GIZ eröffnet Landesbüro in Syrien
Ingrid-Gabriela Hoven: „Wir sind ein verlässlicher Partner Syriens. Der Wiederaufbau, die menschliche Sicherheit und wirtschaftliche Perspektiven stehen im Zentrum unserer Kooperation.“
Eschborn, Damaskus, 02.09.2026. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat heute ihr Landesbüro in Damaskus eröffnet. Gemeinsam mit der KfW Entwicklungsbank zieht sie in das neu eröffnete Deutsche Haus. Im Jahr 2012 hatte die GIZ aufgrund des Bürgerkriegs das Land verlassen müssen, unterstützte die syrische Zivilbevölkerung aber weiterhin aus den Nachbarländern heraus. Auch während des Bürgerkriegs erhielten so Millionen Menschen beispielsweise Zugang zu Gesundheitsversorgung und sauberem Wasser.
Ingrid-Gabriela Hoven, stellvertretende Vorstandssprecherin der GIZ, erklärte bei der Eröffnung des neuen Büros: „Wir sind sehr froh, dass wir wieder nach Damaskus zurückkehren und unsere Zusammenarbeit mit unseren syrischen Partnern verstärken können. Jetzt geht es darum, das Land gemeinsam wiederaufzubauen.“ Dabei sei Wiederaufbau mehr als Häuser und Straßen instand zu setzen: „Es geht um wirtschaftliche Perspektiven und Jobs für die Menschen, um funktionierende staatliche Institutionen und darum, dass langfristig Frieden entstehen kann. Wir stehen an der Seite Syriens, um dabei zu unterstützen, die notwendigen Reformen zum Wohle der syrischen Bevölkerung voranzubringen.“
Niels Annen, Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium (BMZ), sagte: „Mit dieser Reise steht der Wiederaufbau Syriens im Fokus. Wir wollen deutschen Unternehmen den Weg für neue Chancen ebnen und zugleich neue Einkommensmöglichkeiten und mehr Stabilität für die Menschen in Syrien schaffen: Die deutsche Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit gehen hier Hand in Hand. Mit dem Deutschen Haus bündeln wir jetzt die Kompetenzen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit unter einem Dach – es soll einen Ort des Dialogs mit den syrischen Partnerinnen und Partnern schaffen.“
Langjährige Erfahrung im Land
Die GIZ ist in Syrien im Auftrag der Bundesregierung, der Europäischen Union und weiterer europäischer Geber tätig. Dabei greift sie auf ihre etablierten Kontakte zur syrischen Zivilgesellschaft und ihre langjährige Erfahrung im Land zurück. Während des Bürgerkriegs hat die GIZ dabei unterstützt, beschädigte Krankenhäuser und Gesundheitsstationen zu reparieren und deren Betrieb aufrechtzuerhalten. Das hat seit 2017 mehr als 210.000 Operationen ermöglicht. Außerdem hat sie gemeinsam mit lokalen Nichtregierungsorganisationen für rund zwei Millionen Menschen den Zugang zu sauberem Wasser gesichert. Hoven dazu: „Durch das über Jahre gewachsene wechselseitige Vertrauen können wir jetzt beim Wiederaufbau Syriens schnell unterstützen. Dabei arbeiten wir sehr eng mit der syrischen Zivilgesellschaft zusammen und beteiligen die syrische Diaspora. Wir freuen uns, wenn wir nun Türen für neue Partnerschaften öffnen, vor allem auch für die deutsche Wirtschaft.“
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.