Ausgangssituation
Kenia und weitere Kooperationsländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) verfolgen ambitionierte Ziele bei der Umstellung auf erneuerbare Energien. Eine direkte Elektrifizierung ist jedoch nicht in allen Wirtschaftsbereichen möglich.
Hier können Power-to-X (PtX)-Technologien die Energiewende voranbringen. Die Idee dahinter: Mit erneuerbarem Strom wird Wasserstoff produziert. Die Industrie nutzt diesen entweder direkt oder verarbeitet ihn zu Brenn- oder Kraftstoffen. So können in Zukunft auch die Luft- und Schifffahrt sowie die Chemieindustrie ohne fossile Energieträger wie Kohle, Erdgas und Erdöl auskommen.
Kenia und viele weitere Länder des Globalen Südens haben günstige Bedingungen, um Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen. So liegt es nahe, dass sie grüne Wasserstoff- und PtX-Lieferketten aufbauen und ihren Bedarf zunehmend ohne fossile Grund- und Kraftstoffe decken. Außerdem bietet der Export in Länder mit ambitionierten Klimazielen wie der Europäischen Union großes Geschäftspotenzial.
Ziel
Kenia und weitere Länder des Globalen Südens bauen ihren Klimaschutz, ihre Energiesicherheit und ihre industrielle Entwicklung mithilfe von PtX aus.
Vorgehensweise
Als Teil des „International PtX Hub", einem Zentrum für Wissen, Zusammenarbeit und Innovationen im Bereich PtX, berät das Projekt Entscheidungsträger*innen in Kooperationsländern der deutschen EZ. Mithilfe neuer Strategien und Anreize soll grünes PtX besonders in der Luft- und Schifffahrt etabliert sowie die Produktion und der Handel von PtX ermöglicht werden.
Gemeinsam mit den Thinktanks Agora Energiewende und Verkehrswende verbreitet das Projekt Wissen zu Technologien, aktueller Forschung, Geschäftspotenzialen und der Einhaltung von Umweltstandards, um die Marktentwicklung zu beschleunigen. Eine wichtige Rolle nehmen Multiplikator*innen in den Kooperationsländern ein. Sie werden vom PtX Hub ausgebildet und verbreiten anschließend ihr Wissen in den Ländern.
Stand: Dezember 2025