© GIZ

27.08.2021

Afghanistan: Arbeit an alternativen Evakuierungswegen geht weiter

GIZ unternimmt alles in ihrer Macht Stehende, um nationale Mitarbeitende und ihre Familien in Sicherheit zu bringen.

Die Bundesregierung hat am 26. August 2021 die Evakuierungsflüge im Rahmen der Bundeswehr-Luftbrücke aus Kabul eingestellt. Thorsten Schäfer-Gümbel, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, betont: „Wir arbeiten weiter mit Hochdruck daran, unsere nationalen Mitarbeitenden und ihre Familien aus dem Land zu bringen – sofern sie dies möchten. Dabei konzentrieren wir uns auf alternative Szenarien, um unsere afghanischen Kolleginnen und Kollegen in Sicherheit zu bringen.“

In Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt (AA) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) setzt die GIZ dabei ihre intensive Arbeit an weiteren Evakuierungswegen fort.

Dies schließt Ausreisen in sichere Drittstaaten über den Landweg ebenso ein wie Flüge zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die zivile Luftfahrt wieder möglich ist.

Thorsten Schäfer-Gümbel: „Die GIZ begrüßt die vielfältigen politischen und diplomatischen Bemühungen, eine sichere Ausreise ihrer Ortskräfte zu einem späteren Zeitpunkt möglich zu machen. Die GIZ hat bis zuletzt mit ihren Partnern einen Beitrag zur Entwicklung Afghanistans geleistet. Einen sehr großen Anteil daran haben die vielen afghanischen Kolleginnen und Kollegen. Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um für Sicherheit für sie und ihre Familien zu sorgen.“

Mehr als 1000 ehemalige und aktuell für die GIZ tätige nationale Mitarbeitende haben sich und ihre Familienangehörigen für eine Ausreise angemeldet. Aufgrund der Menschenmassen und der dramatischen Sicherheitslage an den Toren des Flughafens Kabul war es in den vergangenen Tagen für afghanische Staatsangehörige – insbesondere für Familien mit Kindern oder anderen Schutzbedürftigen – jedoch nur in Ausnahmefällen möglich, sicher zu den Flugzeugen zu gelangen. Die GIZ hat ihre nationalen Mitarbeitenden bereits vor dem Stopp der Evakuierungsflüge der Bundeswehr darüber informiert, dass die Ausreise über diese Luftbrücke nur für eine geringe Zahl afghanischer Mitarbeitender der GIZ möglich sein wird.

In der aktuell sehr schwierigen Situation unterstützt die GIZ ihre Mitarbeitenden in Afghanistan finanziell. Zudem bietet sie Mitarbeitenden, die nicht ausreisen möchten, eine Sonderzahlung an. Diese soll sie nicht zum Bleiben bewegen, sondern ihnen als finanzielle Überbrückung der schwierigen Lage dienen.