Performance and Customer oriented Drinking Water and Wastewater Services

Verbraucher- und leistungsorientierte Wasserver- und Abwasserentsorgung

Project details

  • Project number:2016.2095.4
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: not available

Summary

  • Objectives:

    Leistungsorientierung und Rechenschaftspflicht werden auf der zentralstaatlichen und lokalen Ebene der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung als Prinzipien umgesetzt.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministry of Infrastructure and Energy

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Total financial commitment:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    32 442 241 Euro
  • Financial commitment for the actual implementation phase:10 897 363 Euro

Cofinancing

  • Europäische Union (EU): 2 197 363Euro

 

Previous project

  • 2012.2062.3

    Wassersektorreform

Follow-on project

  • 2022.2147.1

    Circular Economy für nachhaltige Stadtentwicklung in Albanien

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    31.07.2009 - 30.06.2027
  • Actual project implementation phase:01.10.2016 - 01.06.2023

other participants

  • Arge AHT Group GmbH-Dorsch International

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

  • Democratic and inclusive governance

    Significant (secondary) policy objective

  • Climate Change: Adaptation

    Significant (secondary) policy objective

  • Climate Change: Mitigation

    Significant (secondary) policy objective

CRS code

    14010 Wassersektorpolitik und -verwaltung

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

Ausgangssituation

Seit 2014 ist Albanien Beitrittskandidat der Europäischen Union. Das Land ist bestrebt, die Bereiche Wasserversorgung und Abwasser an die EU-Standards heranzuführen. Die verfügbaren Wasserressourcen können den Gesamtbedarf des Landes decken, wenn die Bewirtschaftung entsprechend angepasst wird. Die Regierung setzt aus diesem Grund zahlreiche Reformen um. So wurden beispielsweise Stadtbezirke und Kommunen von 300 auf 61 für eine effektivere Verwaltung reduziert. Öffentliche Dienste werden zunehmend dezentralisiert. Weiterhin gestaltet sich die Territorialreform im Bereich Wasserversorgung und Abwasser für das Land, die Städte und Kommunen als immense Herausforderung.

So werden Wasser- und Abwasserbetriebe nicht mehr zentral verwaltet. Sie gehen in den Besitz der Städte und Kommunen über und haben kurzfristig den Status eigenständiger Unternehmen erhalten. Viele, vor allem kleinere Betriebe, sind damit überfordert. Die Infrastruktur ist veraltet und das Land nicht an die neuen Bedingungen angepasst. Oft fehlt es an Fachwissen in allen betrieblichen Belangen sowie mangelnder Kundenorientierung. Deshalb können die Betriebe meist keine verlässliche Trinkwasserversorgung und Abwassersammlung und -behandlung anbieten. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit den Wasserdienstleistungen äußert sich unter anderem in einem hohen Prozentsatz nicht beglichener Rechnungen. Große Wasserverluste, zu viel Personal, hohe Energiekosten sowie mangelhaftes Management und mangelhafte Planung bewirken, dass die Betriebe nicht kosteneffizient arbeiten und von Zuschüssen der Regierung abhängig sind.

Während mehr als 80 Prozent der Haushalte in Städten und Kommunen an das Trinkwassernetz angeschlossen sind, ist es in ländlichen Gegenden nur etwa die Hälfte. Ebenfalls nur die Hälfte der Haushalte ist an ein Abwassernetz angeschlossen. Von elf existierenden Kläranlagen sind zehn in Betrieb und behandeln nur etwa 13 Prozent des anfallenden Abwassers. Das restliche Abwasser fließt ungeklärt in Flüsse, Seen und ins Meer.

Ziel

Betriebswirtschaftliche und technische Kompetenzen der Institutionen im Bereich der Wasserdienstleistungen sind verbessert. Auf diesem Weg ist die Qualität der Trinkwasser- und Abwasserversorgung gestiegen. Kundenservice, Kundenmanagement und Transparenz haben sich verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt die albanische Regierung sowie Städte, Kommunen und deren Wasserdienstleister bei der Umsetzung der Wassersektorreform.

Hierzu wird schwerpunktmäßig mit dem nationalen Ministerium für Infrastruktur und Energie und der nationalen Behörde für Trinkwasser, Abwasser und Abfallinfrastruktur zusammengearbeitet. Weiterer Partner ist der Wasserregulierer. Aufgrund der übergeordneten hoheitlichen Aufgaben des Ministeriums erreicht das Vorhaben jedoch alle Städte. Über das Internet-Kundenserviceportal der Wasserbetreiber und die nationale Behörde für Trinkwasser, Abwasser und Abfallinfrastruktur können alle Wassernutzer sowie die Öffentlichkeit mit den Institutionen leichter kommunizieren.

Das Projekt setzt Modellvorhaben in den Kommunen und Städten Cerrik, Peqin und Himara um. Deren Wasserdienstleister werden bei der Entwicklung hin zu funktionierenden kommunalen Unternehmen für eine verlässliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung unterstützt. Diese Kommunen sollen landesweit als gute Beispiele und Vorbild für die Entwicklung dienen. Eine Kofinanzierung der Europäischen Union ermöglicht die Erweiterung auf weitere Städten und Kommunen der Küstenregion von Skhodra bis Saranda. Hierbei wird das Vorhaben von Consultingunternehmen, ARGE AHT/DORSCH/ICE, unterstützt.

Ein weiterer wichtiger Partner ist der nationale Wasserverband SHUKALB, mit dem das Vorhaben viele Projekte realisiert, um die fachlichen Ressourcen und die Leistungsfähigkeit in den Organisationen zu stärken. Hierzu gehört ebenfalls die Qualifikation und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften. Regionale Netzwerke sind zudem ein wichtiges Element für den Austausch zwischen regionalen, nationalen und lokalen Akteuren. Eine enge Kooperation erfolgt mit dem Regionalvorhaben der GIZ zur Modernisierung kommunaler Dienste der Balkanregion.

Die Verbesserung von Wasserversorgung und Abwasser ist ein Schwerpunkt der deutschen Zusammenarbeit mit Albanien. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sind die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und die KfW Entwicklungsbank gemeinsam in Albanien tätig. In sich ergänzenden Vorhaben stehen sie in intensivem Austausch und arbeiten eng zusammen. Das kofinanzierte Vorhaben der Europäischen Union hat zum Ziel Abwassermanagement und Behandlung des Abwassers entlang der albanischen Küste zu verbessern und die Fachkenntnisse zu erhöhen. Damit ergänzen sich beide Vorhaben und leisten einen Beitrag zu der Vorbereitung der Verhandlungen für den EU-Beitritt. Enge Abstimmungen erfolgen mit anderen Gebern, zum Beispiel mit der Austrian Development Agency (ADA), Swedish International Development Agency (SIDA), der Weltbank und der EU-Delegation Albaniens.

Wirkungen

- Die albanische Regierung hat mit der Unterstützung des Projekts ein neues Wassersektorgesetz und eine neu Nationale Wassersektorstrategie 2018-2030 entworfen. Beide Dokumente dienen dazu, die Reformen zu stärken sowie Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten festzulegen. Die rechtliche Harmonisierung wird durch eine Rechtsfolgeabschätzung (Regulatory Impact Assessment) und eine strategische Umweltprüfung (Strategic Environmental Assessment) unterstützt. Die albanische Regierung hat hiermit Instrumente zur Entscheidungsfindung vorliegen.

- Jährlich angepasste Leistungsverträge der Nationalen Behörde für Wasser, Abwasser und Abfallinfrastruktur (AKUM) mit den Städten und Kommunen Albaniens tragen zu besseren Dienstleistungen und verbesserter Kostendeckung der Wasserversorger bei.

- AKUM ist dank einer neuen Durchführungsverordnung, Umstrukturierungen sowie festgelegten Zuständigkeiten und Funktionsbeschreibungen für Aufgaben und Investitionen besser aufgestellt.

- In drei Partnerstädten (Cerrik, Peqin und Himara) wurden Kostendeckung und die Serviceleistungen der Wasserdienstleister durch technische Anpassungen und Managementprozesse verbessert. Im Ergebnis verfügen große Bereiche der Versorgungsgebiete über 24-stündige Wasserversorgung. Die Wasserqualität hat sich durch automatische Desinfektion des Netzes deutlich verbessert. Außerdem wurden die Wasserverluste gemindert. Weiterhin gibt es Energieeinsparungen durch energieeffizientere Pumpen und Zeitmanagement. Businesspläne und Roadmaps bilden die Grundlage für die Verbesserung der Serviceleistungen.

- Zahlreiche Sensibilisierungskampagnen und auf die Partner abgestimmte Schulungen haben zu einem intensiven Austausch zwischen den verschiedenen Institutionen und den Wasserdienstleistern geführt.

- Die Zusammenarbeit für unterstützende Akteure der Wasserversorgung und des Abwassers hat sich verbessert.


 

 

Project description (EN)

Context
Having become an official candidate for EU accession in 2014, Albania is now committed to bringing its water sector up to EU standards. The country has adequate water resources to ensure self-sufficiency, provided they are managed properly.
Numerous reforms are currently in progress which will result in a fundamental restructuring of the country’s water sector. For instance, the administrative and territorial reform has reduced the number of local government units and municipalities from over 300 to 61. Reforming public services for provision on a decentralised basis together with the ongoing reform of the water sector is placing immense demands at both national and local level.
Instead of being managed centrally, ownership of the water and sanitation utilities has been transferred to the cities and municipalities, effectively turning them into independent companies overnight. Many of these service providers – especially the smaller ones – are finding it difficult to cope with this transition. Given the obsolete water infrastructure, which is out of sync with the country’s development, the lack of know-how with regard to all operational requirements and poor customer orientation, most of these companies are not able to provide a reliable supply of drinking water. The population’s dissatisfaction with their water services manifests itself in a high percentage of unpaid bills. Massive water losses, overstaffing, high energy costs and poor management and planning prevent the companies from working cost effectively and leave them dependent on government subsidies.
More than 80 per cent of households in the cities and municipalities are connected to the drinking water supply network, compared to barely half of rural households. Likewise, only 50 per cent of households are connected to the sewerage system. A mere 6 out of 9 clarification plants are in operation, treating only around 10 per cent of all wastewater. The remainder is discharged untreated into rivers, lakes and the sea.

Objective
Water sector institutions and service providers have improved their commercial and technical expertise. They are able to ensure adequate water supply and sanitation services that offer greater transparency, cost efficiency and customer orientation. Together with the national agencies, they implement the key components of the water sector reform, including performance orientation and accountability.

Approach
The water sector is a priority area of German cooperation with Albania. Working on behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), GIZ and KfW Development Bank are engaged in an intensive exchange and close collaboration in Albania through their mutually complementary projects. Since Germany is spearheading donor coordination, GIZ and KfW also harmonise their activities closely with other donors and programmes in this sector. These include the Austrian Development Agency (ADA), the World Bank and Delegation of the European Union to Albania.
The Albanian Government attaches high priority to territorial reform and to the reorganisation of municipal water and sanitation companies. The new financing and implementation strategy makes for better municipal service delivery in the water sector. The provision of drinking water, wastewater collection and treatment is thus coupled with rising levels of efficiency and cost coverage as well as greater transparency and accountability.
The project cooperates with the national Ministry of Infrastructure and Energy, the national drinking water and wastewater authority (AKUK) and with the independent Albanian Water Regulatory Authority (WRA). Regional and local partners include towns, cities, municipalities and water service providers. Due to the overarching statutory tasks incumbent on the Ministry, the project’s outreach extends to all towns and cities. Those with more than 15,000 water connections engage in the project via the service providers’ customer portals, which are either to be set up or expanded accordingly.
Three smaller municipalities and cities – Cerrik, Peqin and Himara – have been selected for the rollout of pilot projects designed to assist water service providers with their transition to fully operational municipal corporations capable of ensuring reliable water supply and sanitation services. They are to act as examples of best practices and as role models nationwide for the development of water service providers.
The Water Supply and Sewerage Association of Albania (SHUKALB) has an important role to play in generating resources and capacity building and in providing basic and further training for professionals and managerial staff. Regional networks are also instrumental in facilitating exchange between regional, national and local actors.