Entwicklungsdienst GIZ

Der Entwicklungsdienst der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bringt den deutschen Beitrag zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit zu den Menschen vor Ort. Für unser weltweites Engagement suchen wir laufend berufserfahrene und sozial engagierte Menschen.

 

Auf Grundlage des Entwicklungshelfergesetzes (EfhG) entsenden wir Entwicklungshelfer*innen weltweit in unsere Projekte. Eine andere Möglichkeit ist es, als Friedensfachkraft des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) mit der GIZ ins Ausland zu gehen.

 

Fachkräfte in der Entwicklungshilfe beraten Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Zentralasien, Lateinamerika und Nahost dabei, ihre langfristigen Entwicklungsziele selbständig und partizipativ zu erreichen. Aktuell sind rund 850 Entwicklungshilfe-Fachkräfte für die GIZ im Einsatz. Sie bringen vor Ort ihre berufliche Expertise in staatliche und andere Organisationen der Partnerländer ein, bilden aus, beraten und gestalten Projekte gemeinsam mit den Partnerorganisationen.

 

Entwicklungshelfer*innen verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung und haben ihre Fachkenntnisse in mindestens zwei Jahren Berufserfahrung erprobt und erweitert. Ihnen allen gemeinsam ist die Motivation, entwicklungspolitisch sinnvolle Arbeit mit den Partnern vor Ort zu leisten, ihr Wissen und ihre Erfahrung in einen anderen kulturellen Kontext zur Verfügung zu stellen und dabei mitzuhelfen, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern.

 

Im Programm „Ziviler Friedensdienst“ beraten und stärken Friedensfachkräfte lokale Akteure systematisch und strategisch dabei, ihre Konflikte gewaltfrei auszutragen sowie gesellschaftliche Veränderungen und nachhaltige Entwicklung auf Grundlage der Menschenrechte zu gestalten. Nach ihrem Einsatz tragen die Fachkräfte in der Entwicklungshilfe ihre Erfahrungen in die europäische Gesellschaft und tragen auch auf diesem Weg zu nachhaltiger Entwicklung und einer toleranten Gesellschaft bei.

Die GIZ ist der einzige staatliche Träger des Entwicklungsdienstes der Bundesrepublik Deutschland und agiert als solcher weltanschaulich neutral. In mehr als 50 Jahren hat der Entsendedienst der GIZ umfassendes Know-how in der Planung, Vorbereitung und Betreuung von Entwicklungshilfeeinsätzen erworben. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stand und steht dabei stets das Ziel, eng mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu stehen, sie professionell, mit Berufserfahrung und interkultureller Sensibilität zu unterstützen und ihre eigenen Fähigkeiten zu fördern.

Entwicklungsdienst für Menschen mit sozialem Engagement

Andere mit beruflicher Erfahrung und Fachwissen stärken: Die GIZ entsendet Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer im Rahmen von Vorhaben der deutschen internationalen Zusammenarbeit. Entwicklungshelfer werden oft in ländlichen Regionen eingesetzt, wo sie ihre Berufsexpertise gewinnbringend für die Entwicklung der Menschen und Organisationen vor Ort einbringen. Entwicklungshelfer sind bereit, sich auf die lokale Kultur und Sprache einzulassen und unter landesüblichen Bedingungen zu arbeiten. Die Einsätze erfolgen zeitlich befristet, meist für zwei Jahre mit der Möglichkeit der Verlängerung bis zu vier Jahren. Entwicklungshelfer gestalten Veränderungen und verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Ihre hohe Umsetzungskompetenz ist gepaart mit einem partnerschaftlichen Beratungsverständnis und der Bereitschaft, selber Neues zu lernen. Daher agieren sie in ihrer Arbeit interkulturell sensibel und einfühlsam.

Aus der Praxis

Friedensfachkräfte im Zivilen Friedensdienst

Konflikte friedlich zu regeln und die zivilen Kräfte in der Gesellschaft dabei zu stärken: Das ist die Idee des Zivilen Friedensdienstes – ZFD. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit entsendet das Konsortium ZFD Fachkräfte in Krisen- und Konfliktregionen, wo sie zusammen mit lokalen Partnerorganisationen Friedensprozesse unterstützen.

Die GIZ beteiligt sich mit rund 100 internationalen und ebenso vielen einheimischen Fachkräften in derzeit 18 Ländern am ZFD. Die Friedensfachkräfte unterstützen im Rahmen des Entwicklungshelfer-Gesetzes einheimische Nichtregierungsorganisationen und Initiativen, staatliche Stellen und Kommunalverwaltungen sowie nationale Programme und Institutionen. Sie arbeiten daran, Verhalten, Einstellungen und auch Strukturen langfristig in Richtung Konfliktfähigkeit zu verändern. Der ZFD der GIZ bringt verschiedene Akteure miteinander in Dialog und vernetzt sie. Dadurch übernimmt er eine Brückenfunktion zwischen Staat und Zivilgesellschaft.

Ziviler Friedensdienst

Rückkehr und entwicklungspolitisches Engagement

Nach ihrer Rückkehr ins Heimatland, unterstützen wir die Entwicklungshelfer bei ihrer sozialen und beruflichen Reintegration. Außerdem fördert die GIZ die Vernetzung von zurückgekehrten Entwicklungshelfern untereinander und mit der GIZ.
Das Engagement von Entwicklungshelfern endet nicht mit ihrer Rückkehr: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Erfahrungen aus dem Partnerland weiterzugeben und sich so weiterhin für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen.

Netzwerk ehemaliger Entwicklungshelfer/innen Weitere Informationen zur Rückkehr

Fürsorge und Sicherheit

Als staatlicher Entwicklungsdienst sind uns Ihre Sicherheit und die Fürsorge für Ihren Einsatz im Partnerland ein besonderes Anliegen. Wir übernehmen die soziale Sicherung für Sie und Ihre Familie, gewährleisten Ihren Lebensbedarf auf einem angemessenen Niveau und zahlen eine Wiedereingliederungsbeihilfe nach Ihrer Rückkehr.

Auf Ihren Einsatz werden Sie gründlich und qualifiziert in der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ vorbereitet. Der Ärztliche Dienst führt einen intensiven Gesundheitscheck vor Ihrer Ausreise und nach Ihrer Rückkehr durch und vermittelt Hinweise zur Gesundheitsvorsorge.

Entwicklungshelfer und ihre Familienangehörigen werden durch ein professionelles Risikomanagementsystem geschützt, welches persönliche Gefahren und Risiken in Krisenländern minimiert. Fachleute beobachten und analysieren die Lage, stehen im engen Kontakt mit den Botschaften vor Ort, geben Sicherheitsmeldungen heraus und beraten zu Sicherheitsvorkehrungen.

Leistungen und Vorbereitungen