Sauberes Trinkwasser für Sansibar

Tansania. Ein Mann steht an einer Wasserpumpe © GIZ

20.03.2017 – Zum Weltwassertag: Auf der ostafrikanischen Insel verbessern drei deutsche mittelständische Unternehmen dauerhaft die Trinkwasserversorgung.

Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht. Im Auftrag der Bundesregierung hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH dazu beigetragen, dass weltweit zwischen 2010 und 2015 mehr als 45 Millionen Menschen von einer verlässlichen Trinkwasserversorgung profitieren konnten.

In manchen Regionen stellt die Versorgung mit sauberem Trinkwasser aber nach wie vor eine Herausforderung dar. Die Insel Sansibar etwa, eine teilautonome Provinz von Tansania, gehört zu den wasserärmsten Regionen der Welt. Gleichzeitig wird das Grundwasser durch den steigenden Meeresspiegel versalzt und durch Müll und Abwasser mit Keimen verschmutzt.

Um die öffentliche Trinkwasserversorgung auf Sansibar dauerhaft zu verbessern, haben sich drei deutsche mittelständische Unternehmen zusammengeschlossen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt das Konsortium im Rahmen des Programms develoPPP.de. Mit dem Programm fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) privatwirtschaftliche Unternehmen, die in Entwicklungs- und Schwellenländer investieren.

In dieser Entwicklungspartnerschaft lieferten die Firmen UST Umwelt Systemtechnik GmbH, GeoConsult Ingenieursgesellschaft für Umweltschutz und Geotechnik GmbH und Lithec GmbH einerseits die benötigte Technik. Zwei Pilotanlagen zur Wasseraufbereitung und -entsalzung sind seit 2015 in Betrieb: In den Regionen Michamvi und Kijito Upele haben dadurch rund 2.000 Bewohner Zugang zu sauberem und bezahlbarem Trinkwasser. Außerdem wurde erstmalig inselweit ein System installiert, mit dem die örtliche Behörde die Wasserqualität ständig überwachen kann.

Damit die neuen Anlagen von lokalen Fachkräften betrieben und so ein dauerhafter Zugang zu sauberem Trinkwasser sichergestellt werden kann, haben die Unternehmen mit Unterstützung der GIZ außerdem knapp 100 Mitarbeiter der Wasserbehörde und 11 Dozenten am Institut für Wissenschaft und Technologie von Karume geschult. Dort wird das Fachwissen erfolgreich weitergegeben: In den neu eingerichteten Studiengängen Hydraulik sowie Wasserversorgung und Kanalisation wurden bereits die ersten 100 Studierenden ausgebildet.