Ziviler Friedensdienst

Britta Radike

Wir scheuen keine Konflikte!
Der Zivile Friedensdienst der GIZ stellt sich vor

Konflikte friedlich zu regeln und die zivilen Kräfte in der Gesellschaft dabei zu stärken: das ist die Idee des Zivilen Friedensdienstes (ZFD). Seit 1999 entsendet der ZFD Fachkräfte in Krisen- und Konfliktregionen, wo sie zusammen mit lokalen Partnerorganisationen Friedensprozesse unterstützen.

Die Vision des ZFD ist der Vernetzte Frieden: Im Zusammenspiel staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure in der internationalen Zusammenarbeit fördert der ZFD lokale Partnerorganisationen auf allen gesellschaftlichen Ebenen. So werden Menschen in den Partnerländern unterstützt, ihre Konflikte gewaltfrei auszutragen und gesellschaftliche Veränderungen sowie nachhaltige Entwicklung auf Grundlage der Menschenrechte zu gestalten.

Der ZFD entsendet Fachkräfte in Krisen- und Konfliktregionen. Sie arbeiten dort mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, die in ihrer Gesellschaft und Kultur verwurzelt sind. Als Außenstehende können die ZFD-Fachkräfte einen anderen Blickwinkel und neue Sichtweisen einbringen, die helfen, Friedensprozesse wirksam anzustoßen und zu begleiten.

Diese Prozessbegleitung durch ZFD-Fachkräfte findet während der drei Phasen eines Konfliktes statt:

  • vor Ausbruch eines gewalttätigen Konflikts  als Prävention,
  • während des Konflikts, um gewalttätige Handlungen einzudämmen,
  • nach Beendigung des Konflikts zur Nachsorge.

Dabei entsprechen die Ansätze der Nachsorge von Konflikten in der Regel denen der Gewaltprävention und umgekehrt.

Der ZFD in der GIZ

Die GIZ beteiligt sich mit mehr als 100 internationalen und ebenso vielen lokalen Fachkräften in 18 Ländern am ZFD. Die Fachkräfte unterstützen einheimische Nichtregierungsorganisationen und Initiativen, staatliche Stellen und Kommunalverwaltungen sowie nationale Programme und Institutionen. Sie arbeiten daran, Verhalten Einstellungen und auch Strukturen langfristig zu verändern. Dabei setzt der ZFD der GIZ vor allem dort an, wo Deutschland vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte von der internationalen Gemeinschaft als kompetent und authentisch wahrgenommen wird: Bei der Aufarbeitung von Vergangenheit, der Begleitung von Versöhnungs- und Dialogprozessen und im Bereich der Menschenrechte. Indem der ZFD der GIZ die verschiedenen Akteure miteinander in Dialog bringt und vernetzt, übernimmt er eine Brückenfunktion zwischen Staat und Zivilgesellschaft.

Kontakt

Volker Mönikes
volker.moenikes@giz.de


Gewalt zielt nie auf die Ursachen von Konflikten. Wir schon.

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