©GIZ/Steven Luedtke

02.06.2021

Begeistern, bilden, beschäftigen: Neue Chancen auf dem afrikanischen IT-Markt

Eine neue Initiative bringt Unternehmen und potenzielle Arbeitnehmer*innen der IT-Branche in Afrika zusammen – und setzt dabei auf Inklusion.

Acht Jahre lang hat Salifu Zeba sich erfolglos um einen Job beworben. Kurz nach seinem Bachelorabschluss im IT-Bereich war der Ghanaer erblindet. „Keine Firma war bereit, mich in diesem Zustand einzustellen“, sagt er. Nun hat er eine neue Chance erhalten: Zeba absolvierte eine sechsmonatige Weiterbildung im Rahmen des Digital Skills Accelerator Africa e. V. (DSAA), den die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH fördert. Nach der Weiterbildung bei dem Unternehmen AmaliTech erhielt er dort direkt eine feste Anstellung. „Für mich hat das Projekt alles verändert“, sagt Zeba. 

DSAA e.V., ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Unternehmen aus dem Digitalsektor, hilft deutschen und europäischen Unternehmen dabei, ihr Engagement in Afrika zu erweitern. Gleichzeitig unterstützt der Verein dabei, IT-Kurse sowie Aus- und Weiterbildungsprogramme für junge Menschen umzusetzen. Besonderen Wert legt der Verein darauf, mit seinem Angebot auch Frauen und Menschen mit Behinderung zu erreichen. Unterstützt wird der DSAA durch die GIZ im Rahmen der Initiative Invest for Jobs im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ).

Die Bedingungen für Wachstum im IT-Sektor in Afrika sind günstig: eine junge, digitalaffine Bevölkerung, verfügbare Arbeitskräfte, neue Absatzmärkte und eine immer bessere Einbindung in globale Wertschöpfungsketten. Hier setzt der DSAA an und bildet Fachkräfte in Mitgliedsunternehmen aus.

Mit dem passenden Training direkt zum Job

Die Mitgliedsunternehmen bieten digitale Dienstleistungen für lokale und europäische Kunden an, etwa aus den Bereichen Telekommunikation oder Automobil. Zusammen definieren sie benötigtes Fachwissen, das in den Weiterbildungsprogrammen vermittelt wird. So erhalten die jungen IT-Talente gezielte Trainings in den Firmen und haben nach Abschluss ihrer Programme gute Chancen auf ein festes Arbeitsverhältnis.

Gemeinsam mit Salifu Zeba haben rund 40 weitere Absolventinnen und Absolventen das Ausbildungsprogramm bei AmaliTech im Sommer 2020 abgeschlossen. Fast alle von ihnen haben einen dauerhaften Anschlussjob erhalten. Bis Ende 2022 sollen alleine bei AmaliTech in Ghana rund 700 weitere Absolvent*innen hinzukommen. Ähnliche Programme werden in Ruanda, Senegal und Marokko durchgeführt.

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