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Grüne Innovationszentren - landwirtschaftliches Know-How sichert Jobs, Ernte und Einkommen

Zwölf Jahre, 16 Länder und 21 landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten: Die Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE) förderten nachhaltige Landwirtschaft in Afrika und Asien. Jetzt ist das Programm ausgelaufen. Ein neu erschienenes Kompendium bündelt die zentralen Ansätze, Lernerfahrungen, Innovationen und Ergebnisse für die Fachöffentlichkeit.

Eine Person hält in den offenen Handflächen einen Haufen Erde und einen Haufen Samen über einem Acker.

Mit einem Volumen von 580 Millionen Euro waren die Grünen Innovationszentren eines der größten Programme, das die GIZ je durchgeführt hat. Zwölf Jahre lang verfolgten sie ein zentrales Ziel: die Ernährungssysteme in den Partnerländern zukunftsfähig aufzustellen. Über die Grünen Innovationszentren hat die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern gefördert, beraten und gestärkt. 

Wie, das zeigt das jetzt erschienene Programmkompendium. Darin haben die Teams der Grünen Innovationszentren ihr Wissen und ihre Erkenntnisse aufbereitet. Die Publikation steht ab sofort zum Download bereit. Sie bietet zahlreiche Anregungen für Praktiker*innen in den Bereichen Landwirtschaft und internationale Zusammenarbeit.

Sieben Frauen stehen in einem Stall an Trögen, an denen braun-weiße Kühe fressen.
Im Kakamega County in Kenia haben Frauen eine Milchkooperative gegründet.

Praxistaugliche Lösungen, theoretisches Training

Die Grünen Innovationszentren haben in ihrer Arbeit gezielt auf praxiserprobte Techniken gesetzt. Daraus sind beispielsweise die GIAE-Handreichungen zu guten Anbaupraktiken entstanden. Mehr als eine Millionen Menschen profitierten von diesem Wissen. Sie wenden es heute beispielsweise an, indem sie ergiebigeres Saatgut nutzen, ihren Acker besser vorbereiten und Schädlinge nachhaltiger bekämpfen. Eine weitere erfolgreiche Innovation ist der integrierte Ansatz zu Training und Coaching von kleinen und mittleren Unternehmen im Agrar- und Ernährungsbereich. Davon profitieren zum Beispiel Kakaoproduzenten in Kamerun und Milchkooperativen in Sambia. 3.660 von ihnen sind nun formell als Unternehmen angemeldet, haben dadurch einen besseren Marktzugang und können nachweislich erfolgreicher wirtschaften. 

Eine Gruppe von Männern installiert an einem Feld ein Wasserfass zur Tröpfchenbewässerung.
Im Dorf Zingiziwa im Norden Malawis installieren die Kleinbauern ein System zur Tröpfchenbewässerung ihrer Felder, um jeden Tropfen zu nutzen.

Partnerschaften für den Erfolg

Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg verbreitete das Programm rund 250 Innovationen im ländlichen Raum der Partnerländer. Kleinbäuerinnen und -bauern sowie Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen eigneten sich landwirtschaftliches Fach- und Unternehmerwissen an, das ihnen zuvor nicht zur Verfügung stand. Mehr als zwei Millionen kleinbäuerliche Betriebe machten sich in Schulungen fit. Dadurch produzieren sie heute ein Drittel mehr und steigerten ihr Einkommen um die Hälfte. Über eine Million Kleinbauern haben klimaresiliente Innovationen, die sie kennengelernt haben, direkt in die Praxis umgesetzt. Heute nutzen sie beispielsweise hitzeresistente Sorten, Schattenbäume oder solarbetriebene Bewässerungssysteme. 

Ein breites Partnernetzwerk verschiedener Akteure trug zum Erfolg der Grünen Innovationszentren bei. Bäuerliche Verbände, Forschungsinstitutionen, staatliche Stellen sowie private Unternehmen brachten theoretisches Wissen, praktische Lösungen und neue Marktchancen zusammen. Das Kompendium will Impulse für künftige Programme ländlicher Entwicklung und Ernährungssicherung geben – mit zwölfjähriger Erfahrung in sechzehn Ländern.

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Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Ghana, Indien, Kamerun, Kenia, Malawi, Mali, Mosambik, Nigeria, Sambia, Togo, Tunesien, Vietnam, Äthiopien
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