Afrika kommt!

Mit ihrer Initiative „Afrika kommt!“ setzen deutsche Unternehmen, die zu den ganz großen ihrer Branche zählen, ein Zeichen für Afrika: Sie bieten afrikanischen Nachwuchsführungskräften Einblick in ihre Arbeitsabläufe und Managementmethoden. Die GIZ plant, organisiert und bewertet dieses Stipendienprogramm.

Brücken für deutsch-afrikanische Wirtschaftskooperationen bauen 

19 führende deutsche Unternehmen gründeten 2008 eine gemeinsame Initiative zur Weiterbildung junger Führungskräfte aus ausgewählten Ländern Afrikas südlich der Sahara: „Afrika kommt!“. Die Unternehmen haben erkannt, dass Afrika eine große Zukunft bevorsteht, und sie wollen die Potenziale frühzeitig nutzen: Jedes der beteiligten „Patenunternehmen“ nimmt eine Stipendiatin oder einen Stipendiaten auf, um sie oder ihn ein Jahr lang zur Führungskraft fortzubilden. Sie investieren so in den Ausbau ihrer Kooperation mit Afrika. Gleichzeitig profitieren sie von den landesspezifischen Kenntnissen und Erfahrungen der hochmotivierten „Professionals“ – eine klassische Win-win-Situation!

Im Auftrag der Initiative führt die GIZ dieses Programm durch. Es beginnt mit der Auswahl der Nachwuchskräfte in Afrika und mündet schließlich in den Ausbau eines Alumninetzwerkes, in dem sich die ehemaligen Teilnehmenden treffen und den Neuen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die GIZ ist aufgrund ihrer großen Erfahrung mit Führungskräfteprogrammen von längerer Dauer und aufgrund ihrer Infrastruktur in Deutschland und in Afrika dafür prädestiniert.

Bereits die Auswahl der Kandidaten ist ein anspruchsvoller Prozess. Für den zweiten Jahrgang 2010 bis 2012 wurden von 1.697 Bewerbern 17 ausgewählt. Nachdem die Stipendiaten bereits in Afrika grundlegende Deutschkenntnisse erworben haben, werden diese hier drei Monate lang vertieft. Managementkurse der GIZ bereiten auf die Praxis in den Firmen vor. Während ihres Aufenthaltes in Deutschland und ihrer Fortbildung im jeweiligen Unternehmen begleitet und betreut die GIZ alle Stipendiaten persönlich und fachlich. Nach dem Ende des Aufenthaltes analysiert und bewertet sie die Ergebnisse und führt die künftigen Führungskräfte mit den Alumni im Netzwerk zusammen. Gerade das Alumninetzwerk hat eine wichtige private und professionelle Funktion: Indem die ehemaligen Stipendiaten ihre positiven Erfahrungen mit deutscher Kultur und deutschen Unternehmen weitergeben, können sie das Meinungsbild in ihrer Heimat prägen. So baut die Initiative „Afrika kommt!“ Brücken für nachhaltige deutsch-afrikanische Wirtschaftskooperationen.