions for the forward-looking and eco-friendly management of water resources.
2. It supports municipalities, local businesses and supervisory authorities in drawing up water management action plans and investment programmes that involve the population and take into account gender-specific impacts.
3. It initiates the introduction on a model basis of decentralised wastewater solutions and nature-based approaches in selected municipalities.
4. It develops instruments and trains the responsible authorities to implement integrated management of water bodies in the extended catchment area of Lake Sevan.
5. It promotes civil society engagement on the part of local actors committed to protecting water and the environment and to climate change adaptation.
The project receives financial support of EUR 3.5 million from the European Union.