Globalvorhaben Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE)
Beschreibung: Das Vorhaben fördert Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft, die zu einer langfristigen Entwicklung in ländlichen Regionen beitragen sollen.
Kofinanzier: EU, DEZA
Land: Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Ghana, Indien, Kamerun, Kenia, Malawi, Mali, Mosambik, Nigeria, Sambia, Togo, Tunesien, Vietnam
Ausgangssituation: Jeder elfte Mensch leidet weltweit an Hunger. Über drei Milliarden Menschen hängen zudem in ihrem Lebensunterhalt unmittelbar von der Agrar- und Ernährungswirtschaft ab. Dabei fordern mangelnde Produktivität, Ernteverluste und eine wachsende Weltbevölkerung die Landwirtschaft heraus. Um die Ernährung für die Weltbevölkerung zu sichern, sind Innovationen im ländlichen Raum entscheidend.
Vorgehensweise: Die Grünen Innovationszentren unterstützen kleinbäuerliche Betriebe, besonders Frauen und junge Menschen dabei, Produktion und Einkommen zukunftssicher zu steigern. Gleichzeitig helfen die Zentren, neue Arbeitsplätze in der Verarbeitung von Agrarprodukten zu schaffen. Hierdurch bleibt ein größerer Teil der Gewinne vor Ort und besonders im ländlichen Raum.
Um dies zu erreichen, fördern die Grünen Innovationszentren die Verbreitung erprobter Innovationen. Dafür beraten, schulen und bilden sie Landwirt*innen und Vertreter*innen von klein, kleinst- und mittleren Unternehmen (KKMU) in der Agrar- und Ernährungswirtschaft fort. Die Innovationen können zum Beispiel an den lokalen Kontext angepasste landwirtschaftliche Maschinen, verbessertes Saatgut, Dünger oder Kühlketten sein. Vielfach geht es auch um neue oder bessere Kooperationen und Organisationsformen wie beispielsweise Erzeugergemeinschaften.
Die Innovationszentren vernetzen sich mit Landwirtschaftsschulen, Wissenszentren und Forschungseinrichtungen wie dem Internationalen Institut für tropische Landwirtschaft. Sie setzen auch auf die Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft, Verbänden und der Privatwirtschaft.