03.07.2018

UN-Klimasekretariat und GIZ intensivieren die Zusammenarbeit im globalen Klimaschutz

Generalsekretärin Patricia Espinosa und Vorstandssprecherin Tanja Gönner unterschrieben Absichtserklärung in Bonn.

Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels werden als Handlungsfelder internationaler Organisationen immer wichtiger. Um diese Themen partnerschaftlich voranzubringen, haben das Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC) und die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH jetzt eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. 

UNFCCC-Generalsekretärin Patricia Espinosa und GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner unterschrieben das Memorandum of Understanding (MoU) am 3. Juli 2018 in Bonn. Das Bundesunternehmen ist die erste Organisation außerhalb des Systems der Vereinten Nationen, mit der das UNFCCC ein MoU vereinbart.

Ziel der Kooperation ist Capacity Development im Rahmen weltweiter Klimaprojekte. Außerdem sollen Staaten in der Umsetzung von konkreten Klimaschutzbeiträgen unterstützt werden, zu denen sie sich unter dem Klimaabkommen von Paris verpflichtet haben. Auch im Capacity Development zur Klimafinanzierung wollen GIZ und UNFCCC künftig zusammenarbeiten. Zudem sollen Unternehmen und öffentliche Institutionen bei der Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes unterstützt werden. 

Schon heute ist ein Drittel aller Projekte, die die GIZ im gemeinnützigen Bereich durchführt, klimarelevant. Die GIZ gestaltet so gemeinsam mit ihren Auftraggebern und Partnern die globale Transformation im Sinne einer klimafreundlichen und an die Folgen des Klimawandels angepassten Entwicklung mit. Gleichzeitig wirkt sie auf die Umsetzung der globalen Agenden ein – der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und des Pariser Klimaabkommens mit den nationalen Klimabeiträgen im Zentrum.

Das Bundesunternehmen unterstützt die Länder und Organisationen, in denen wir arbeiten, auf verschiedenen Ebenen bei Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel. Beispiel Vietnam: Im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) unterstützt die GIZ dabei, die 720 Kilometer Küstenlinie besser vor extremen Wetterereignissen zu schützen. 46.000 Hektar Küstenwald werden neu angepflanzt. Das sichert die Küste vor drohender Erosion, erhält Biodiversität und spart 13,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid ein – so viel wie 2,7 Millionen Autos pro Jahr ausstoßen.