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05.07.2023

GIZ setzt auf Digitalisierung und starke Partnerschaften

Jahresbilanz 2022: Geschäftsvolumen steigt auf vier Milliarden Euro. Von den mehr als 25.000 Mitarbeitenden weltweit sind mehr als die Hälfte Frauen.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH stellt sich mit einer neuen Unternehmensstrategie auf sich ändernde Anforderungen in der Entwicklungszusammenarbeit ein. Das hat GIZ-Vorstandssprecher Thorsten Schäfer-Gümbel heute in Berlin bekannt gegeben. Dort stellte er die Jahresbilanz 2022 vor und erklärte: „Wir haben es mit miteinander verflochtenen und sich verstärkenden Krisen zu tun: Klimawandel, Kriege, Folgen der Coronapandemie. Ihre Auswirkungen werfen Entwicklung im globalen Süden an vielen Stellen zurück: Mehr Menschen leiden unter Hunger und extremer Armut. Fortschritte in der Gesundheitsversorgung stagnieren.“ All das trage dazu bei, dass Gesellschaften instabiler, Demokratie und Teilhabe geschwächt würden.

Zeitenwende verändert Anforderungen 

Die Krisen prägen die Zeitenwende – und stellen zusätzliche Anforderungen an die Entwicklungszusammenarbeit. Schäfer-Gümbel kündigte an, dass sich die GIZ flexibler, digitaler und noch partnerschaftlicher aufstelle, um wirkungsvoll, handlungsfähig und schnell zu arbeiten. So spare die GIZ beispielsweise Zeit und Ressourcen, indem sie erfolgreich entwickelte Instrumente oder Ansätze länderübergreifend einsetze. Zudem stärke sie Partnerschaften vor Ort – von der Zivilgesellschaft bis zur Regierungsebene. „Wir bündeln unser Wissen und Können und können so noch deutlich mehr bewirken und leisten.“ Wichtiger Treiber und „eine echte Chance“ seien zudem datenbasierte Ansätze. Schäfer-Gümbel: „Dabei stellen wir die Menschen und ihre Bedarfe in das Zentrum und arbeiten für einen gleichberechtigten Zugang.“  

Jochen Flasbarth, GIZ-Aufsichtsratsvorsitzender und Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), begrüßt diesen Weg: „Globale Krisen wie die Covid-19-Pandemie, die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der Klimawandel machen viele Entwicklungsfortschritte zunichte und drohen, die Gesellschaften unserer Partnerländer zu überfordern. Inklusive, resiliente und zukunftsfähige Gesellschaften sind jedoch zentral für eine nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung.“ Und weiter: „Ein besonderer Fokus unserer Zusammenarbeit liegt daher auf der Unterstützung beim Auf- und Ausbau sozialer Sicherungssysteme in unseren Partnerländern. Gesellschaften mit stabilen Systemen sozialer Sicherung sind besser für die multiplen Krisen unserer Zeit gewappnet.“  

Das Geschäftsvolumen der GIZ ist erneut gestiegen. Es lag im Jahr 2022 mit rund vier Milliarden Euro acht Prozent über dem des Vorjahres. Hauptauftraggeber der GIZ ist das Bundesentwicklungsministerium, gefolgt von der Europäischen Union. Mehr als 25.000 Menschen arbeiten weltweit für das Bundesunternehmen – davon mehr als die Hälfte (51,1 Prozent) Frauen.


        
    
© Thomas Imo/Photothek

        
    
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